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Neben Menschen aus dem Osten und dem Balkan waren auch Italiener inhaftiert. Obwohl es eine Kanalisation und eine Trinkwasserleitung vom [[Untersberg]] her gab, traten immer wieder Infektionskrankheiten auf wie Blattern, Ruhr, Cholera und Typhus. An manchen Tagen starben daran bis zu 40 Menschen. Rund 2 000 Lagerinsassen verloren in dieser Zeit ihr Leben und fanden ihre letzte Ruhe auf dem sogenannten Russenfriedhof. Dennoch waren Fluchtversuche selten. Am [[1. April]] [[1918]] brach im Lager ein Aufstand aus, an dem sich 3 000 Lagerinsassen aus den Reihen der Zivilflüchtlinge beteiligten. Dieser wurde unter Militäreinsatz ohne Blutvergießen beendet. Ab dem Februar desselben Jahres kam es zum ersten Rücktransport der Flüchtlinge. Im November 1918 begannen die Entlassungen und die Heimtransporte der Kriegsgefangenen und ab dem [[15. Jänner]] 1919 die Schließung der Lager I und II.  
 
Neben Menschen aus dem Osten und dem Balkan waren auch Italiener inhaftiert. Obwohl es eine Kanalisation und eine Trinkwasserleitung vom [[Untersberg]] her gab, traten immer wieder Infektionskrankheiten auf wie Blattern, Ruhr, Cholera und Typhus. An manchen Tagen starben daran bis zu 40 Menschen. Rund 2 000 Lagerinsassen verloren in dieser Zeit ihr Leben und fanden ihre letzte Ruhe auf dem sogenannten Russenfriedhof. Dennoch waren Fluchtversuche selten. Am [[1. April]] [[1918]] brach im Lager ein Aufstand aus, an dem sich 3 000 Lagerinsassen aus den Reihen der Zivilflüchtlinge beteiligten. Dieser wurde unter Militäreinsatz ohne Blutvergießen beendet. Ab dem Februar desselben Jahres kam es zum ersten Rücktransport der Flüchtlinge. Im November 1918 begannen die Entlassungen und die Heimtransporte der Kriegsgefangenen und ab dem [[15. Jänner]] 1919 die Schließung der Lager I und II.  
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=== k. k. Post- und Telegraphenamt ===
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Am [[1. Juli]] trat im Kriegsgefangenenlager in Grödig, Bezirk Salzburg, ein zeitweises k. k. Post- und Telegraphenamt mit der amtlichen Bezeichnung: „Kriegsgefangenenlager Grödig" in Wirksamkeit. Das Amt befasste sich mit den Verrichtungen des Post- und Telegramm-Auf- und Abgabedienstes und des Postsparkassendienstes für den Bereich der Kriegsgefangenenlager in Grödig und bei St. Leohard und wurde zum Zwecke der Post-Zu- und Ableitung mit den nachstehenden Zügen der elektrischen Eisenbahn Salzburg—Hellbrunn—Hangender Stein (Berchtesgaden—Königssee) in der Station Grödig verbunden täglich mit den Zügen 11, 53 und 54 und an Werktagen mit den Zügen 22, 57 und M. Die Dienststunden des Postamtes Kriegsgefangenenlager Grödig wurde wie folgt festgesetzt: an Werktagen vormittags von 8—12 Uhr, nachmittags von 2—6 Uhr; an Sonn- und Feiertagen vormittags von 8 bis 12 Uhr.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=19150720&query=%22Kriegsgefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=12 ANNO], Salzburger Chronik, 2. Juli 1915, Seite 12</ref>
    
=== Lagergeld ===
 
=== Lagergeld ===

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