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Georg Latz geriet in große Schulden, als ihn seine französischen Handelspartner entweder gar nicht oder nur mit großer Verzögerung bezahlten. Er verkaufte, was er noch besaß, zog ins oberösterreichische Überackern, wo er ein kleines Gut erwarb. Doch auch hier hielt es ihn nicht lange, und schließlich kam er in die Salzburger Gegend. Nahe der Stadt, in Aigen, fand er schließlich einen Hof der ihm gefiel. Es war der Doktorwirt, der sich bald zum bekanntesten Bierausschank der Gegend entwickelte. Das Frieseneggergut wurde für die Aigner zum Treffpunkt. Hier saß man nicht nur beim Kartenspielen beisammen und feierte die Familienfeste. Im Hof des Frieseneggergutes wurde auch traditionell der Maibaum aufgestellt - und das, obwohl der Hof recht weit von der Aigner Kirche entfernt liegt!
 
Georg Latz geriet in große Schulden, als ihn seine französischen Handelspartner entweder gar nicht oder nur mit großer Verzögerung bezahlten. Er verkaufte, was er noch besaß, zog ins oberösterreichische Überackern, wo er ein kleines Gut erwarb. Doch auch hier hielt es ihn nicht lange, und schließlich kam er in die Salzburger Gegend. Nahe der Stadt, in Aigen, fand er schließlich einen Hof der ihm gefiel. Es war der Doktorwirt, der sich bald zum bekanntesten Bierausschank der Gegend entwickelte. Das Frieseneggergut wurde für die Aigner zum Treffpunkt. Hier saß man nicht nur beim Kartenspielen beisammen und feierte die Familienfeste. Im Hof des Frieseneggergutes wurde auch traditionell der Maibaum aufgestellt - und das, obwohl der Hof recht weit von der Aigner Kirche entfernt liegt!
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Georg Latz hatte mit seiner Frau Anna drei Kinder: einen jüngeren Georg, außerdem Christoph und Elisabeth. Der jüngere Georg sollte den Hof übernehmen, doch die Familiengeschichte charakterisiert ihn als Tunichtgut. Er verschwand eines Tages und soll nach Amerika ausgewandert sein. Einer schaurigen Anekdote zufolge könnte er aber auch ein schlimmes Schicksal erlitten haben: Damals wurde ein Metzger bekannt, der Menschenfleisch verarbeitete. Und sofort waren Gerüchte im Umlauf: Könnte Georg Latz eines seiner Opfer gewesen sein?
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Georg Latz hatte mit seiner Frau Anna drei Kinder: einen jüngeren Georg, außerdem Christoph und Elisabeth. Der jüngere Georg sollte den Hof übernehmen, doch die Familiengeschichte charakterisiert ihn als Tunichtgut. Er verschwand eines Tages und soll nach Amerika ausgewandert sein. Einer schaurigen Anekdote zufolge könnte er aber auch ein schlimmes Schicksal erlitten haben: Damals wurde ein Metzger bekannt, der Menschenfleisch verarbeitete. Und sofort waren Gerüchte im Umlauf: Könnte Georg Latz eines seiner Opfer gewesen sein?{{Gerücht}}
 
Sicher ist: Das Verschwinden seines ältesten Sohnes war für Georg Latz und seine Frau ein schwerer Schicksalsschlag. Ein weiterer sollte folgen: Der zweite Sohn Christoph wurde von einer austretenden Kuh erschlagen. Nun übernahm Elisabeth Latz den Hof. Als sie Josef Schnöll [[13. Februar]] [[1893]] heiratete, ging das Gut in den Besitz der Familie Schnöll über.
 
Sicher ist: Das Verschwinden seines ältesten Sohnes war für Georg Latz und seine Frau ein schwerer Schicksalsschlag. Ein weiterer sollte folgen: Der zweite Sohn Christoph wurde von einer austretenden Kuh erschlagen. Nun übernahm Elisabeth Latz den Hof. Als sie Josef Schnöll [[13. Februar]] [[1893]] heiratete, ging das Gut in den Besitz der Familie Schnöll über.
  
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