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Über 600 Jahre hinweg gab es Bischöfe von Chiemsee, deren ''Kathedrale'' (Bischofsstuhl: lateinisch: ''cathedra'') sich auf der [[Herreninsel]] im [[Chiemsee]] befand. Schon um 800 n. Chr. ließen sich auf der Insel Mönche nieder. Zunächst waren es [[Benediktiner]], dann [[Augustiner-Chorherren]], die dann auch der Insel ihren Namen gaben und dort bis zur [[Säkularisation]] am Beginn des [[19. Jahrhundert]]s blieben.
 
Über 600 Jahre hinweg gab es Bischöfe von Chiemsee, deren ''Kathedrale'' (Bischofsstuhl: lateinisch: ''cathedra'') sich auf der [[Herreninsel]] im [[Chiemsee]] befand. Schon um 800 n. Chr. ließen sich auf der Insel Mönche nieder. Zunächst waren es [[Benediktiner]], dann [[Augustiner-Chorherren]], die dann auch der Insel ihren Namen gaben und dort bis zur [[Säkularisation]] am Beginn des [[19. Jahrhundert]]s blieben.
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Zu Beginn des [[13. Jahrhundert]]s wurde das Suffraganbistum<sup>([[#1|1]])</sup> Chiemsee ([[Bistum Chiemsee]]) gegründet. Den [[Salzburger Kirchenprovinz#Suffraganbischöfe|Suffraganbischöfen]] kamen im allgemeinen die Funktionen von Hilfsbischöfen in entlegenen Regionen zu. Die Erlaubnis zur Errichtung des Bistums Chiemsee hatte König Friedrich II. erstmals [[1213]] für [[Frauenchiemsee]] als Bischofssitz gewährt, was jedoch nicht realisiert wurde, [[1215]] dann für die Herreninsel.
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Zu Beginn des [[13. Jahrhundert]]s wurde das [[Suffraganbistum]] Chiemsee ([[Bistum Chiemsee]]) gegründet. Den [[Salzburger Kirchenprovinz#Suffraganbischöfe|Suffraganbischöfen]] kamen im allgemeinen die Funktionen von Hilfsbischöfen in entlegenen Regionen zu. Die Erlaubnis zur Errichtung des Bistums Chiemsee hatte König Friedrich II. erstmals [[1213]] für [[Frauenchiemsee]] als Bischofssitz gewährt, was jedoch nicht realisiert wurde, [[1215]] dann für die Herreninsel.
    
Die Bischöfe von Chiemsee nahmen ab [[1217]] eine Sonderstellung ein, da sie auch Weihbischöfe des Erzbistums Salzburg waren und somit Aufgaben im gesamten [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistum]] übernahmen. Der Weihbischof trug den Fürstentitel und hatte eine ständige Residenz in Salzburg, im Chiemseehof, die Anfang des [[14. Jahrhundert]]s erbaut wurde. Zu seinen Aufgaben zählte auch die Eröffnung und der Vorsitz der Landtage.
 
Die Bischöfe von Chiemsee nahmen ab [[1217]] eine Sonderstellung ein, da sie auch Weihbischöfe des Erzbistums Salzburg waren und somit Aufgaben im gesamten [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistum]] übernahmen. Der Weihbischof trug den Fürstentitel und hatte eine ständige Residenz in Salzburg, im Chiemseehof, die Anfang des [[14. Jahrhundert]]s erbaut wurde. Zu seinen Aufgaben zählte auch die Eröffnung und der Vorsitz der Landtage.
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<div id="1"><sup>1</sup>Bistum, das selbständig durch einen Bischof verwaltet wird, aber als Teil einer Kirchenprovinz der Aufsicht eines Erzbischofs (Metropoliten) unterstellt ist (Quelle: www.kirchen-lexikon.de/)
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