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Textersetzung - „Erzbistum Salzburg“ durch „Erzbistum Salzburg
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Simon Stampfer kam in Windisch Matrei in Osttirol, das damals zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehörte, in einem Gehöft zu "Gruben in der Seinize" als das erste von sechs Kindern von Bartlmä Stampfer und Helene Schweinacher, die als Heimweber, später als [[Weberei|Wanderweber]] und Taglöhner im [[Pinzgau]] tätig waren, zur Welt. Dekan Georg Brandstätter ermöglichte [[1801]] dem  bereits 11-Jährigen zunächst den Besuch der Marktschule Windisch Matrei, dann, [[1804]], auch den Besuch des Gymnasiums der Franziskaner in [[Lienz]] in Osttirol.  
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Simon Stampfer kam in Windisch Matrei in Osttirol, das damals zum [[Erzbistum Salzburg]] gehörte, in einem Gehöft zu "Gruben in der Seinize" als das erste von sechs Kindern von Bartlmä Stampfer und Helene Schweinacher, die als Heimweber, später als [[Weberei|Wanderweber]] und Taglöhner im [[Pinzgau]] tätig waren, zur Welt. Dekan Georg Brandstätter ermöglichte [[1801]] dem  bereits 11-Jährigen zunächst den Besuch der Marktschule Windisch Matrei, dann, [[1804]], auch den Besuch des Gymnasiums der Franziskaner in [[Lienz]] in Osttirol.  
 
===Von Stampfer in Salzburg===
 
===Von Stampfer in Salzburg===
 
Nach der Schließung des Gymnasiums in Lienz [[1807]] zog Simon Stampfer zu Fuß mit guten Zeugnissen und entsprechenden Empfehlungsschreiben über den [[Felber Tauern]] nach Salzburg. Da ihm das nötige Schulgeld fehlte, durfte er zwar am Unterricht im Lyceum in Salzburg teilnehmen, wurde aber nicht benotet. Was er zum Leben benötigte, verdiente er sich mit Nachhilfestunden. Aber [[1810]] wurde Simon von Stampfer als Klassenbester auch ohne Schulgeld in den Kreis der ordentlichen Schüler aufgenommen und trat [[1814]] in München (das {{Herzogtum Salzburg|Land Salzburg]] gehörte damals kurzzeitig zu [[Bayern]]) zur Abschlussprüfung für das Lehramtsstudium an. Voraussetzung der Ausübung des Lehramtes war die Bayerische Staatsbürgerschaft, die er aber wegen seines "mäßigen Abschneidens"<ref name="Stampfer">im ''General Urtheil'' der bayerischen Landesprüfungskommission wurde Stampfer nur mit "gut" beurteilt; damit konnte er nicht unterrichten und es wurde ihm die bayerische Staatsbürgerschaft verweigert.</ref> bei der Lehramtprüfung nicht erhielt. Nachhilfelehrer in Salzburg blieb sein Broterwerb. [[1816]] wurde er Hilfslehrer für die Fächer Elementarmathematik, Physik und angewandte Mathematik (ab 1817) am Salzburger [[Lyceum]], am Salzburger Gymnasium unterrichtete er Mathematik, Naturgeschichte, Physik, Latein und Griechisch, ab 1817 bereits Astronomie.
 
Nach der Schließung des Gymnasiums in Lienz [[1807]] zog Simon Stampfer zu Fuß mit guten Zeugnissen und entsprechenden Empfehlungsschreiben über den [[Felber Tauern]] nach Salzburg. Da ihm das nötige Schulgeld fehlte, durfte er zwar am Unterricht im Lyceum in Salzburg teilnehmen, wurde aber nicht benotet. Was er zum Leben benötigte, verdiente er sich mit Nachhilfestunden. Aber [[1810]] wurde Simon von Stampfer als Klassenbester auch ohne Schulgeld in den Kreis der ordentlichen Schüler aufgenommen und trat [[1814]] in München (das {{Herzogtum Salzburg|Land Salzburg]] gehörte damals kurzzeitig zu [[Bayern]]) zur Abschlussprüfung für das Lehramtsstudium an. Voraussetzung der Ausübung des Lehramtes war die Bayerische Staatsbürgerschaft, die er aber wegen seines "mäßigen Abschneidens"<ref name="Stampfer">im ''General Urtheil'' der bayerischen Landesprüfungskommission wurde Stampfer nur mit "gut" beurteilt; damit konnte er nicht unterrichten und es wurde ihm die bayerische Staatsbürgerschaft verweigert.</ref> bei der Lehramtprüfung nicht erhielt. Nachhilfelehrer in Salzburg blieb sein Broterwerb. [[1816]] wurde er Hilfslehrer für die Fächer Elementarmathematik, Physik und angewandte Mathematik (ab 1817) am Salzburger [[Lyceum]], am Salzburger Gymnasium unterrichtete er Mathematik, Naturgeschichte, Physik, Latein und Griechisch, ab 1817 bereits Astronomie.

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