Änderungen

49 Bytes hinzugefügt ,  10:38, 20. Feb. 2020
"Name" und "Projekte" als Teile der Geschichte dort untergeordnet, verschiedene Abschnitte, die zu Geografie gehören, dort untergeordnet
Zeile 8: Zeile 8:  
Der Kapuzinerberg erhebt sich im Osten der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]]. Er erstreckt sich in West-Ost-Richtung von der [[Linzer Gasse]] in der rechtsufrigen Altstadt bis nach [[Parsch|Inneres Parsch]] im Osten  und [[Schallmoos|Schallmoos Ost]] im Nordosten. Seinen höchsten Punkt hat der Stadtberg mit 637 [[m ü. A.]] unmittelbar westlich des [[Franziski-Schlössl]]s, im Bereich des [[Platzl]]s beginnt seine Erhebung um 430 m ü. A. (Salzach 414 m ü. A.).  
 
Der Kapuzinerberg erhebt sich im Osten der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]]. Er erstreckt sich in West-Ost-Richtung von der [[Linzer Gasse]] in der rechtsufrigen Altstadt bis nach [[Parsch|Inneres Parsch]] im Osten  und [[Schallmoos|Schallmoos Ost]] im Nordosten. Seinen höchsten Punkt hat der Stadtberg mit 637 [[m ü. A.]] unmittelbar westlich des [[Franziski-Schlössl]]s, im Bereich des [[Platzl]]s beginnt seine Erhebung um 430 m ü. A. (Salzach 414 m ü. A.).  
   −
== Erreichbarkeit ==
+
=== Erreichbarkeit ===
 
Der Kapuzinerberg ist über drei Wege zu erreichen:
 
Der Kapuzinerberg ist über drei Wege zu erreichen:
 
* über eine steile Zufahrt (Pkw nur für Bewohner und Taxi), den [[Stefan-Zweig-Weg]], beginnend an der [[Franziskuspforte]] in der Linzer Gasse
 
* über eine steile Zufahrt (Pkw nur für Bewohner und Taxi), den [[Stefan-Zweig-Weg]], beginnend an der [[Franziskuspforte]] in der Linzer Gasse
Zeile 14: Zeile 14:  
* zu Fuß über den [[Doblerweg]], beginnend hinter dem Einkaufszentrum [[Zentrum im Berg]] an der [[Fürbergstraße]].
 
* zu Fuß über den [[Doblerweg]], beginnend hinter dem Einkaufszentrum [[Zentrum im Berg]] an der [[Fürbergstraße]].
   −
== Name ==
+
=== Fauna und Flora ===
Der ursprüngliche Name des Berges war [[Imberg]] oder ''Mynberg''<ref>[[Franz Martin]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg, [[1952]], Seite 208</ref>, woran heute noch die [[Imbergstraße]], die [[Imbergstiege]] und die Kirche [[St. Johannes am Imberg]] erinnern. Der Name ''Kapuzinerberg'' bürgerte sich ein, nachdem das sich auf dem Berg befindliche [[Kapuzinerkloster (Salzburg)|Kapuzinerkloster]] errichtet wurde.
+
[[Datei:Gämse am Kapuzinerberg 20181110 151512.jpg|thumb|Gämse auf dem Kapuzinerberg]]
 +
Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine künstlich angelegte Population von etwa 10 [[Gämse]]n.<ref>[http://www.oekologen-ingenieure.at/pdf/kapuzinerberg_wild.pdf www.oekologen-ingenieure.at/Wald und Wild am Kapuzinerberg]</ref> Rehe leben hier nicht mehr. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Gämsen werden von einem Stadtjäger regelmäßig mit Heu, im Herbst auch mit Obst versorgt, sie sind so nur bedingt reine Wildtiere. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung. Es gibt auch Dachse, Marder und Eichhörnchen. Der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen im Süden und Norden. Auch der Uhu brütet zeitweise hier. In den kalten, unzugänglichen Felswänden an der Nordseite wachsen [[Alpenaurikel]] und [[Almrausch]] udn andere Alpenpflanzen. Eine Besonderheit ist auch das Vorkommen des Feuersalamanders.
 +
 
 +
=== Wald und Grünraum ===
 +
Der Kapuzinerberg ist abgesehen von den kleinen Gärten, den Häusern - vor allem am Hangfuß - und den Felsen heute bereits fast durchwegs mit Wald bewachsen. Die gesamte Waldfläche auf dem Kapuzinerberg ist etwa 80 ha groß, 60 ha davon befinden sich im Eigentum der Stadt. <ref>[https://sbg.lko.at/baumbergungen-per-hubschrauber-am-kapuzinerberg+2500+2714864 Salzburger Landwirtschaftskammer, 19.03.2018]</ref> Der Wald  Forst ist als Schutzwald ausgewiesen. Vorherrschend sind Rotbuchenwälder, im Norden besteht ein höherer Fichtenanteil, im Süden sind kleinräumig wärmeliebende Edelholzbestände vorhanden. Vereinzelt kommen auf dem Berg auch die Rotkiefer, Winterlinde, Eiche, Hainbuche, Bergulme und Eibe vor. Im Bereich der Aussichten führen sichtbehindernde Gehölze lokal zu einem Verlust an Erholungswert.
 +
[[Datei:Kapuzinerbergteiche.jpg|thumb|Kapuzinerteiche]]
 +
Neben dem Weg vom Kapuzinerkloster zu den Häusern um die Spaur-Villa kommt man an vier kleinen Teichen vorbei, den sogenannten [[Kapuzinerteiche]]n.
 +
 
 +
=== Erholungsraum und Wandergebiet ===
 +
Der Berg bietet den Besuchern reizvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Erholung auf mehreren Spazier- und Wanderwegen. Am Weg liegen ein [[Mozart-Denkmal am Kapuzinerberg|Mozart-Denkmal]], ein [[Holztrog-Brunnen am Kapuzinerberg|Holztrog-Brunnen]] (Trinkwasser), die [[Engelwirtsquelle]] und die alten Teiche und [[Aussichten auf den Salzburger Stadtbergen#Nächstgelegene Aussichten auf dem Kapuzinerberg|Aussichten auf dem Kapuzinerberg]].
 +
Besonders eindrucksvoll sind die alten Wehranlagen des Berges.
 +
 
 +
==== Basteiweg ====
 +
* ''Hauptartikel: [[Basteiweg]]''
 +
Der Basteiweg, der entlang der Wehrmauern und Wachtürme von Westen über Süden bis in den Osten des Berges verläuft, ist ein Steig, der angeblich Trittsicherheit erfordert und der im Winter nicht gestreut oder geräumt wird. Die Betreuung des Basteiweges durch die Stadtgemeinde Salzburg ist z.T. mangelhaft. Der Basteiweg bietet sehr schöne Aussichtsmöglichkeiten auf die [[Altstadt]], aber auch nach Süden und Osten, deren Ausblicke jedoch nicht ausreichend frei geschnitten werden.
    
== Geologie ==
 
== Geologie ==
Zeile 39: Zeile 53:     
Nach dem Kauf der Liegenschaft durch die Stadt durften die Bewohner nur gegen Erlag einer Eintrittsgebühr den Berg und sein Waldgebiet betreten. Die Gebührenpflicht galt bis [[1938]].
 
Nach dem Kauf der Liegenschaft durch die Stadt durften die Bewohner nur gegen Erlag einer Eintrittsgebühr den Berg und sein Waldgebiet betreten. Die Gebührenpflicht galt bis [[1938]].
 +
 +
=== Name ===
 +
Der ursprüngliche Name des Berges war [[Imberg]] oder ''Mynberg''<ref>[[Franz Martin]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg, [[1952]], Seite 208</ref>, woran heute noch die [[Imbergstraße]], die [[Imbergstiege]] und die Kirche [[St. Johannes am Imberg]] erinnern. Der Name ''Kapuzinerberg'' bürgerte sich ein, nachdem das sich auf dem Berg befindliche [[Kapuzinerkloster (Salzburg)|Kapuzinerkloster]] errichtet wurde.
 +
 +
=== Projekte ===
 +
* ''siehe auch: [[Ungebautes Salzburg]]
 +
In der Geschichte gab es verschiedene bauliche Projekte auf dem Kapuzinerberg. Nach 1800 war hier der Bau eines kurfürstlichen Palais geplant, nach 1810 der Bau einer "Walhalla", nach 1820 der Bau eines 150 m langen Wehr- und Kasernenbaues auf dem Kapuzinerbergplateau, aber auch der Ausbau der Oberen Gnigler Kavaliers zu einer großen Gefechtsstellung.
 +
 +
[[Friedrich Volderauer d. J.]] plante im 19. Jahrhundert eine Bergbahn mittels Luftballon bzw. Luftschiffen. Das Vorhaben scheiterte an der Konzession.
 +
 +
[[1894]] wurde vom [[Stadtverein Salzburg|''Stadt-Verschönerungsverein'']] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtspyramide, die mit Rücksicht auf den hohen Waldbestand eine Höhe von 30 Metern haben muss, auf der Kuppe neben der Restauration zum Franziski-Schlösschen um 900 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 17. April 1894 samt Finanzierung genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940420&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtspyramide%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 20. April 1894]</ref>
 +
 +
[[1895]] wurde von Herrn Josef Woska, Besitzer einer [[Kur|Moor-Badeanstalt]] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtsturmes aus Mauerwerk von 20 Metern und Holzbau von 10 Metern, insgesamt einer Höhe von 30 bis 32 Metern, sowie einer Zufahrtsstraße und mit Errichtungskosten von 6000 bis 8000 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 21. Oktober 1895 genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18951023&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtsthurm%22&seite=11 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. Oktober 1895]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=daf&datum=1895&page=169&size=45&qid=SYLSTX8KLZHUOK0O94GERL3ZPYU7TU anno.onb.ac.at/Der Alpenfreund, Ausgaben 1895, ]</ref>
 +
 +
In den Jahren 1895 und [[1898]] wurden jeweils Anträge zur Errichtung eines elektrischen Aufzuges auf den Kapuzinerberg hinauf von dem Grundstück [[Arenbergstraße]] 1 gestellt und vom Gemeinderat die Bewilligungen dafür erteilt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bau&datum=1895&page=214&size=45&qid=HBRNX7ITC4Q59JSYMN5D3U15NIPSO7 anno.onb.ac.at/Der Bautechniker, 1895, Seite 212]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980805&&query=%22kapuzinerberg%22seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 5. August 1898]</ref>
 +
 +
Ein offensichtlicher Faschingsscherz war die Pressemeldung im Zusammenhang mit einem Ball, nach der angeblich im Jahr [[1900]] eine [[Drahtseilbahn auf den Kapuzinerberg]] gebaut worden wäre. Die "Talstation" war dabei die Balllokalität. Der Scherz zeigt die vielfältigen Bemühungen um eine Aufschließung des Berges, die zum Teil auch spöttisch beobachtet wurden. 
 +
 +
[[1909]] wurde von [[Emil Hettwer]] und dem Stadt-Verschönerungsverein das Projekt zur Errichtung einer Aussichtswarte aus Holz um 10.000 [[Krone]]n wieder aufgegriffen. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090308&query=%22Kapuzinerberg%22+%22aussichtswarte%22&seite=4 anno.onb.ac.at/Salzburger Chronik, 8. März 1909]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19090308&seite=7&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22Aussichtswarte%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 8. März 1909]</ref>
 +
 +
In der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit war erneut geplant, auf dem Kapuzinerberg große Gebäudekomplexe zu errichten: ein Gauforum und ein Sportstadion an Stelle von Kapuzinerklosters und des Klostergartens und auf dem Plateau  d. h. westlich des Franziski-Schlössls ein ''Festspielhaus''. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine große Auffahrtsrampe vom Äußeren Stein aus. Der weitere Verlauf des Krieges und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Projekte.
 +
 +
Ein Kultur-Lehrweg mit kurzgefasster Darstellung der reichen Geschichte des Berges bietet sich an. Diese Idee konnte bisher aber noch nicht umgesetzt werden.
    
== Bauten ==
 
== Bauten ==
Zeile 68: Zeile 105:  
* [[Villa Spaur]] mit Nebengebäuden
 
* [[Villa Spaur]] mit Nebengebäuden
   −
== Wald und Grünraum ==
+
== Persönlichkeiten mit Bezügen zum Kapuzinerberg ==
Der Kapuzinerberg ist abgesehen von den kleinen Gärten, den Häusern - vor allem am Hangfuß - und den Felsen heute bereits fast durchwegs mit Wald bewachsen. Die gesamte Waldfläche auf dem Kapuzinerberg ist etwa 80 ha groß, 60 ha davon befinden sich im Eigentum der Stadt. <ref>[https://sbg.lko.at/baumbergungen-per-hubschrauber-am-kapuzinerberg+2500+2714864 Salzburger Landwirtschaftskammer, 19.03.2018]</ref> Der Wald  Forst ist als Schutzwald ausgewiesen. Vorherrschend sind Rotbuchenwälder, im Norden besteht ein höherer Fichtenanteil, im Süden sind kleinräumig wärmeliebende Edelholzbestände vorhanden. Vereinzelt kommen auf dem Berg auch die Rotkiefer, Winterlinde, Eiche, Hainbuche, Bergulme und Eibe vor. Im Bereich der Aussichten führen sichtbehindernde Gehölze lokal zu einem Verlust an Erholungswert.
  −
 
  −
== Fauna und Flora ==
  −
[[Datei:Gämse am Kapuzinerberg 20181110 151512.jpg|thumb|Gämse auf dem Kapuzinerberg]]
  −
Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine künstlich angelegte Population von etwa 10 [[Gämse]]n.<ref>[http://www.oekologen-ingenieure.at/pdf/kapuzinerberg_wild.pdf www.oekologen-ingenieure.at/Wald und Wild am Kapuzinerberg]</ref> Rehe leben hier nicht mehr. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Gämsen werden von einem Stadtjäger regelmäßig mit Heu, im Herbst auch mit Obst versorgt, sie sind so nur bedingt reine Wildtiere. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung. Es gibt auch Dachse, Marder und Eichhörnchen. Der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen im Süden und Norden. Auch der Uhu brütet zeitweise hier. In den kalten, unzugänglichen Felswänden an der Nordseite wachsen [[Alpenaurikel]] und [[Almrausch]] udn andere Alpenpflanzen. Eine Besonderheit ist auch das Vorkommen des Feuersalamanders.
  −
 
  −
== Erholungsraum und Wandergebiet ==
  −
Der Berg bietet den Besuchern reizvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Erholung auf mehreren Spazier- und Wanderwegen. Am Weg liegen ein [[Mozart-Denkmal am Kapuzinerberg|Mozart-Denkmal]], ein [[Holztrog-Brunnen am Kapuzinerberg|Holztrog-Brunnen]] (Trinkwasser), die [[Engelwirtsquelle]] und die alten Teiche und [[Aussichten auf den Salzburger Stadtbergen#Nächstgelegene Aussichten auf dem Kapuzinerberg|Aussichten auf dem Kapuzinerberg]].
  −
Besonders eindrucksvoll sind die alten Wehranlagen des Berges.
  −
 
  −
* ''Hauptartikel: [[Basteiweg]]''
  −
Der Basteiweg, der entlang der Wehrmauern und Wachtürme von Westen über Süden bis in den Osten des Berges verläuft, ist ein Steig, der angeblich Trittsicherheit erfordert und der im Winter nicht gestreut oder geräumt wird. Die Betreuung des Basteiweges durch die Stadtgemeinde Salzburg ist z.T. mangelhaft. Der Basteiweg bietet sehr schöne Aussichtsmöglichkeiten auf die [[Altstadt]], aber auch nach Süden und Osten, deren Ausblicke jedoch nicht ausreichend frei geschnitten werden.
  −
 
  −
== Teiche ==
  −
[[Datei:Kapuzinerbergteiche.jpg|thumb|Kapuzinerteiche]]
  −
Neben dem Weg vom Kapuzinerkloster zu den Häusern um die Spaur-Villa kommt man an vier kleinen Teichen vorbei, den sogenannten [[Kapuzinerteiche]]n.
  −
 
  −
== Persönlichkeiten ==
   
* [[Stefan Zweig]] kaufte [[1918]] das [[Paschingerschlössl]] (Kapuzinerberg 5) und lebte dort von [[1919]] bis [[1934]]
 
* [[Stefan Zweig]] kaufte [[1918]] das [[Paschingerschlössl]] (Kapuzinerberg 5) und lebte dort von [[1919]] bis [[1934]]
 
* Papst Johannes Paul VI. wohnte im Kapuzinerkloster anlässlich seines ersten [[Papstbesuch]]es [[1988]] in Salzburg und besuchte damals auch die Bewohner des Wehrturmers "Felixpforte" auf dem Kapuzinerberg.
 
* Papst Johannes Paul VI. wohnte im Kapuzinerkloster anlässlich seines ersten [[Papstbesuch]]es [[1988]] in Salzburg und besuchte damals auch die Bewohner des Wehrturmers "Felixpforte" auf dem Kapuzinerberg.
  −
== Projekte ==
  −
* ''siehe auch: [[Ungebautes Salzburg]]
  −
In der Geschichte gab es verschiedene bauliche Projekte auf dem Kapuzinerberg. Nach 1800 war hier der Bau eines kurfürstlichen Palais geplant, nach 1810 der Bau einer "Walhalla", nach 1820 der Bau eines 150 m langen Wehr- und Kasernenbaues auf dem Kapuzinerbergplateau, aber auch der Ausbau der Oberen Gnigler Kavaliers zu einer großen Gefechtsstellung.
  −
  −
[[Friedrich Volderauer d. J.]] plante im 19. Jahrhundert eine Bergbahn mittels Luftballon bzw. Luftschiffen. Das Vorhaben scheiterte an der Konzession.
  −
  −
[[1894]] wurde vom [[Stadtverein Salzburg|''Stadt-Verschönerungsverein'']] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtspyramide, die mit Rücksicht auf den hohen Waldbestand eine Höhe von 30 Metern haben muss, auf der Kuppe neben der Restauration zum Franziski-Schlösschen um 900 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 17. April 1894 samt Finanzierung genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940420&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtspyramide%22&seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 20. April 1894]</ref>
  −
  −
[[1895]] wurde von Herrn Josef Woska, Besitzer einer [[Kur|Moor-Badeanstalt]] das Projekt zur Errichtung einer Aussichtsturmes aus Mauerwerk von 20 Metern und Holzbau von 10 Metern, insgesamt einer Höhe von 30 bis 32 Metern, sowie einer Zufahrtsstraße und mit Errichtungskosten von 6000 bis 8000 [[Gulden]] vorgeschlagen und vom Gemeinderat der Stadt Salzburg mit Beschluss vom 21. Oktober 1895 genehmigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18951023&query=%22Kapuzinerberg%22+%22Aussichtsthurm%22&seite=11 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. Oktober 1895]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=daf&datum=1895&page=169&size=45&qid=SYLSTX8KLZHUOK0O94GERL3ZPYU7TU anno.onb.ac.at/Der Alpenfreund, Ausgaben 1895, ]</ref>
  −
  −
In den Jahren 1895 und [[1898]] wurden jeweils Anträge zur Errichtung eines elektrischen Aufzuges auf den Kapuzinerberg hinauf von dem Grundstück [[Arenbergstraße]] 1 gestellt und vom Gemeinderat die Bewilligungen dafür erteilt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bau&datum=1895&page=214&size=45&qid=HBRNX7ITC4Q59JSYMN5D3U15NIPSO7 anno.onb.ac.at/Der Bautechniker, 1895, Seite 212]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980805&&query=%22kapuzinerberg%22seite=2 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 5. August 1898]</ref>
  −
  −
Ein offensichtlicher Faschingsscherz war die Pressemeldung im Zusammenhang mit einem Ball, nach der angeblich im Jahr [[1900]] eine [[Drahtseilbahn auf den Kapuzinerberg]] gebaut worden wäre. Die "Talstation" war dabei die Balllokalität. Der Scherz zeigt die vielfältigen Bemühungen um eine Aufschließung des Berges, die zum Teil auch spöttisch beobachtet wurden. 
  −
  −
[[1909]] wurde von [[Emil Hettwer]] und dem Stadt-Verschönerungsverein das Projekt zur Errichtung einer Aussichtswarte aus Holz um 10.000 [[Krone]]n wieder aufgegriffen. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090308&query=%22Kapuzinerberg%22+%22aussichtswarte%22&seite=4 anno.onb.ac.at/Salzburger Chronik, 8. März 1909]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19090308&seite=7&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22Aussichtswarte%22 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 8. März 1909]</ref>
  −
  −
In der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit war erneut geplant, auf dem Kapuzinerberg große Gebäudekomplexe zu errichten: ein Gauforum und ein Sportstadion an Stelle von Kapuzinerklosters und des Klostergartens und auf dem Plateau  d. h. westlich des Franziski-Schlössls ein ''Festspielhaus''. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine große Auffahrtsrampe vom Äußeren Stein aus. Der weitere Verlauf des Krieges und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Projekte.
  −
  −
Ein Kultur-Lehrweg mit kurzgefasster Darstellung der reichen Geschichte des Berges bietet sich an. Diese Idee konnte bisher aber noch nicht umgesetzt werden.
      
== Bilder ==
 
== Bilder ==