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== Leben ==
 
== Leben ==
Die ersten Jahre verbrachte er mit seiner Mutter und dem Großvater in der Nähe der serbischen Stadt Novi Sad. "''Wir hatten dort ein Gasthaus und ein bewirtschaftetes Feld, zudem zahlreiche Mitarbeiter''", sagt Filippi. [[1944]] musste er mit seiner Mutter das Dorf verlassen. Serbische Partisanen waren gekommen und vertrieben die deutschstämmigen Bewohner. "''Wir waren gerade beim Mittagessen, als die Partisanen vor der Tür standen. Innerhalb weniger Minuten mussten wir unsere Sachen packen und mit ihnen mitkommen''", sagt der Gneiser, der damals vier Jahre alt war. Gemeinsam mit seiner Mutter kam er in ein Arbeits- und Vernichtungslager bei Jarek. Dort waren über 30 000 Menschen. Unter schlimmsten Bedingungen mussten sie dort drei Jahre bleiben. "''Viele Menschen wurden umgebracht oder sind gestorben.''" Der Großvater blieb im Dorf und musste die Partisanen bewirten.
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Die ersten Jahre verbrachte er mit seiner Mutter und dem Großvater in der Nähe der serbischen Stadt Novi Sad. "''Wir hatten dort ein Gasthaus und ein bewirtschaftetes Feld, zudem zahlreiche Mitarbeiter''", sagt Filippi. [[1944]] musste er mit seiner Mutter das Dorf verlassen. Serbische Partisanen waren gekommen und vertrieben die deutschstämmigen Bewohner. "''Wir waren gerade beim Mittagessen, als die Partisanen vor der Tür standen. Innerhalb weniger Minuten mussten wir unsere Sachen packen und mit ihnen mitkommen''", sagt der Gneiser, der damals vierzehn Jahre alt war. Gemeinsam mit seiner Mutter kam er in ein Arbeits- und Vernichtungslager bei Jarek. Dort waren über 30 000 Menschen. Unter schlimmsten Bedingungen mussten sie dort drei Jahre bleiben. "''Viele Menschen wurden umgebracht oder sind gestorben.''" Der Großvater blieb im Dorf und musste die Partisanen bewirten.
    
[[1947]] gelang Filippi mit seiner Mutter die Flucht. Über [[Ungarn]] zog die Familie nach [[Oberösterreich]] und später nach Gneis, wo er seit [[1955]] wohnt. Über eine Mitarbeiterin in seiner [[Drogerie Filippi|Drogerie]] kam Siegfried Filippi zum [[Salzburger Narrensenat]], dem er später 33 Jahre als Obmann vorstand. In dieser Funktion organisierte er zahlreiche Bälle zur Faschingszeit, er verlieh den "[[Stier der Hohensalzburg]]" an prominente Personen aus Wirtschaft, Kultur und Sport. Er sammelte durch Tombolas und den Verkauf von Festschriften zahlreiche Spenden, unter anderem für behinderte und krebskranke Kinder. Etwas Sinnvolles zu tun, stand bei seiner Obmannschaft im Vordergrund.
 
[[1947]] gelang Filippi mit seiner Mutter die Flucht. Über [[Ungarn]] zog die Familie nach [[Oberösterreich]] und später nach Gneis, wo er seit [[1955]] wohnt. Über eine Mitarbeiterin in seiner [[Drogerie Filippi|Drogerie]] kam Siegfried Filippi zum [[Salzburger Narrensenat]], dem er später 33 Jahre als Obmann vorstand. In dieser Funktion organisierte er zahlreiche Bälle zur Faschingszeit, er verlieh den "[[Stier der Hohensalzburg]]" an prominente Personen aus Wirtschaft, Kultur und Sport. Er sammelte durch Tombolas und den Verkauf von Festschriften zahlreiche Spenden, unter anderem für behinderte und krebskranke Kinder. Etwas Sinnvolles zu tun, stand bei seiner Obmannschaft im Vordergrund.
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