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Der '''hydraulische Widder''', eine geniale Erfindung am Ende des 18. Jahrhunderts.
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Der '''hydraulische Widder''', eine geniale Erfindung am Ende des [[18. Jahrhundert]]s.
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Im Zeitalter der modernen Technik wird einem selten bewusst, welch großartige Erfindungen unsere Vorfahren gemacht haben. Eine davon ist der „hydraulische Widder“, eine Wasserpumpe, die weder Menschenkraft noch einen Motor zum Antrieb benötigt. Eine geradezu perfekte und umweltschonende Maschine.
 
Im Zeitalter der modernen Technik wird einem selten bewusst, welch großartige Erfindungen unsere Vorfahren gemacht haben. Eine davon ist der „hydraulische Widder“, eine Wasserpumpe, die weder Menschenkraft noch einen Motor zum Antrieb benötigt. Eine geradezu perfekte und umweltschonende Maschine.
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Erfunden wurde sie 1797 von Josef Michel Montgolfier, dem gleichen Mann, der 14 Jahre zuvor mit seinem jüngeren Bruder Jacques Etienne den ersten bemannten Flug mit einem Warmluftballon durchgeführt hatte. Er nannte die Pumpe wegen ihrer stoßweisen Funktion. „bélier hyraulique“, also „hydraulischer Widder“. In der Literatur ist u.a. auch die Bezeichnung “Montgolfiersche Wassermaschine“ oder "Stoßheber" verwendet worden.
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Erfunden wurde sie [[1797]] von Josef Michel Montgolfier, dem gleichen Mann, der 14 Jahre zuvor mit seinem jüngeren Bruder Jacques Etienne den ersten bemannten Flug mit einem Warmluftballon durchgeführt hatte. Er nannte die Pumpe wegen ihrer stoßweisen Funktion. „bélier hyraulique“, also „hydraulischer Widder“. In der Literatur ist u.a. auch die Bezeichnung “Montgolfiersche Wassermaschine“ oder "Stoßheber" verwendet worden.
    
Noch vor ca. 50 Jahren waren diese “Widder“ auch in unseren Gegenden zahlreich im Einsatz. Bei einer Wanderung durch die Landschaft war das charakteristische Geräusch dieses unermüdlichen „Nutztieres“, ein im gleichmäßigen zeitlichen Abstand von etwa einer knappen Sekunde erfolgender gedämpfter Schlag, nicht zu überhören.
 
Noch vor ca. 50 Jahren waren diese “Widder“ auch in unseren Gegenden zahlreich im Einsatz. Bei einer Wanderung durch die Landschaft war das charakteristische Geräusch dieses unermüdlichen „Nutztieres“, ein im gleichmäßigen zeitlichen Abstand von etwa einer knappen Sekunde erfolgender gedämpfter Schlag, nicht zu überhören.
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Die früheren Widder wurden je nach erforderlicher Förderhöhe und Fördermenge in verschiedenen Dimensionen erzeugt. Sie waren aus Bronze- oder Stahlguss gefertigt und bestanden aus einer als Grundplatte ausgeführten Kammer, einem Windkessel und zwei Ventilen sowie den entsprechenden Anschlüssen für die Wasserzuleitung vom Quellfassungsbehälter und für die Steigleitung zum Hochbehälter (Speicherbehälter). Im [[Salzburger Freilichtmuseum|Freilichtmuseum Großgmain]] wurde ein Widder älterer Bauart installiert, der Wasser aus einem Bächlein über eine geschätzte Höhendifferenz von 25 m zu einem Wassertrog des Oberfurtlehens fördert. Auch heute werden noch „Widder“ erzeugt, freilich in moderner Technik, vor allem für Jagd -und Almhütten, die keinen Stromanschluss für eine Wasserpumpe besitzen.  
 
Die früheren Widder wurden je nach erforderlicher Förderhöhe und Fördermenge in verschiedenen Dimensionen erzeugt. Sie waren aus Bronze- oder Stahlguss gefertigt und bestanden aus einer als Grundplatte ausgeführten Kammer, einem Windkessel und zwei Ventilen sowie den entsprechenden Anschlüssen für die Wasserzuleitung vom Quellfassungsbehälter und für die Steigleitung zum Hochbehälter (Speicherbehälter). Im [[Salzburger Freilichtmuseum|Freilichtmuseum Großgmain]] wurde ein Widder älterer Bauart installiert, der Wasser aus einem Bächlein über eine geschätzte Höhendifferenz von 25 m zu einem Wassertrog des Oberfurtlehens fördert. Auch heute werden noch „Widder“ erzeugt, freilich in moderner Technik, vor allem für Jagd -und Almhütten, die keinen Stromanschluss für eine Wasserpumpe besitzen.  
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Nachfolgend eine Erläuterung der Funktionsweise anhand einer Prinzipskizze.
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=====Nachfolgend eine Erläuterung der Funktionsweise anhand einer Prinzipskizze=====
 
[[Bild:Datei.gif|thumb|300px|Prinzipskizze]]
 
[[Bild:Datei.gif|thumb|300px|Prinzipskizze]]
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*Skizze: Vereinfachte Darstellung des Hofer Widders durch den Verf.d.Eintrages.Diese Skizze basiert auf der Zeichnung des Verf., die in der Reportage der SN, Lokalteil S.16. vom Montag, 14. September 1998 enthalten ist.
 
*Skizze: Vereinfachte Darstellung des Hofer Widders durch den Verf.d.Eintrages.Diese Skizze basiert auf der Zeichnung des Verf., die in der Reportage der SN, Lokalteil S.16. vom Montag, 14. September 1998 enthalten ist.
 
*Gschwandtner, Martin: Referat in der LV (KO) Innovationen, Technologietransfer und Industriespionage im SS 1999, bei Prof. Reith an der UNI Salzburg, Teil 2: Vorstellung eines Beispieles aus der Praxis: der hydraulische Widder.
 
*Gschwandtner, Martin: Referat in der LV (KO) Innovationen, Technologietransfer und Industriespionage im SS 1999, bei Prof. Reith an der UNI Salzburg, Teil 2: Vorstellung eines Beispieles aus der Praxis: der hydraulische Widder.
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[[Kategorie:Technik]]
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[[Kategorie:Flachgau]]
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[[Kategorie:Hof bei Salzburg]]

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