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| − | Die reiche Münzmeisterfamilie [[Thenn]] ließ das Schlössl zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s erbauen. [[1590]] erwarb es [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als Sommersitz. Nach einer wechselvollen Geschichte − u. a. war der Zündholzfabrikant [[Ludwig Achleitner]] vor [[1875]] Besitzer, [[1892]] erwarb es der russische Oberst [[Basilius von Paschkoff]] (Namensgeber der [[Paschkoffwiese]]) − ist es seit [[1926]] im Besitz der [[Kongregation der Pallottiner]]. | + | Die von [[Lorenz Hübner]] erhobene Meinung in seiner ''Beschreibung der Haupt- und Residenzstadt Salzburg'' (1793, Seite 475), das Schloss sei einst von den Rittern von Weittingen errichtet worden, entspricht nicht den Tatsachen. Ein solches Rittergeschlecht hatte es im [[15. Jahrhundert]] in Salzburg nicht gegeben. Sehr wohl aber gab es einen [[Domdechant]]en mit dem Namen Johann Krafft von Weittingen (genannt [[1603]] als Erneuerer einer [[Marmor]]tafel in der Schlosskapelle). |
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| | + | Es war die reiche Münzmeisterfamilie [[Thenn]], die das Schlössl zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s erbauen ließ. Georg Thenn kaufte am [[2. November]] [[1511]] von Wolf Reinthaler ein Grundstück, das ''die Schluchten'' genannt wurde. Am [[9. Oktober]] [[1554]] erwarb er von den Vormünden der Christoph Saxlschen Kinder deren Behausung samt Stadel und Grundstücken sowie das kleine Haus auf dem ''Vogelthenn''. |
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| | + | In einem Erbschaftsstreit nach dem Tod seiner Frau zeigte es sich, dass Georg Thenn seinen Besitz an [[Ludwig Alt VI.|Ludwig Alt IV.]] (die Familie [Alt]] war mit der Familie Thenn verwandt) verpfändet hatte. Dessen einzige Tochter heiratete den fürstlichen Rat und Untermarschall Sebastian von Haunsberg. Das Ehepaar verkaufte [[1589]] den Besitz an [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der es zu seinem Sommersitz machte. Bald schon hatte Wolf Dietrich die Freude am Schloss verloren und gab das ''Thennschlössl'' mit dem ''Frankmannschlössl'' im Tausch gegen einen Teil des ''Dechanteigartens'' dem [[Salzburger Domkapitel]]. Fortan hieß das Schlössl ''Dekanatschlösschen''. |
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| | + | Am [[29. September]] [[1678]] erwarb die [[Hohe Salzburger Landschaft]] das Schlössl. Diese brachten dann Soldatenfamilien darin unter. [[1713]] waren 39 Männer, 41 Frauen und 68 (!) Kinder dort wohnhaft. Für alle Soldatenkinder des Mönchsbergs war im Schlössl eine Schule untergebracht. Als Lehrer fungierte ein Gefreiter oder Korporal, der gleichzeitig auch den Mesnerdienst in der Schlosskapelle versah. Nach den Soldaten zogen Invalide, Offiziere und Mannschaft ein, die den Mönchsberg zu bewachen hatten, anschließend scharf bewachte Sträflinge des Zuchthauses, die in den Hallen des Schlössl arbeiten mussten. |
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| | + | Nach den [[Salzburg unter Napoleon|Napoleonischen Kriegen]] wurde es nach der Lagerung von Schießpulver als Lazarett verwendet. |
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| | + | Nach einer wechselvollen Geschichte − u. a. war der Zündholzfabrikant [[Ludwig Achleitner]] ab [[1858]] Besitzer, am [[18. Juli]] [[1892]] erwarb es der russische Oberst [[Basilius von Paschkoff]] (Namensgeber der [[Paschkoffwiese]]) − ist es seit [[1926]] im Besitz der [[Kongregation der Pallottiner]]. |
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| | Ab [[1922]] lebte hier [[Alexej Stachowitsch]], der Gründer des [[Werkschulheim Felbertal|Werkschulheims Felbertal]]. | | Ab [[1922]] lebte hier [[Alexej Stachowitsch]], der Gründer des [[Werkschulheim Felbertal|Werkschulheims Felbertal]]. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | * [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/johannesschloessl.htm www.salzburg.gv.at] | | * [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/johannesschloessl.htm www.salzburg.gv.at] |
| | + | * [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1930&page=34&size=21 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Dr. [[Adolf Frank]]: ''Der Mönchsberg und seine Baulichkeiten'', Seite 35ff |
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| | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |