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Der Hort, dessen zentrale Gabe die Himmelsscheibe darstellt, wird dieser Periode zugeordnet. Er wird zwischen [[1700]] und [[1500]] datiert. Neben diesem Hortfund sind noch andere Hortfunde aus demselben Zeitraum  bekannt. Außer diesen gibt es aus der Aunjetitzer Kultur zahlreiche Grabfunde, aber nur wenig Siedlungsfunde. Man rechnet die Aunjetitzer Kultur zur Frühbronzezeit, obwohl erst um die Wende zum Zweiten Jahrtausend eine größere Anzahl von Gegenständen aus Bronze vorkommen.
 
Der Hort, dessen zentrale Gabe die Himmelsscheibe darstellt, wird dieser Periode zugeordnet. Er wird zwischen [[1700]] und [[1500]] datiert. Neben diesem Hortfund sind noch andere Hortfunde aus demselben Zeitraum  bekannt. Außer diesen gibt es aus der Aunjetitzer Kultur zahlreiche Grabfunde, aber nur wenig Siedlungsfunde. Man rechnet die Aunjetitzer Kultur zur Frühbronzezeit, obwohl erst um die Wende zum Zweiten Jahrtausend eine größere Anzahl von Gegenständen aus Bronze vorkommen.
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==Herstellung und Herkunft des Rohmaterials==
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==Herstellung der Scheibe und Herkunft des Rohmaterials==
 
Die Sonnenscheibe von Nebra besteht aus Bronze, einer Legierung von Kupfer und Zinn. Sie wurde nicht gegossen sondern kalt geschmiedet. Das Rohmaterial war ein Kupferbarren mit etwa 15 – 20 cm Durchmesser und etwa 1 bis 1,5 cm Dicke. Die Bronze weist einen niedrigen Zinngehalt auf und ist dadurch ungewöhnlich weich. Der Handwerker war mit der Technik vertraut, aber es passierten ihm auch Fehler, erkennbar an einigen Rissen am Rand der Scheibe. Aber erst durch das Anbringen der Himmelskörper aus Gold wurde das Bronzeblech zur Himmelsscheibe. Die Anbringung erfolgte in einer Technik, die bis zu dieser Zeit in Mitteleuropa nicht gebräuchlich war. Die angewandte Tauschiertechnik stammte aus dem mediterranen Raum, insbesondere aus der Mykenischen Kultur. Der Handwerker muss diese Technik gekannt oder von ihr gehört haben und versuchte bei seiner Arbeit eine ähnliche Wirkung zu erzielen.  
 
Die Sonnenscheibe von Nebra besteht aus Bronze, einer Legierung von Kupfer und Zinn. Sie wurde nicht gegossen sondern kalt geschmiedet. Das Rohmaterial war ein Kupferbarren mit etwa 15 – 20 cm Durchmesser und etwa 1 bis 1,5 cm Dicke. Die Bronze weist einen niedrigen Zinngehalt auf und ist dadurch ungewöhnlich weich. Der Handwerker war mit der Technik vertraut, aber es passierten ihm auch Fehler, erkennbar an einigen Rissen am Rand der Scheibe. Aber erst durch das Anbringen der Himmelskörper aus Gold wurde das Bronzeblech zur Himmelsscheibe. Die Anbringung erfolgte in einer Technik, die bis zu dieser Zeit in Mitteleuropa nicht gebräuchlich war. Die angewandte Tauschiertechnik stammte aus dem mediterranen Raum, insbesondere aus der Mykenischen Kultur. Der Handwerker muss diese Technik gekannt oder von ihr gehört haben und versuchte bei seiner Arbeit eine ähnliche Wirkung zu erzielen.  
 
Nach komplizierten und vielfältigen  - auch kriminaltechnischen – Untersuchungen weiß man heute, dass das Kupfer als Rohmaterial aus dem Ostalpenraum und zwar konkret aus dem Mitterberger Kupferrevier in [[Mühlbach am Hochkönig]] stammt. Das verwendete  Gold ist sehr silberhältig und weist Spuren von Zinn auf, was den Schluss zulässt, dass es in Siebenbürgen gewonnen wurde.
 
Nach komplizierten und vielfältigen  - auch kriminaltechnischen – Untersuchungen weiß man heute, dass das Kupfer als Rohmaterial aus dem Ostalpenraum und zwar konkret aus dem Mitterberger Kupferrevier in [[Mühlbach am Hochkönig]] stammt. Das verwendete  Gold ist sehr silberhältig und weist Spuren von Zinn auf, was den Schluss zulässt, dass es in Siebenbürgen gewonnen wurde.
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==Quellen==
 
==Quellen==
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