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| | Im [[Lungau]] im [[Noisgraben]] bei [[Vordermuhr]] in der Gemeinde [[Muhr]] ging eine [[Lawine]] ab, die L 211, [[Muhrer Landesstraße]], war deshalb ab [[Hemerach]] bis zur Ortschaft Muhr auf einer Länge von zirka 3,5 Kilometer gesperrt, weiters die B 95, [[Turracher Straße]], zwischen [[Tamsweg]] und Madling, die L 231, [[Göriacher Landesstraße]], die L 262, [[Prebersee Landesstraße]], von Tamsweg bis zur Landesgrenze zur [[Steiermark]]. | | Im [[Lungau]] im [[Noisgraben]] bei [[Vordermuhr]] in der Gemeinde [[Muhr]] ging eine [[Lawine]] ab, die L 211, [[Muhrer Landesstraße]], war deshalb ab [[Hemerach]] bis zur Ortschaft Muhr auf einer Länge von zirka 3,5 Kilometer gesperrt, weiters die B 95, [[Turracher Straße]], zwischen [[Tamsweg]] und Madling, die L 231, [[Göriacher Landesstraße]], die L 262, [[Prebersee Landesstraße]], von Tamsweg bis zur Landesgrenze zur [[Steiermark]]. |
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| − | Im [[Pongau]] gab es an der B 167, der [[Gasteiner Straße]] und an der B 164, der [[Hochkönig Straße]], umgestürzte Bäume. Im [[Pinzgau]] galt Kettenpflicht über den [[Dientner Sattel]]. Auf dem [[Gaisberg]] galt ab der [[Zistelalm]] für Fahrzeuge ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen Kettenpflicht. Das [[Landesfeuerwehrkommando]] meldet am 13. November 2019 um 12 Uhr den Einsatz von 33 Feuerwehren mit 477 Mann in 65 Gebieten.<ref>Quelle [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62556 13. November 2019]</ref> | + | Im [[Pongau]] gab es an der B 167, der [[Gasteiner Straße]] und an der B 164, der [[Hochkönig Straße]], umgestürzte Bäume. Im [[Pinzgau]] galt Kettenpflicht über den [[Dientner Sattel]]. Auf dem [[Gaisberg]] galt ab der [[Zistelalm]] für Fahrzeuge ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen Kettenpflicht. Das [[Landesfeuerwehrkommando]] meldet am 13. November 2019 um 12 Uhr den Einsatz von 33 Feuerwehren mit 477 Mann in 65 Gebieten.<ref>Quelle [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62556 13. November 2019]</ref> |
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| − | Teilweise waren im Lungau in der ersten Schneenacht bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen, in den höheren Lagen, auch in bewohnten Bereichen, noch weitaus mehr, bis zu 70 Zentimeter. Neben zahlreichen Straßensperren waren in der Marktgemeinde Tamsweg die Ortsteile [[Lasaberg]], [[Haiden (Tamsweg)|Haiden]], [[Gensgitsch]] und [[Keusching (Tamsweg)|Keusching]], in [[St. Andrä im Lungau|St. Andrä]] der Ortsteil [[Lasa]], in [[Ramingstein]] die Ortsteile [[Keusching (Ramingstein)|Keusching]], [[Mitterberg (Ramingstein)|Mitterberg]] und [[Karneralm]], in [[Mauterndorf]] der Ortsteil [[Fanningberg]] sowie das gesamte Gemeindegebiet von Muhr ab dem Ortsteil Hemerach von der Außenwelt abgeschnitten.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62560 13. November 2019]</ref> | + | Teilweise waren im Lungau in der ersten Schneenacht bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen, in den höheren Lagen, auch in bewohnten Bereichen, noch weitaus mehr, bis zu 70 Zentimeter. Neben zahlreichen Straßensperren waren in der Marktgemeinde Tamsweg die Ortsteile [[Lasaberg]], [[Haiden (Tamsweg)|Haiden]], [[Gensgitsch]] und [[Keusching (Tamsweg)|Keusching]], in [[St. Andrä im Lungau|St. Andrä]] der Ortsteil [[Lasa]], in [[Ramingstein]] die Ortsteile [[Keusching (Ramingstein)|Keusching]], [[Mitterberg (Ramingstein)|Mitterberg]] und [[Karneralm]], in [[Mauterndorf]] der Ortsteil [[Fanningberg]] sowie das gesamte Gemeindegebiet von Muhr ab dem Ortsteil Hemerach von der Außenwelt abgeschnitten.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62560 13. November 2019]</ref> |
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| | Am [[14. November]] waren neben den Volksschulen [[Volksschule Seetal|Seetal]] und [[Volksschule Ramingstein|Ramingstein]] aufgrund fehlender Stromversorgung bleibt auch die [[Volksschule St. Andrä im Lungau|Volksschule St. Andrä]] wegen Baumbruchgefahr geschlossen. Die Lawinensituation im Bereich Muhr war nach einer Befliegung entspannt. | | Am [[14. November]] waren neben den Volksschulen [[Volksschule Seetal|Seetal]] und [[Volksschule Ramingstein|Ramingstein]] aufgrund fehlender Stromversorgung bleibt auch die [[Volksschule St. Andrä im Lungau|Volksschule St. Andrä]] wegen Baumbruchgefahr geschlossen. Die Lawinensituation im Bereich Muhr war nach einer Befliegung entspannt. |
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| − | Der erste heftige Wintereinbruch hatte Einsatzkräfte, Behörden und auch private Helfer im Lungau auf Trab gehalten. Am 14. November hatte sich dann die Lage wieder entspannt. Durch die intensiven Aufräumarbeiten konnte die Normalität im Alltag weitgehend wiederhergestellt werden teilte Katastrophenschutzreferent Philipp Santner von der [[Bezirkshauptmannschaft Tamsweg]]. Die [[Salzburg AG]] rechnete damit, dass bis 18 Uhr die Stromversorgung in allen besiedelten Gebieten des Bezirks bis auf die Karneralm (Gemeinde Ramingstein) sowie [[Schönfeld]] ([[Thomatal]]) wieder gewährleistet war.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62569 14. November 2019]</ref> | + | Der erste heftige Wintereinbruch hatte Einsatzkräfte, Behörden und auch private Helfer im Lungau auf Trab gehalten. Am 14. November hatte sich dann die Lage wieder entspannt. Durch die intensiven Aufräumarbeiten konnte die Normalität im Alltag weitgehend wiederhergestellt werden teilte Katastrophenschutzreferent Philipp Santner von der [[Bezirkshauptmannschaft Tamsweg]]. Die [[Salzburg AG]] rechnete damit, dass bis 18 Uhr die Stromversorgung in allen besiedelten Gebieten des Bezirks bis auf die Karneralm (Gemeinde Ramingstein) sowie [[Schönfeld]] ([[Thomatal]]) wieder gewährleistet war.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62569 14. November 2019]</ref> |
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| | ==== Bildergalerie 13. und 14. November ==== | | ==== Bildergalerie 13. und 14. November ==== |
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| | Am [[17. November]] wurde bis in die Nacht ist für den Pinzgau und Pongau ergiebiger Niederschlag vorhergesagt. Vorsorglich wurden im Pinzgau 13 Gebäude evakuiert, nn [[Taxenbach]], [[Bruck an der Großglocknerstraße]], [[Fusch an der Großglocknerstraße]] und Rauris waren 200 Personen vom Straßennetz abgeschnitten. | | Am [[17. November]] wurde bis in die Nacht ist für den Pinzgau und Pongau ergiebiger Niederschlag vorhergesagt. Vorsorglich wurden im Pinzgau 13 Gebäude evakuiert, nn [[Taxenbach]], [[Bruck an der Großglocknerstraße]], [[Fusch an der Großglocknerstraße]] und Rauris waren 200 Personen vom Straßennetz abgeschnitten. |
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| − | Im Bereich der [[Tauern]] wurden innerhalb von 24 Stunden etwa 90 Millimeter Niederschlag erwartet. Gleichzeitig wehte kräftiger Südföhn, der Spitzen bis zu 80 km/h in den Tälern und bis zu 100 km/h auf den Bergen erreichen konnte. Die Schneefallgrenze stieg im Lauf des Tages auf 1 400 bis 1 800 [[m ü. A.]] an. Dadurch verringerte sich die Gefahr von unter der Schneelast umstürzenden Bäumen, allerdings rechneten die Experten des Hochwasserwarndiensts, dass der Pegelstand der Bäche und Flüsse steigt. Am Abend gab es eine Zivilschutzwarnung für Muhr, [[Großarl]], [[Hüttschlag]] und Bad [[Hofgastein]] - Bewohner sollen Häuser nicht verlassen.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62581 17. November 2019]</ref> | + | Im Bereich der [[Tauern]] wurden innerhalb von 24 Stunden etwa 90 Millimeter Niederschlag erwartet. Gleichzeitig wehte kräftiger Südföhn, der Spitzen bis zu 80 km/h in den Tälern und bis zu 100 km/h auf den Bergen erreichen konnte. Die Schneefallgrenze stieg im Lauf des Tages auf 1 400 bis 1 800 [[m ü. A.]] an. Dadurch verringerte sich die Gefahr von unter der Schneelast umstürzenden Bäumen, allerdings rechneten die Experten des Hochwasserwarndiensts, dass der Pegelstand der Bäche und Flüsse steigt. Am Abend gab es eine Zivilschutzwarnung für Muhr, [[Großarl]], [[Hüttschlag]] und Bad [[Hofgastein]] - Bewohner sollen Häuser nicht verlassen.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62581 17. November 2019]</ref> |
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| − | Mehr als 800 Einsatzkräfte waren im Pinzgau, Pongau und Lungau im Einsatz. Das Ortszentrum von Zell am See an 17. November nicht erreichbar. Im Pinzgau waren die Gemeinden oder Ortsteile [[Viehofen]], [[Saalbach-Hinterglemm]], [[Lend]]-[[Embach]], Rauris, Taxenbach, Fusch, Zell am See, [[Piesendorf]], [[Niedernsill]], [[Uttendorf]], [[Königsleiten]] und [[Stuhlfelden]] von starken Regenfällen und Vermurungen betroffen. Im Pinzgau wurden 23 Gebäude evakuiert, im Lungau mussten insgesamt 24 Häuser, in Ramingstein acht, in [[Zederhaus]] eines und in Muhr im Lungau 15 evakuiert werden. Es gab zahlreiche Straßensperren.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62583 17. November 2019]</ref> | + | Mehr als 800 Einsatzkräfte waren im Pinzgau, Pongau und Lungau im Einsatz. Das Ortszentrum von Zell am See an 17. November nicht erreichbar. Im Pinzgau waren die Gemeinden oder Ortsteile [[Viehofen]], [[Saalbach-Hinterglemm]], [[Lend]]-[[Embach]], Rauris, Taxenbach, Fusch, Zell am See, [[Piesendorf]], [[Niedernsill]], [[Uttendorf]], [[Königsleiten]] und [[Stuhlfelden]] von starken Regenfällen und Vermurungen betroffen. Im Pinzgau wurden 23 Gebäude evakuiert, im Lungau mussten insgesamt 24 Häuser, in Ramingstein acht, in [[Zederhaus]] eines und in Muhr im Lungau 15 evakuiert werden. Es gab zahlreiche Straßensperren.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62583 17. November 2019]</ref> |
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| | === Mure traf Häuser in Gastein: Helfer riskierten ihr Leben, um Frauen zu retten === | | === Mure traf Häuser in Gastein: Helfer riskierten ihr Leben, um Frauen zu retten === |
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| | Nach 22 Uhr am [[17. November]] verschüttete in [[Badbruck]] in [[Bad Gastein]] eine [[Mure]] ein Haus und drückte in Folge ein zweites Haus zusammen. Zwei Personen waren verschüttet. Die erste Person war rasch geborgen, die zweite konnte jedoch von der [[Freiwillige Feuerwehr Bad Gastein|Freiwilligen Feuerwehr Bad Gastein]] nur unter Lebensgefahr geborgen werden. Eine 75-Jährige kam relativ glimpflich davon. Sie wird mit leichten Verletzungen stationär behandelt. Ihre 79-jährige Nachbarin wurde hingegen wegen der Art und Schwere ihrer Verletzungen ins [[Landeskrankenhaus]] in der [[Stadt Salzburg]] gebracht. | | Nach 22 Uhr am [[17. November]] verschüttete in [[Badbruck]] in [[Bad Gastein]] eine [[Mure]] ein Haus und drückte in Folge ein zweites Haus zusammen. Zwei Personen waren verschüttet. Die erste Person war rasch geborgen, die zweite konnte jedoch von der [[Freiwillige Feuerwehr Bad Gastein|Freiwilligen Feuerwehr Bad Gastein]] nur unter Lebensgefahr geborgen werden. Eine 75-Jährige kam relativ glimpflich davon. Sie wird mit leichten Verletzungen stationär behandelt. Ihre 79-jährige Nachbarin wurde hingegen wegen der Art und Schwere ihrer Verletzungen ins [[Landeskrankenhaus]] in der [[Stadt Salzburg]] gebracht. |
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| − | Am Montag, den [[18. November]] entspannte sich die Hochwassersituation weitgehend. Viele Straßen und einige Schulen bliebben gesperrt, und die Zivilschutzwarnungen für [[Muhr]] im [[Lungau]] sowie in Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein im Pongau waren bis auf weiteres aufrecht.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62589 18. November 2019]</ref> | + | Am Montag, den [[18. November]] entspannte sich die Hochwassersituation weitgehend. Viele Straßen und einige Schulen bliebben gesperrt, und die Zivilschutzwarnungen für [[Muhr]] im [[Lungau]] sowie in Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein im Pongau waren bis auf weiteres aufrecht.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62589 18. November 2019]</ref> |
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| | == Dezember 2019 und Jänner 2020 == | | == Dezember 2019 und Jänner 2020 == |