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| | Bis ins spätere [[19. Jahrhundert]] war das Neutor von einem Zwinger geschützt, der mit einem Steckentor (d. h. mit Palisaden) geschlossen werden konnte. Um 1830 bestanden auf der Südseite noch ein k.k. Maut- und ein k.k. Wachhaus. | | Bis ins spätere [[19. Jahrhundert]] war das Neutor von einem Zwinger geschützt, der mit einem Steckentor (d. h. mit Palisaden) geschlossen werden konnte. Um 1830 bestanden auf der Südseite noch ein k.k. Maut- und ein k.k. Wachhaus. |
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| | + | Das Neutor wurde aufgrund von Reparaturarbeiten am [[Konglomerat]] vom Herbst 2009 bis ins Frühjahr 2010 zeitweise gesperrt. Beim Ostportal bröckelte der Konglomerat. Die Kosten dafür betrugen rund 760.000 Euro, die zum Großteil von der Stadt Salzburg getragen wurden. |
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| | == Kurioses == | | == Kurioses == |
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| | Warum zwei Medusen am Neutor? Johann Baptist Hagenauer hatte in Italien studiert. Das inspirierte ihn wohl zu klassizistischeren Formen. Ihre Funktion am Neutor ist am ehesten mit der von Wachen zu erklären. Der böse Blick der beiden Medusen soll als Schutz vor Unheil dienen.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom 8. November 2019, ein Beitrag von [[Daniele Pabinger]] in der Kolumne [[Kulturklauberin]];</ref> | | Warum zwei Medusen am Neutor? Johann Baptist Hagenauer hatte in Italien studiert. Das inspirierte ihn wohl zu klassizistischeren Formen. Ihre Funktion am Neutor ist am ehesten mit der von Wachen zu erklären. Der böse Blick der beiden Medusen soll als Schutz vor Unheil dienen.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom 8. November 2019, ein Beitrag von [[Daniele Pabinger]] in der Kolumne [[Kulturklauberin]];</ref> |
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| − | Für die Statue des hl. Sigismund als Bekrönung des Tores am Riedenburger Portal wurde ein 14 Schuh hohen [[Marmor]]blocks von einem Steinbruch am [[Untersberg]] geholt. Der Transport gestaltete sich dramatisch. Neunzehn Paar Pferde zogen den Block in Tagesetappen zu jeweils zehn bis zwölf Schritt. Als der Transport dann die Stadt erreicht hatte, waren die Straßen dichtgedrängt von Schaulustigen gefüllt.<ref>Quelle [https://www.traunsteiner-tagblatt.de/das-traunsteiner-tagblatt/chiemgau-blaetter/chiemgau-blaetter-2019_ausgabe,-ein-meisterwerk-der-kunst-und-der-technik-_chid,876.html www.traunsteiner-tagblatt.de], abgefragt 20. Dezember 2019</ref> | + | Für die Statue des hl. Sigismund als Bekrönung des Tores am Riedenburger Portal wurde ein 14 Schuh hohen [[Marmor]]blocks von einem Steinbruch am [[Untersberg]] geholt. Der Transport gestaltete sich dramatisch (siehe dazu [[Klausbachbrücke#Geschichte|Klausbachbrücke]]). Neunzehn Paar Pferde zogen den Block in Tagesetappen zu jeweils zehn bis zwölf Schritt. Als der Transport dann die Stadt erreicht hatte, waren die Straßen dichtgedrängt von Schaulustigen gefüllt.<ref>Quelle [https://www.traunsteiner-tagblatt.de/das-traunsteiner-tagblatt/chiemgau-blaetter/chiemgau-blaetter-2019_ausgabe,-ein-meisterwerk-der-kunst-und-der-technik-_chid,876.html www.traunsteiner-tagblatt.de], abgefragt 20. Dezember 2019</ref> |
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| | == Technische Daten == | | == Technische Daten == |
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| | Der tatsächliche Grund für die Neigung des Tunnels liegt jedoch darin, dass aus militärischen Gründen das westliche Portal und die umgebende Wehranlage höher liegen sollte als seine unmittelbare Umgebung. Eine erhöhte Stellung lässt sich leichter verteidigen. [[1915]] wurde das Neutor für die Fortsetzung der [[Gelbe Elektrische|Stadtbahn]], sowie für die gleichzeitige Nutzung durch Automobile um sieben Millionen [[Krone]]n auf zwölf Meter verbreitert. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19140528&query=%22erweiterung%22+%22neutor%22&seite=1 ANNO], [[Salzburger Wacht]], 28. Mai 1914, Seite 1</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19141117&query=%22erweiterung%22+%22neutor%22&seite=6 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 17. November 1914, Seite 6</ref> Der Fahrrad-Tunnel links parallel zum Neutor wurde [[1974]] beim Bau der [[Altstadt-Garage]] errichtet. | | Der tatsächliche Grund für die Neigung des Tunnels liegt jedoch darin, dass aus militärischen Gründen das westliche Portal und die umgebende Wehranlage höher liegen sollte als seine unmittelbare Umgebung. Eine erhöhte Stellung lässt sich leichter verteidigen. [[1915]] wurde das Neutor für die Fortsetzung der [[Gelbe Elektrische|Stadtbahn]], sowie für die gleichzeitige Nutzung durch Automobile um sieben Millionen [[Krone]]n auf zwölf Meter verbreitert. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19140528&query=%22erweiterung%22+%22neutor%22&seite=1 ANNO], [[Salzburger Wacht]], 28. Mai 1914, Seite 1</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19141117&query=%22erweiterung%22+%22neutor%22&seite=6 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 17. November 1914, Seite 6</ref> Der Fahrrad-Tunnel links parallel zum Neutor wurde [[1974]] beim Bau der [[Altstadt-Garage]] errichtet. |
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| − | == Restaurierung 2009/2010 ==
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| − | Das Neutor wurde aufgrund von Reparaturarbeiten am [[Konglomerat]] vom Herbst 2009 bis ins Frühjahr 2010 zeitweise gesperrt. Beim Ostportal bröckelte der Konglomerat. Die Kosten dafür betrugen rund 760.000 Euro, die zum Großteil von der Stadt Salzburg getragen wurden.
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| | == Bildergalerie == | | == Bildergalerie == |
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| | Bild:Siegmundstor (Schild Altstadtseite) 21.07.2007.JPG|Schild an der Altstadtseite | | Bild:Siegmundstor (Schild Altstadtseite) 21.07.2007.JPG|Schild an der Altstadtseite |
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