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Der Betrieb der Schleppbahn durch die [[TKW]] wurde im Jahr [[1969]] eingestellt. Die Betriebsführung wurde mittels Vertragsabschluss im Jahr [[1969]] der ÖBB überlassen. Nun gab es nur mehr Fahrten zur Instandhaltung der Trasse, u.a. zum Einsatz von Unkrautvertilgungsmitteln. Am [[24.6.1985]] erfolgte der Vorstandsbeschluss der [[TKW]] über die Auflassung der Bahn. Die Gleisanlagen wurden erst im Jahr [[1988]] abgebaut. Das Schienenmaterial konnte von der IG Museumstramway, Betreiber der Museumsbahn in Mariazell, erworben werden. (Anm.d.Verf.: Die Mariazeller-Museumsbahn führt vom Bahnhof Mariazell, der im Gemeindebereich von St. Sebastian – die nördlichste Gemeinde der Steiermark – liegt, zum Erlaufsee).  
 
Der Betrieb der Schleppbahn durch die [[TKW]] wurde im Jahr [[1969]] eingestellt. Die Betriebsführung wurde mittels Vertragsabschluss im Jahr [[1969]] der ÖBB überlassen. Nun gab es nur mehr Fahrten zur Instandhaltung der Trasse, u.a. zum Einsatz von Unkrautvertilgungsmitteln. Am [[24.6.1985]] erfolgte der Vorstandsbeschluss der [[TKW]] über die Auflassung der Bahn. Die Gleisanlagen wurden erst im Jahr [[1988]] abgebaut. Das Schienenmaterial konnte von der IG Museumstramway, Betreiber der Museumsbahn in Mariazell, erworben werden. (Anm.d.Verf.: Die Mariazeller-Museumsbahn führt vom Bahnhof Mariazell, der im Gemeindebereich von St. Sebastian – die nördlichste Gemeinde der Steiermark – liegt, zum Erlaufsee).  
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==Von der Schleppbahntrasse zum „Romantikweg“
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==Von der Schleppbahntrasse zum „Romantikweg“==
    
„Die Gemeinde Bruck hat die ehemalige Schleppbahntrasse gekauft, um auf ihr einen Romantikweg anzulegen.“ (freiheitlicher Gemeindekurier Bruck). „Romantikweg als Fremdenverkehrsattraktion“. (Bruck aktiv, ÖVP-Ortsgruppe Bruck). So und ähnlich lauteten in den Jahren [[1988]] und [[1989]] die Schlagzeilen in Bruck. Am [[13.7.1989]] konnte die Gemeinde [[Bruck]] jenen Teil der Schleppbahntrasse, der auf [[Bruck]]er Gemeindegebiet liegt, von der [[TKW]] um ATS 1,700.000,- käuflich erwerben. Hier ist hervorzuheben, dass die TKW-Verantwortlichen im Interesse des Allgemeinwohles dem geringeren Gebot der Gemeinde den Vorzug gegeben haben, obwohl ein weit höheres eines privaten Interessenten vorlag.  
 
„Die Gemeinde Bruck hat die ehemalige Schleppbahntrasse gekauft, um auf ihr einen Romantikweg anzulegen.“ (freiheitlicher Gemeindekurier Bruck). „Romantikweg als Fremdenverkehrsattraktion“. (Bruck aktiv, ÖVP-Ortsgruppe Bruck). So und ähnlich lauteten in den Jahren [[1988]] und [[1989]] die Schlagzeilen in Bruck. Am [[13.7.1989]] konnte die Gemeinde [[Bruck]] jenen Teil der Schleppbahntrasse, der auf [[Bruck]]er Gemeindegebiet liegt, von der [[TKW]] um ATS 1,700.000,- käuflich erwerben. Hier ist hervorzuheben, dass die TKW-Verantwortlichen im Interesse des Allgemeinwohles dem geringeren Gebot der Gemeinde den Vorzug gegeben haben, obwohl ein weit höheres eines privaten Interessenten vorlag.  
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Zweck des Erwerbes durch die Gemeinde war die Absicht zur Errichtung einer gemeindeübergreifenden Freizeitanlage in Absprache mit der Gemeinde [[Kaprun]], die über den Anteil auf Kapruner Gemeindegebiet verfügte. Der sog. „Romantikweg“ sollte nach dem Willen der beiden Gemeinden und der sog. [[Europa-Sportregion]] ursprünglich acht bis zehn Meter breit werden, aus einem Gehweg, einem Radweg sowie einem Kutschen- und Reitweg bestehen und mehrere Rast- und Informationsstationen aufweisen.  
 
Zweck des Erwerbes durch die Gemeinde war die Absicht zur Errichtung einer gemeindeübergreifenden Freizeitanlage in Absprache mit der Gemeinde [[Kaprun]], die über den Anteil auf Kapruner Gemeindegebiet verfügte. Der sog. „Romantikweg“ sollte nach dem Willen der beiden Gemeinden und der sog. [[Europa-Sportregion]] ursprünglich acht bis zehn Meter breit werden, aus einem Gehweg, einem Radweg sowie einem Kutschen- und Reitweg bestehen und mehrere Rast- und Informationsstationen aufweisen.  
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Eine schriftliche Einwendung gegen die geschmäcklerische und nichtssagende Bezeichnung „Romantikweg“ erwirkte bei den betroffenen Gemeinden kein Umdenken. In abgespeckter Form ist heute tatsächlich ein großer Teil der ehemaligen Schleppbahntrasse ein beliebter gemeindeübergreifender Freizeitweg für Fußgeher und Radfahrer und heißt offiziell „Romantikweg“.  
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Eine schriftliche Einwendung gegen die geschmäcklerische und nichtssagende Bezeichnung „Romantikweg“ erwirkte bei den betroffenen Gemeinden kein Umdenken. In abgespeckter Form ist heute tatsächlich ein großer Teil der ehemaligen Schleppbahntrasse ein beliebter gemeindeübergreifender Freizeitweg für Fußgeher und Radfahrer und heißt offiziell „Romantikweg“.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
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