Sepp Hödlmoser, *6. Mai 1923 ÷26. August 1967. Nonkonformist und enfant terrible der Salzburger Kunstszene.
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'''Sepp Hödlmoser''' (* [[6. Mai]] [[1923]] in [[Salzburg]]; † [[26. August]] [[1967]] ebendort) war ein Nonkonformist und enfant terrible der Salzburger Kunstszene. Mit seinem Atelier auf der [[Festung Hohensalzburg]] zählt er zu den sogenannten Festungskünstlern.
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Sepp Hödlmoser war Sohn des Kastellans der Festung Hohensalzburg. Mit seinem Atelier auf der Burg zählt er zu den sog. Festungskünstlern.
==Biographie==
==Biographie==
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Sepp Hödlmoser wächst als Sohn des Burgkastellans in der [[Festung Hohensalzburg]] auf. Er besucht die Staatsgewerbeschule, deren Lehrinhalte eigentlich auf eine technische Berufslaufbahn abzielen. Als Soldat im 2. Weltkrieg gerät er in russische Gefangenschaft. Eine dort erworbene Gelbfiebererkrankung beeinträchtigt seine Gesundheit Zeit seines Lebens. In der Nachkriegszeit studiert er einige Monate an der technischen Hochschule in Graz. In einer kurzlebigen Arbeitsgemeinschaft mit zwei Restauratoren in der Salzburger [[Rupertgasse]] erwirbt er sich restauratorische Kenntnisse. Sepp Hödlmosers Haupterwerb sind kirchliche Restaurierungsaufträge. Als Maler ist er Autodidakt. [[1958]] gestaltet sich für Sepp Hödlmoser zu einem Katastrophenjahr. Es kommt zur Konfrontation mit Öffentlichkeit und Medien, mit der Kirche und mit der von [[Oskar Kokoschka]] geleiteten Schule des Sehens. Es folgt auch ein Bruch in der Familie. Sepp Hödlmoser heiratet in der Folge [[1959]] zum zweiten Mal. In seinen letzten Lebensjahren erkrankt Sepp Hödlmoser an Leukämie. In seinem geschwächten Zustand kann er nicht mehr malen. Er stirbt am 26. August 1967 im Alter von 44 Jahren in Salzburg. Seine künstlerische Schaffensperiode umfasste nur zwölf Jahre.
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Sepp Hödlmoser wächst als Sohn des Burgkastellans in der Festung Hohensalzburg auf. Er besucht die [[Staatsgewerbeschule]], deren Lehrinhalte eigentlich auf eine technische Berufslaufbahn abzielen. Als Soldat im [[Zweiter Weltkrieg|2. Weltkrieg]] gerät er in russische Gefangenschaft. Eine dort erworbene Gelbfiebererkrankung beeinträchtigt seine Gesundheit Zeit seines Lebens. In der Nachkriegszeit studiert er einige Monate an der technischen Hochschule in Graz. In einer kurzlebigen Arbeitsgemeinschaft mit zwei Restauratoren in der Salzburger [[Rupertgasse]] erwirbt er sich restauratorische Kenntnisse. Sepp Hödlmosers Haupterwerb sind kirchliche Restaurierungsaufträge. Als Maler ist er Autodidakt. [[1958]] gestaltet sich für Sepp Hödlmoser zu einem Katastrophenjahr. Es kommt zur Konfrontation mit Öffentlichkeit und Medien, mit der Kirche und mit der von [[Oskar Kokoschka]] geleiteten Schule des Sehens. Es folgt auch ein Bruch in der Familie. Sepp Hödlmoser heiratet in der Folge [[1959]] zum zweiten Mal. In seinen letzten Lebensjahren erkrankt Sepp Hödlmoser an Leukämie. In seinem geschwächten Zustand kann er nicht mehr malen. Er stirbt am 26. August 1967 im Alter von 44 Jahren in Salzburg. Seine künstlerische Schaffensperiode umfasste nur zwölf Jahre.
==Leben und künstlerische Arbeit Sepp Hödlmosers – ein "Gesamtkunstwerk"==
==Leben und künstlerische Arbeit Sepp Hödlmosers – ein "Gesamtkunstwerk"==