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==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Sie erheben sich nördlich von [[Hallein]], oberhalb der [[Hofbräu Kaltenhausen|Brauerei Kaltenhausen]] und gehören großteils bereits zum [[Landkreis Berchtesgaden]] (Gemeinde [[Marktschellenberg]]). Der [[Tennengau]]er Anteil beschränkt sich auf die der Stadt Hallein zugewandten Seite des ''Kleinen Barmsteins''. Über die Gratschneide des Barmsteins verläuft die österreichisch-deutsche Staatsgrenze. Die größere der beiden Felspyramiden liegt bereits zur Gänze auf deutschem Staatsgebiet.  
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Sie erheben sich nördlich von [[Hallein]], oberhalb der [[Hofbräu Kaltenhausen|Brauerei Kaltenhausen]] und gehören großteils bereits zum [[Landkreis Berchtesgaden]] (Gemeinde [[Marktschellenberg]]). Der [[Tennengau]]er Anteil beschränkt sich auf die der Stadt Hallein zugewandte Seite des ''Kleinen Barmsteins''. Über die Gratschneide des Barmsteins verläuft die österreichisch-deutsche Staatsgrenze. Die größere der beiden Felspyramiden liegt bereits zur Gänze auf deutschem Staatsgebiet.  
    
==Wie sie zu ihren Namen kamen==
 
==Wie sie zu ihren Namen kamen==
Neben einer Sage dürfte der Name vom kelto-romanischen ''barme'' (der Fels) stammen oder vom germanischen Personennamen ''Babo'' (''Fels des Babo'').  
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Neben einer Sage dürfte der Name vom kelto-romanischen ''barme'' (der Fels) stammen oder vom germanischen Personennamen ''Babo'' (''Fels des Babo'').  
    
Eine tief eingeschnittene Rinne trennt die beiden Erhebungen. Sie soll ein Werk des Teufels sein, wie eine Sage berichtet:
 
Eine tief eingeschnittene Rinne trennt die beiden Erhebungen. Sie soll ein Werk des Teufels sein, wie eine Sage berichtet:
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''In der Tiefe zog nämlich gerade eine Prozession gegen Oberalm zu. Wenn sich der Wind drehte, konnte der Teufel auf seiner Höhe ganz deutlich die Litanei des "Betwurmes", wie der Gottseibeiuns die fromme Schar verächtlich zu nennen pflegte, vernehmen.''
 
''In der Tiefe zog nämlich gerade eine Prozession gegen Oberalm zu. Wenn sich der Wind drehte, konnte der Teufel auf seiner Höhe ganz deutlich die Litanei des "Betwurmes", wie der Gottseibeiuns die fromme Schar verächtlich zu nennen pflegte, vernehmen.''
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''Als dazu aber auch noch Weihrauchgeruch heraufgezogen kam - so ungefähr das Schlimmste, was einem Teufel passieren kann -, da erfaßte ihn ein gewaltiger Zorn.''
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''Als dazu aber auch noch Weihrauchgeruch heraufgezogen kam - so ungefähr das Schlimmste, was einem Teufel passieren kann -, da erfasste ihn ein gewaltiger Zorn.''
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''Finstere Wolken zogen auf, und dazu ward ein Geheul, Gewinsel und Gekratze hörbar, daß es einem grausen konnte. Es war der Teufel bei seiner Arbeit. In seiner Wut hatte er nämlich an der Wand so zu scharren und zu wühlen begonnen, daß die Felstrümmer hinunterpolterten bis zur Salzach. So lange grub er sich in die Tiefe, bis die heutige tiefe Kluft entstanden war, die die beiden Gipfel trennt.''
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''Finstere Wolken zogen auf, und dazu ward ein Geheul, Gewinsel und Gekratze hörbar, dass es einem grausen konnte. Es war der Teufel bei seiner Arbeit. In seiner Wut hatte er nämlich an der Wand so zu scharren und zu wühlen begonnen, daß die Felstrümmer hinunterpolterten bis zur Salzach. So lange grub er sich in die Tiefe, bis die heutige tiefe Kluft entstanden war, die die beiden Gipfel trennt.''
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''Seit dieser Zeit ist es im finsteren Wald unter den Barmsteinen nicht mehr geheuer. Noch immer stürzen dann und wann Felstrümmer in die Tiefe und alte Leute sagten früher, das sei der Teufel, der mit seinem Werk noch immer nicht ganz zufrieden sei.''
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''Seit dieser Zeit ist es im finsteren Wald unter den Barmsteinen nicht mehr geheuer. Noch immer stürzen dann und wann Felstrümmer in die Tiefe, und alte Leute sagten früher, das sei der Teufel, der mit seinem Werk noch immer nicht ganz zufrieden sei.''
    
==Erwähnenswert==
 
==Erwähnenswert==
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Auch die Brauerei Kaltenhausen nutzte alte Stollen zur Lagerung von Bier.
 
Auch die Brauerei Kaltenhausen nutzte alte Stollen zur Lagerung von Bier.
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Auf der Kaltenhausen zugewandten Felswand des Kleinen Barmsteines wurde von NS-Aktivisten aus Bayern vor dem Anschluss an Deutschland ein großes Hakenkreuz aufgemalt. Es war von Kaltenhausen aus deutlich sichtbar. Es war auch die Absicht, dieses Symbol des Dritten Reiches in das damals noch freie Österreich prangen zu lassen. Im Lauf der Jahre hat sich die Aufschrift verwittert und ist noch kaum wahrnehmbar.   
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Auf der Kaltenhausen zugewandten Felswand des Kleinen Barmsteines wurde von NS-Aktivisten aus Bayern vor dem Anschluss an Deutschland ein großes Hakenkreuz aufgemalt. Es war von Kaltenhausen aus deutlich sichtbar. Es war auch die Absicht, dieses Symbol des Dritten Reiches in das damals noch freie Österreich prangen zu lassen. Im Lauf der Jahre ist die Aufschrift verwittert und ist noch kaum wahrnehmbar.   
    
{{Geografie Höhenangabe}}
 
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