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== Leben ==
 
== Leben ==
Richard wurde in der Stadt Salzburg geboren und war später bei seinem Vater Dr. Richard Aspöck, der als Notar in [[Hallein]] und in [[Radstadt]] wohnhaft war. Eine seiner drei Schwestern erkrankte an der „Spanischen Grippe“, einer weltweiten Pandemie, und starb mit fünf Jahren. Auch Richard erkrankte schwer. Gemäß einem ärztlichen Gutachten war der Bub seither „''geistesschwach''“, schwerhörig und am rechten Ohr taub. Darüber hinaus litt er an einer Sprachstörung, die mit „''Gesichtszehrungen''“ verbunden war. Am [[23. Oktober]] [[1925]] wurde Richard im Alter von sechs Jahren in die [[Caritas-Dorf St. Anton|Caritas-Anstalt St. Anton]] in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] aufgenommen und besuchte dort die Hilfsschule. „''Wegen Gesundheitsrücksichten''“ (Anm.: Entlassungsvermerk) kehrte Richard am [[20. August]] [[1928]] zu seinen Eltern zurück und erhielt ab nun Privatunterricht.
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Richard wurde in der Stadt Salzburg geboren und war später bei seinem Vater Dr. Richard Aspöck, der als Notar in [[Hallein]] und in [[Radstadt]] wohnhaft war. Eine seiner drei Schwestern erkrankte an der so genannten [[Spanische Grippe|Spanischen Grippe]], einer weltweiten Pandemie, und starb mit fünf Jahren. Auch Richard erkrankte schwer. Gemäß einem ärztlichen Gutachten war der Bub seither „''geistesschwach''“, schwerhörig und am rechten Ohr taub. Darüber hinaus litt er an einer Sprachstörung, die mit „''Gesichtszehrungen''“ verbunden war. Am [[23. Oktober]] [[1925]] wurde Richard im Alter von sechs Jahren in die [[Caritas-Dorf St. Anton|Caritas-Anstalt St. Anton]] in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] aufgenommen und besuchte dort die Hilfsschule. „''Wegen Gesundheitsrücksichten''“ (Anm.: Entlassungsvermerk) kehrte Richard am [[20. August]] [[1928]] zu seinen Eltern zurück und erhielt ab nun Privatunterricht.
 
   
 
   
 
Nach dem Tod der Eltern wurde Richard in der Evangelischen Diakonissen-Anstalt Gallneukirchen in [[Oberösterreich]] untergebracht und dort in der Gärtnerei mit anfallenden Arbeiten beschäftigt. Zwischenzeitlich konnte der nun Jugendliche seine Schwester Maria in Hallein besuchen. Sie war nach dem Tod der Eltern seine wichtigste familiäre Bezugsperson und im September 1940 wurde sie vom Amtsgericht Urfahr zu seinem Vormund bestellt. Aus dem damals verfertigten ärztlichen Gutachten geht hervor, dass Richard zwar einer gewissen Aufsicht und Führung bedürfe und daher eine beschränkte Entmündigung angezeigt sei, eine Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt jedoch nicht in Frage käme. Es wurde auch festgestellt, dass die Diakonissen-Anstalt Gallneukirchen für ihn ein geeigneter Aufenthaltsort sei. Trotzdem verfügte der Gaufürsorgeverband Hallein als Kostenträger, „''dass Richard Aspöck […] in das Versorgungshaus [[Kuchl]] überführt wird, weil die Kosten die der öffentlichen Fürsorge dadurch entstehen, gegenüber der Anstalt Gallneukirchen wesentlich niedriger sind''“. Um diese Verlegung zu verhindern, erklärte sich seine Schwester Hilde bereit, „''persönlich für alle Bedürfnisse ihres Bruders aufzukommen und keinerlei öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen.''“
 
Nach dem Tod der Eltern wurde Richard in der Evangelischen Diakonissen-Anstalt Gallneukirchen in [[Oberösterreich]] untergebracht und dort in der Gärtnerei mit anfallenden Arbeiten beschäftigt. Zwischenzeitlich konnte der nun Jugendliche seine Schwester Maria in Hallein besuchen. Sie war nach dem Tod der Eltern seine wichtigste familiäre Bezugsperson und im September 1940 wurde sie vom Amtsgericht Urfahr zu seinem Vormund bestellt. Aus dem damals verfertigten ärztlichen Gutachten geht hervor, dass Richard zwar einer gewissen Aufsicht und Führung bedürfe und daher eine beschränkte Entmündigung angezeigt sei, eine Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt jedoch nicht in Frage käme. Es wurde auch festgestellt, dass die Diakonissen-Anstalt Gallneukirchen für ihn ein geeigneter Aufenthaltsort sei. Trotzdem verfügte der Gaufürsorgeverband Hallein als Kostenträger, „''dass Richard Aspöck […] in das Versorgungshaus [[Kuchl]] überführt wird, weil die Kosten die der öffentlichen Fürsorge dadurch entstehen, gegenüber der Anstalt Gallneukirchen wesentlich niedriger sind''“. Um diese Verlegung zu verhindern, erklärte sich seine Schwester Hilde bereit, „''persönlich für alle Bedürfnisse ihres Bruders aufzukommen und keinerlei öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen.''“
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