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| − | [[Datei:Stolperstein_Max_Reinhardt.jpg|thumb|Stolperstein für Max Reinhardt in der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]]]] | + | [[File:Nicola Perscheid Portrait of Max Reinhardt.jpeg|thumb|Nicola Perscheid: Portrait von Max Reinhardt 1911.]] |
| − | '''Max Reinhardt''' (* [[9. September]] [[1873]] in Baden, [[Niederösterreich]]; † [[31. Oktober]] [[1943]] in New York, Vereinigte Staaten von Amerika), eigentlich Max Goldmann, war Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]], Schauspieler und Regisseur. | + | [[File:Max Reinhardt 2.jpg|thumb|Max Reinhardt]] |
| | + | [[File:Bundesarchiv Bild 102-10387, Max Reinhardt.jpg|thumb|Max Reinhardt in Berlin, September 1930]] |
| | + | [[Datei:Stolperstein_Max_Reinhardt.jpg|thumb|Stolperstein für Max Reinhardt in der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]].]] |
| | + | '''Max Reinhardt''' (* [[9. September]] [[1873]] in Baden, [[Niederösterreich]]; † [[31. Oktober]] [[1943]] in New York, [[Vereinigte Staaten von Amerika]]), eigentlich Max Goldmann, war Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]], Schauspieler und Regisseur. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
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| | * [[1917]]: Reinhardt richtet am Deutschen Theater die Versuchsbühne "Das junge Deutschland" ein, die mit Inszenierungen von Stücken [[Oskar Kokoschka]]s, Else Lasker-Schülers und Franz Werfels zur Durchsetzung des Expressionismus in Deutschland beiträgt. | | * [[1917]]: Reinhardt richtet am Deutschen Theater die Versuchsbühne "Das junge Deutschland" ein, die mit Inszenierungen von Stücken [[Oskar Kokoschka]]s, Else Lasker-Schülers und Franz Werfels zur Durchsetzung des Expressionismus in Deutschland beiträgt. |
| | * [[1918]]: Reinhardt erwirbt das [[Schloss Leopoldskron]] in Salzburg, das bis zur Enteignung durch die [[NSDAP|Nationalsozialisten]] [[1938]] ein Treffpunkt von Künstlern ist. | | * [[1918]]: Reinhardt erwirbt das [[Schloss Leopoldskron]] in Salzburg, das bis zur Enteignung durch die [[NSDAP|Nationalsozialisten]] [[1938]] ein Treffpunkt von Künstlern ist. |
| − | * [[1919]]: Eröffnung des Großen Schauspielhauses im umgebauten Zirkus Schumann in Berlin (später: Friedrichstadtpalast), das wegen Routineaufführungen auch als "Zirkus Reinhardt" kritisiert wird. | + | * [[1919]]: Eröffnung des Großen Schauspielhauses im umgebauten Zirkus Schumann in Berlin (später Friedrichstadtpalast), das wegen Routineaufführungen auch als "Zirkus Reinhardt" kritisiert wird. |
| | * [[1920]]: Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]]. | | * [[1920]]: Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]]. |
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| | + | Innerhalb der [[Salzburger Festspielhaus-Gemeinde]] wurde immer wieder heftig gestritten. Das bewog den ersten [[Präsident der Salzburger Festspiele|Festspielpräsidenten]] [[Alexander Prinz Thurn und Taxis]] [[1922]] dazu, dieses Amt niederzulegen. Auch um seine Nachfolge gab es ein Geplänkel. [[Richard Strauss]] wurde nach langem Hin und Her neuer Festspielpräsident, Max Reinhardt war darüber gekränkt, dass nicht er Präsident wurde. Bei den [[Salzburger Festspiele 1923|Salzburger Festspielen 1923]] spielte dann Max Reinhardt nur Molières ''Eingebildeten Kranken'' im [[Schlosspark Leopoldskron|Schlosspark]] von Schloss Leopoldskron und einmal im [[Landestheater|Stadtheater]]. |
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| | * [[1922]]: Reinhardt gibt die Direktion der Berliner Bühnen ab. | | * [[1922]]: Reinhardt gibt die Direktion der Berliner Bühnen ab. |
| | * [[1923]]: Kauf und Umbau des Wiener "Theaters in der Josephstadt". | | * [[1923]]: Kauf und Umbau des Wiener "Theaters in der Josephstadt". |
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| | * [[1938]]: Gründung des "Max Reinhardt Workshop", einer Art Theater- und Filmakademie. | | * [[1938]]: Gründung des "Max Reinhardt Workshop", einer Art Theater- und Filmakademie. |
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| − | Der Zweite Weltkrieg beendete die Ära Reinhardt. 1938 wurde das Schloss von der nationalsozialistischen Regierung als „jüdischer Besitz“ konfisziert. Reinhardt, der zu dieser Zeit in Hollywood lebte und arbeitete, kehrte nie nach Leopoldskron zurück. In einem Brief an seine Frau, die österreichische Schauspielerin Helene Thimig, schrieb Reinhardt: „Ich habe achtzehn Jahre in Leopoldskron gelebt, wirklich gelebt, und ich habe es lebendig gemacht. Ich habe jedes Zimmer, jeden Tisch, jeden Sessel, jedes Licht, jedes Bild gelebt. Ich habe gebaut, gezeichnet, geschmückt, gepflanzt und geträumt davon, wenn ich nicht da war. (...) Ich habe es immer feiertäglich geliebt; nie als etwas Alltägliches. Es waren meine schönsten, reichsten und reifsten Jahre (...) Ich habe es verloren, ohne zu jammern. Ich habe alles verloren, was ich hineingetragen habe. Es war der Ertrag meiner Lebensarbeit.“ <ref>[https://www.schloss-leopoldskron.com/ueber-das-schloss/max-reinhardt.html www.schloss-leopoldskron.com/Zitat: Brief Max Reinhardt an Helene Thimig]</ref> | + | Der Zweite Weltkrieg beendete die Ära Reinhardt. 1938 wurde das Schloss Leopoldskron von der nationalsozialistischen Regierung als „jüdischer Besitz“ konfisziert. Reinhardt, der zu dieser Zeit in Hollywood lebte und arbeitete, kehrte nie mehr nach Leopoldskron zurück. In einem Brief an seine Frau, die österreichische Schauspielerin Helene Thimig, schrieb Reinhardt: „''Ich habe achtzehn Jahre in Leopoldskron gelebt, wirklich gelebt, und ich habe es lebendig gemacht. Ich habe jedes Zimmer, jeden Tisch, jeden Sessel, jedes Licht, jedes Bild gelebt. Ich habe gebaut, gezeichnet, geschmückt, gepflanzt und geträumt davon, wenn ich nicht da war. (...) Ich habe es immer feiertäglich geliebt; nie als etwas Alltägliches. Es waren meine schönsten, reichsten und reifsten Jahre (...) Ich habe es verloren, ohne zu jammern. Ich habe alles verloren, was ich hineingetragen habe. Es war der Ertrag meiner Lebensarbeit.''“<ref>[https://www.schloss-leopoldskron.com/ueber-das-schloss/max-reinhardt.html www.schloss-leopoldskron.com/Zitat: Brief Max Reinhardt an Helene Thimig]</ref> |
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| | * [[1943]]: Max Reinhardt stirbt in New York | | * [[1943]]: Max Reinhardt stirbt in New York |
| | * [[1950]]: Mit dem Bescheid der [[Finanzlandesdirektion Salzburg|Finanzlandesdirektion]] vom [[4. September]] werden sämtliche Liegenschaften, die die Gestapo Max Reinhardt im April [[1938]] geraubt hatte und die für den Reichsgau Salzburg verbüchert waren, an die Erben des Regisseurs rückgestellt. | | * [[1950]]: Mit dem Bescheid der [[Finanzlandesdirektion Salzburg|Finanzlandesdirektion]] vom [[4. September]] werden sämtliche Liegenschaften, die die Gestapo Max Reinhardt im April [[1938]] geraubt hatte und die für den Reichsgau Salzburg verbüchert waren, an die Erben des Regisseurs rückgestellt. |
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| | + | Seit [[17. Februar]] [[1953]] sind die Regiebücher Max Reinhardts wieder im Besitz der Familie; sie wurden von der Hollywood-Schauspielerin Marilyn Monroe, die die Bücher bei einer Versteigerung erworben hatte, zurückgekauft. |
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| | + | == Erinnerung == |
| | In der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]] erinnert seit dem [[19. April]] [[2013]] ein [[Stolperstein]] an ihn. | | In der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]] erinnert seit dem [[19. April]] [[2013]] ein [[Stolperstein]] an ihn. |
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| | == Straßenbenennung == | | == Straßenbenennung == |
| | Nach {{PAGENAME}} ist der [[Max-Reinhardt-Platz]] in der Salzburger [[Altstadt]] benannt. | | Nach {{PAGENAME}} ist der [[Max-Reinhardt-Platz]] in der Salzburger [[Altstadt]] benannt. |
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| − | == Sonstiges ==
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| − | Seit [[17. Februar]] [[1953]] sind die Regiebücher Max Reinhardts wieder im Besitz der Familie; sie wurden von der Hollywood-Schauspielerin Marilyn Monroe, die die Bücher bei einer Versteigerung erworben hatte, zurückgekauft.
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ReinhardtMax/ Deutsches Historisches Museum: Biographie von Max Reinhardt] | | * [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ReinhardtMax/ Deutsches Historisches Museum: Biographie von Max Reinhardt] |
| − | == Einzelnachweise == | + | ==== Einzelnachweise ==== |
| | <references/> | | <references/> |
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| | [[Kategorie:Salzburger Festspiele]] | | [[Kategorie:Salzburger Festspiele]] |
| | [[Kategorie:Person (Salzburger Festspiele)]] | | [[Kategorie:Person (Salzburger Festspiele)]] |
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