| − | Jeder aufmerksame Wanderer bemerkt im Umfeld des Sees Spuren menschlicher Einwirkung. Wachstumsstörungen auf den Almböden, Halden, Schlacken, Mauerreste und weithin sichtbar auch die Trasse eines Altweges. Auch archäologische Grabungsspuren fallen dort und da auf. Die Spuren weisen unverkennbar auf Bergbau hin. Da der See auf Gasteiner Boden und an der Rauriser Grenze liegt, liegt der Abbau auf Gold auch für Laien auf der Hand. | + | Jeder aufmerksame Wanderer bemerkt im Umfeld des Sees Spuren menschlicher Einwirkung. Wachstumsstörungen auf den Almböden, Halden, Schlacken, Mauerreste und weithin sichtbar auch die Trasse eines Altweges. Auch archäologische Grabungsspuren fallen dort und da auf. Die Spuren weisen unverkennbar auf Bergbau hin. Da der See auf Gasteiner Boden und an der Rauriser Grenze liegt, liegt der Abbau auf Gold auch für interessierte Laien auf der Hand. |
| − | Glücklicherweise ist das Gebiet um den Oberen Bockhartsee nicht nur als mittelalterliches und neuzeitliches Goldbergbaurevier bekannt, sondern wurde auch als Teil eines länderübergreifenden Forschungsprojektes viel genauer untersucht als vergleichbare Bergbaureviere. Das Forschungsteam ist interdisziplinär und hat schon bisher erstaunliche Ergebnisse erarbeitet. Es würde hier zu weit führen näher darauf einzugehen. Erwähnt werden muss aber, dass es sich bei dem erwähnten Altweg um eine römische Straßentrasse handelt und dass die Umgebung des Sees in mehreren Perioden bereits seit der Bronzezeit besiedelt war! Ob der Bergbau bereits in römischer Zeit (oder noch früher) betrieben worden ist, lässt sich aufgrund der Werkzeugähnlichkeit und der Überkuttung des Bergbaugebietes durch den mittelalterlichen und neuzeitlichen Goldbergbau nicht mit Sicherheit sagen. Die Annahme, dass bereits Römer hier Bergbau betrieben haben könnten, beruht auf der eindeutig römischen Straßenanlage, die vom Nassfeld heraufführt und in der Umgebung des Sees endet. Deren Zweck ist außerhalb der Bergbaugeschichte schwer vorstellbar. | + | Glücklicherweise ist das Gebiet um den Oberen Bockhartsee nicht nur als mittelalterliches und neuzeitliches Goldbergbaurevier bekannt, sondern wurde auch als Teil eines länderübergreifenden Forschungsprojektes viel genauer untersucht als vergleichbare Bergbaureviere. Das Forschungsteam ist interdisziplinär und hat schon bisher erstaunliche Ergebnisse erarbeitet. Es würde hier zu weit führen näher darauf einzugehen. Erwähnt werden muss aber, dass es sich bei dem erwähnten Altweg um eine römische Straßentrasse handelt und dass die Umgebung des Sees in mehreren Perioden bereits seit der Bronzezeit besiedelt war! Ob der Bergbau bereits in römischer Zeit (oder noch früher) betrieben worden ist, lässt sich aufgrund der Werkzeugähnlichkeit und der Überlagerung des Bergbaugebietes durch den mittelalterlichen und neuzeitlichen Goldbergbau nicht mit Sicherheit sagen. Die Annahme, dass bereits Römer hier Bergbau betrieben haben könnten, beruht auf der eindeutig römischen Straßenanlage, die vom Nassfeld heraufführt und in der Umgebung des Sees endet. Deren Zweck ist außerhalb der Bergbaugeschichte schwer vorstellbar. |