Sie war die erste Schutzhütte am Großvenediger, bereits [[1842]] wenige Meter von der heutigen Lage von [[Paul Rohregger]] erbaut, wurde jedoch [[1871]] durch einen Felssturz zerstört. Am [[12. August]] [[1875]] wurde an gleicher Stelle eine zweite Hütte eingeweiht, die mit Hilfe des [[Oesterreichischer Alpenverein|Alpenvereins]] durch [[Albert Schett]] erbaut und nach [[Ignaz Kürsinger]] benannt wurde.
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'''Die Rohreggerhütte und 1. Kürsingerhütte'''
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[[1886]] wurde die dritte Hütte am heutigen Standort errichtet und in den folgenden Jahren mehrfach erweitert. [[1926]] errichtete die [[Österreichischer Alpenverein Sektion Salzburg|Sektion Salzburg]] des Österreichischen Alpenvereins die neue Kürsingerhütte.
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Die Rohreggerhütte war die erste Schutzhütte am Großvenediger, bereits [[1842]] wenige Meter von der heutigen Lage von [[Paul Rohregger]] erbaut. Sie hatte nur 10m2 Grundfläche und lehnte sich direkt an eine Felswand an. [[1873]] fand [[Albert Schett]], Postmeister und Wirt zu Neukirchen die Hütte total durchfeuchtet vor. Er setzte sich mit der jungen [[Alpenverein Salzburg|Alpenvereinssektion Salzburg]] in Verbindung, die noch im selben Jahr den Neubau der Hütte beschloss.
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Am [[20. August]] [[1875]] wurde die nach [[Ignaz Kürsinger]] benannte Hütte feierlich eröffnet. Die Besucherzahlen stiegen rasch an und bald wurden Reparaturen und Verbesserungen nötig, weil auch diese Hütte infolge ihrer direkt an den Felsen angebauten Lage sehr feucht war. Außerdem war sie eng und unbequem. Wieder war es Albert Schett, der vorschlug, die Schutzhütte völlig neu zu bauen.
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'''2. Kürsingerhütte'''
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Am 19. Juli [[1885]] beschloss der Sektionsausschuss an Ort und Stelle, die neue Hütte 87 m höher und nach Plänen des Salzburger Baumeisters [[Ceconi]] zu errichten. Grundbesitzer [[Moritz Graf von Hohenthal]] räumte der Sektion Salzburg auf 728m2 das immerwährende Nutzungsrecht ein. Noch im selben Jahr wurde der Rohbau vollendet, am 8. August [[1886]] wurde die Hütte eröffnet. Sie wurde im Alpenverein als "Muster einer Schutzhütte" gerühmt. Es gab einen Raum mit aufklappbaren Pritschen und über jedem Lager einen abschließbaren Schuber für Wertsachen. Auch für Komfort war gesorgt: Hausschuhe, Spiegel, Spiele zum Zeitvertreib, ein Depot mit Ausrüstungsgegenständen. Damit stieg der Zustrom von Touristen stetig.
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Die Hütte wurde in den folgenden Jahren mehrfach erweitert. [[1926]] errichtete die [[Österreichischer Alpenverein Sektion Salzburg|Sektion Salzburg]] des Österreichischen Alpenvereins die neue Kürsingerhütte.
1978 - 1979 wurde ein Wasserkraftwerk errichtet, 1980 eine neue Materialseilbahn.
1978 - 1979 wurde ein Wasserkraftwerk errichtet, 1980 eine neue Materialseilbahn.