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| − | Das wohl berühmteste Lied aus [[Salzburg]] "'''Stille Nacht, Heilige Nacht'''" erklang am [[24. Dezember]] [[1818]] zum ersten Mal in der [[Oberndorf]]er [[Kirche St. Nikola]]. | + | Das wohl berühmteste Lied aus [[Salzburg]], "'''Stille Nacht, Heilige Nacht'''", erklang am [[24. Dezember]] [[1818]] zum ersten Mal in der [[Oberndorf]]er [[Kirche St. Nikola]]. |
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| | ==Schöpfer== | | ==Schöpfer== |
| − | [[Joseph Mohr]] schrieb [[1816]] in [[Mariapfarr]] den Text als Gedicht, die Komposition der Melodie stammte von [[Franz Xaver Gruber]]. | + | [[Joseph Mohr]] schrieb [[1816]] in [[Mariapfarr]] den Text als Gedicht, die Komposition der Melodie stammte von [[Franz Xaver Gruber]] dann in Oberndorf. |
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| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
| − | Es gibt insgesamt sechs Orte im [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger Land]] Gedenkstätten und Museen zum Lied und deren Schöpfer: [[Oberndorf]], [[Arnsdorf]], [[Salzburg]] ([[Neustadt]]), [[Hallein]], [[Wagrain]] und [[Mariapfarr]]. | + | Es gibt insgesamt sechs Orte im [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger Land]] Gedenkstätten und Museen zum Lied und deren Schöpfer: [[Oberndorf]], [[Arnsdorf]], in der [[Salzburg]]er [[Altstadt (rechtes Salzachufer)]], [[Hallein]], [[Wagrain]] und [[Mariapfarr]]. |
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| − | In Arnsdorf befindet sich das alte Schulhaus, in dem Franz Xaver Gruber 21 Jahre gelebt und unterrichtet hat. In der Oberndorfer [[Kirche St. Nikola|Stille Nacht Kapelle]] übergab der damalige Hilfspriester Hans Joseph Mohr dem Chorregent Franz Gruber ein Gedicht, mit dem Ansuchen, eine hierauf passende Melodie für zwei Solostimmen, einen Chor und eine Gitarrenbegleitung zu schreiben. | + | In Arnsdorf befindet sich das alte Schulhaus, in dem Franz Xaver Gruber 21 Jahre gelebt und unterrichtet hatte. In der Oberndorfer Kirche St. Nikola übergab der damalige Hilfspriester Joseph Mohr dem Chorregent Franz Gruber ein Gedicht, mit dem Ansuchen, eine hierauf passende Melodie für zwei Solostimmen, einen Chor und eine Gitarren-Begleitung zu schreiben. |
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| − | In Salzburg kam Joseph Mohr zur Welt, ob in der [[Steingasse]] oder in der [[Altstadt]] ist nicht ganz geklärt. In Wagrain wohnte er am längsten und arbeitete am nachhaltigsten. Im Pfarrarchiv befinden sich originale Schriften.
| + | Joseph Mohr wohnte in Wagrain am längsten und arbeitete am nachhaltigsten. Im Pfarrarchiv befinden sich originale Schriften. |
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| | Hallein ist eng mit dem Wirken von Franz Xaver Gruber verbunden, der dort 28 Jahre lang lebte und als Chorregent, Choralist und Organist tätig war. Im Wohnhaus ist heute das [[Stille-Nacht-Museum Hallein|Stille-Nacht-Museum]] beheimatet. Dort befindet sich auch die originale Gitarre von [[1818]]. Die Verbindung zu Mariapfarr ergibt sich aus dem Wirken von Mohr als Kooperator von [[1815]] bis [[1817]] und den Wurzeln seiner Familie seit dem [[17. Jahrhundert]] im [[Lungau]]. | | Hallein ist eng mit dem Wirken von Franz Xaver Gruber verbunden, der dort 28 Jahre lang lebte und als Chorregent, Choralist und Organist tätig war. Im Wohnhaus ist heute das [[Stille-Nacht-Museum Hallein|Stille-Nacht-Museum]] beheimatet. Dort befindet sich auch die originale Gitarre von [[1818]]. Die Verbindung zu Mariapfarr ergibt sich aus dem Wirken von Mohr als Kooperator von [[1815]] bis [[1817]] und den Wurzeln seiner Familie seit dem [[17. Jahrhundert]] im [[Lungau]]. |
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| | == Wie kam es zur Uraufführung 1818== | | == Wie kam es zur Uraufführung 1818== |
| − | In der "''Authentischen Veranlassung''" beschrieb Franz Xaver Gruber am [[30. Dezember]] [[1854]] die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht! Heilige Nacht!" so: "''Es war am 24. Dezember des Jahres 1818, als der damalige Hilfspriester Herr Joseph Mohr bei der neu errichteten Pfarre St. Nicola in Oberndorf dem Organistendienst vertretenden Franz Gruber (damals zugleich auch Schullehrer in Arnsdorf) ein Gedicht überreichte, mit dem Ansuchen eine hierauf passende Melodie für 2 Solostimmen samt Chor und für eine Gitarre-Begleitung schreiben zu wollen." Gruber überreichte noch am 24. Dezember 1818 dem Musik kundigen Mohr seine Komposition. Da diesem das Lied gefiel, wurde es noch am selben Abend im Rahmen der Christmette gesungen. Mohr sang dabei Tenor und übernahm die Begleitung mit der Gitarre, Gruber sang Bass. Das Lied fand bei der Oberndorfer Bevölkerung, die damals hauptsächlich aus Salzach Schiffern und Schiffbauern bestand, allgemeinen Beifall''. | + | In der "''Authentischen Veranlassung''" beschrieb Franz Xaver Gruber am [[30. Dezember]] [[1854]] die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht! Heilige Nacht!" so: "''Es war am 24. Dezember des Jahres 1818, als der damalige Hilfspriester Herr Joseph Mohr bei der neu errichteten Pfarre St. Nicola in Oberndorf dem Organistendienst vertretenden Franz Gruber (damals zugleich auch Schullehrer in Arnsdorf) ein Gedicht überreichte, mit dem Ansuchen eine hierauf passende Melodie für zwei Solostimmen samt Chor und für eine Gitarre-Begleitung schreiben zu wollen." Gruber überreichte noch am 24. Dezember 1818 dem Musik kundigen Mohr seine Komposition. Da diesem das Lied gefiel, wurde es noch am selben Abend im Rahmen der Christmette gesungen. Mohr sang dabei Tenor und übernahm die Begleitung mit der Gitarre, Gruber sang Bass. Das Lied fand bei der Oberndorfer Bevölkerung, die damals hauptsächlich aus Salzachschiffern und Schiffsbauern bestand, allgemeinen Beifall''. |
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| − | Aber in der "Authentischen Veranlassung" steht leider nichts über die Motive, die zur Entstehung des Liedes führten. Einer Legende nach sei jedoch die Orgel in der Oberndorfer Kirche wegen schlechtem Zustand nicht bespielbar gewesen. Deswegen hätten die Schöpfer für den Heiligen Abend ein Lied für Tenor, Sopran und Chor geschrieben. Eine Quelle spricht von Eiseskälte, die den Betrieb der Orgel unmöglich machte. | + | Aber in der "Authentischen Veranlassung" steht leider nichts über die Motive, die zur Entstehung des Liedes führten. Einer Legende nach sei jedoch die Orgel in der Oberndorfer Kirche wegen schlechtem Zustand nicht (mehr) bespielbar gewesen. Deswegen hätten die Schöpfer für den Heiligen Abend ein Lied für Tenor, Sopran und Chor geschrieben. Eine Quelle spricht von Eiseskälte, die den Betrieb der Orgel unmöglich machte. |
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| | ==Wie entstand der Liedtext in Mariapfarr 1816== | | ==Wie entstand der Liedtext in Mariapfarr 1816== |
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| | ==Das historische Umfeld== | | ==Das historische Umfeld== |
| − | Die Entstehung von "Stille Nacht" fällt in eine sehr schwere Zeit für das Salzburger Land. Die napoleonischen Kriege (siehe auch [[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]) waren endlich zu Ende; Europa wurde auf dem Wiener Kongreß neu geordnet. Eine Auswirkung war das Ende für das geistliche Fürstentum Salzburg. Es verlor seine Selbständigkeit und ein Teil Salzburgs kam [[1816]] zu [[Bayern]], der größere Teil aber zu Österreich. | + | Die Entstehung von "Stille Nacht" fällt in eine sehr schwere Zeit für das Salzburger Land. Die napoleonischen Kriege (siehe auch [[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]) waren endlich zu Ende; Europa wurde auf dem Wiener Kongress neu geordnet. Eine Auswirkung war das Ende für das geistliche Fürstentum Salzburg. Es verlor seine Selbständigkeit und ein Teil Salzburgs kam [[1816]] zu [[Bayern]], der größere Teil aber zu Österreich. |
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| − | Der Uraufführungsort von "Stille Nacht", Oberndorf bei Salzburg, wurde von seinem eigentlichen Stadtzentrum in [[Laufen]] getrennt, da die [[Salzach]] zur Staatsgrenze wurde. Der Fluss bildete durch den Salztransport über Jahrhunderte die Grundlage für den Wohlstand in Laufen-Oberndorf. Schifffahrt, Schiffer, Schiffbauer und damit der ganze Ort gingen unsicheren Zeiten entgegen. In dieser Phase kam Mohr nach Oberndorf und blieb zwischen 1817 und 1819. | + | Der Uraufführungsort von "Stille Nacht", Oberndorf bei Salzburg, wurde von seinem eigentlichen Stadtzentrum in [[Laufen]] getrennt, da die [[Salzach]] zur Staatsgrenze wurde. Der Fluss bildete durch den [[Salztransport]] über Jahrhunderte die Grundlage für den Wohlstand in Laufen-Oberndorf. Schifffahrt, Schiffer, Schiffbauer und damit der ganze Ort gingen unsicheren Zeiten entgegen. In dieser Phase kam Mohr nach Oberndorf und blieb zwischen 1817 und 1819. |
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| − | Sein voriger Dienstort Mariapfarr (1816-1817) hatte unter dem Abzug der bayerischen Besatzungstruppen zu leiden gehabt. Gerade aus diesen Zeitumständen heraus bekommt der Text der vierten Strophe von "Stille Nacht" besondere Bedeutung. Diese drückt große Friedenssehnsucht aus. | + | Sein voriger Dienstort Mariapfarr (1816 - 1817) hatte unter dem Abzug der bayerischen Besatzungstruppen zu leiden gehabt. Gerade aus diesen Zeitumständen heraus bekommt der Text der vierten Strophe von "Stille Nacht" besondere Bedeutung. Diese drückt große Friedenssehnsucht aus, die die Menschen zur damaligen Zeit hatten. |
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| | ==Verbreitung== | | ==Verbreitung== |
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| | * Stille Nacht Gesellschaft | | * Stille Nacht Gesellschaft |
| | * [http://www.stillenacht-spiele.at/ Stille Nacht Spiele] | | * [http://www.stillenacht-spiele.at/ Stille Nacht Spiele] |
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| | + | ==Literaturhinweise== |
| | + | * [[Traumstraßen durch das "Stille Nacht" Land]], auf den Spuren von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber |
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| | [[Kategorie:Tourismus]] | | [[Kategorie:Tourismus]] |