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== Gebäude und Park ==
 
== Gebäude und Park ==
Der kastenförmige Bau liegt auf einer kleinen Erhöhung im östlichen Stadtgebiet von Neumarkt nahe der [[Wiener Straße|Wiener Bundesstraße]] (B 1). Die Anlage ist von einem Parkgelände umgeben. Das Hauptgebäude ist dreistöckig und nach außen hin Spät[[barock]], im Kern jedoch [[Gotik|spätgotisch]]. Um die West- und Nordseite des Schlosses verläuft eine Ringmauer. Der oberste Stock des Schlosses war früher dem Personal vorbehalten und ist daher schlicht gebaut. In den Zimmern der unteren Geschoße hängen zahlreiche Porträts der Familie Uiberacker und der Salzburger Erzbischöfe.
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Der kastenförmige Bau liegt auf einer kleinen Erhöhung im östlichen Stadtgebiet von Neumarkt nahe der [[Wiener Straße|Wiener Bundesstraße]] (B 1). Die Anlage ist von einem Parkgelände umgeben. Das Hauptgebäude ist dreistöckig und nach außen hin Spät[[barock]], im Kern jedoch [[Gotik|spätgotisch]].  
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Im Erdgeschoss befinden sich u. a. im Westen und Norden fünf Zimmer, deren flache Spiegeldecken alle gleichartige [[Stuck]]dekorationen vom Anfang des [[18. Jahrhundert]s (um 1714) aufweisen. Im Speisezimmer im Südwesteck steht ein Kamin in schöner profilierter Umrahmung aus rotem [[Marmor]], um 1714. Über eine steinerne  Treppe, die im oberen Verlauf mit schmiedeisernem Geländer, um 1714, versehen ist, gelangt man in den ersten Stock. Im Vorraum findet man alte Waffen und Rüstungen.  Weitere Zimmer haben flache Spiegeldecken in gleicher Art mit Band- und Rankenwerkrahmen stukkiert wie die im Erdgeschoß (um 1714), nur reicher ausgestattet. In den beiden Eckzimmern im Südwesten und Nordwesten befinden sich je ein Kamin in roter Marmorumrahmung wie im Erdgeschoß (um 1714). Über eine weitere Stiege gelangt man in den  zweiten Stock, dessen kleine flachgedeckte Zimmer nichts Bemerkenswertes aufweisen. Der oberste Stock des Schlosses war früher dem Personal vorbehalten und ist daher schlicht gebaut.
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[[Datei:Schloss Sighartstein Gemälde.jpg|thumb|Gemälde im Schloss.]]
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Die vorhandenen Gemälde sind alle Öl auf Leinwand, u. a. Portraits von
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* Kaiserin Maria Theresia, in ganzer Figur thronend, in goldgesticktem, rosafarbigem Kostüm, mit hermelingefüttertem Goldbrokatmantel; um 1750, im ersten Stock;
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* Fürsterzbischof [[Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein]] in Spitzenchorrock, roter Rochette, mit einem Briefe in der Hand, oben rechts sein Wappen, um 1750, im ersten Stock;
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* Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach in einem Lehnstuhl thronend, im Chorrock, mit Hermelinrochette und großem Pektorale, um 1760, im ersten Stock
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* Alte Dame in Witwentracht und das Wappen der Ritter von Haunsperg, erste Hälfte des 17. Jahrhunderts, im ersten Stock
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* Spitzbärtiger Mann in gelbem Koller, mit Helm und Regiment in den Händen; oben Inschrift: ''Wolff Caspar von Uberäckher .. Hochfürstl. Saltzburg. Camer Rath, Landtman, bestelter Landtobrister auch Pfleger zu Alt und Liechtenthan dan des Marckhts Neumarkhts ...'' [[1666]]
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* In gemaltem Oval, Wolfgang Maximilian Graf Uiberacker, älterer Herr mit grauer Allongeperücke, in Harnisch, mit rotem Mantel und Regimentstab. An der Brust an rotem Bande ein Fürstenporträtmedaillon in gekrönter Fassung. Links das Wappen der Grafen Uiberacker. Um 1720.
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* Maria Clara Gräfin Uiberacker, geborene Freiin von Geböck auf Sulzenmoos und Arnbach, ältere Dame in weißem Goldbrokatkostüm mit rotem Mantel. Rechts
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das Wappen der Freiherren von Geböck, um 1720.
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Weitere Einrichtungsgegenstände sind eine hohe Standuhr mit Holzgehäuse mit Intarsiabandwerk und geschnitzten Verzierungen. Am Zifferblatt die
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Firma des Uhrmachers: William Jourdain, London. Gute Arbeit, um 1730 sowie eine Waffensammlung mit Rüstungen und Rüstungsteilen, Helmen, Schilden, Stangen- und Feuerwaffen.
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Um die West- und Nordseite des Schlosses verläuft eine Ringmauer. In den Zimmern der unteren Geschoße hängen zahlreiche Porträts der Familie Uiberacker und der Salzburger Erzbischöfe.
    
Sighartstein ist ein eigenwillig umgebautes Schloss mit barocken Elementen, einem Mausoleum sowie einer auffällig jagdorientierten Einrichtung.
 
Sighartstein ist ein eigenwillig umgebautes Schloss mit barocken Elementen, einem Mausoleum sowie einer auffällig jagdorientierten Einrichtung.

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