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Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587–1612), förderte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stark. Ein Ausbau der Wehranlagen unterbleib damals aber weitgehend. Der damals Er wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612–1653) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten.
 
Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587–1612), förderte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stark. Ein Ausbau der Wehranlagen unterbleib damals aber weitgehend. Der damals Er wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612–1653) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten.
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=== Zur den Verteidigungsanlagen Leonhard Keutschachs ===
      
Die Rosspforte ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Anlage schützt auch hier den Verteidiger. Allfällige Angreifer können die Verteidiger auch hier nicht sehen. Die Pforte ich auxch hier so gestaltet, dass Schüsse  an den gebogenen Innenwänden abprallen. In den Decke der Rosspforte und der Schleuderpforte befindet sich je eine Öffnung oder Luke, durch die man Handgranaten herabwerfen konnte.  
 
Die Rosspforte ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Anlage schützt auch hier den Verteidiger. Allfällige Angreifer können die Verteidiger auch hier nicht sehen. Die Pforte ich auxch hier so gestaltet, dass Schüsse  an den gebogenen Innenwänden abprallen. In den Decke der Rosspforte und der Schleuderpforte befindet sich je eine Öffnung oder Luke, durch die man Handgranaten herabwerfen konnte.  
    
In den auskragenden Wehrgängen der Ringmauer konnten die vordersten Bodenbretter herausgenommen werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Brustwehr, sondern vor der Wehrmauer auch direkt nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.<ref name="Haslacher"></ref>
 
In den auskragenden Wehrgängen der Ringmauer konnten die vordersten Bodenbretter herausgenommen werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Brustwehr, sondern vor der Wehrmauer auch direkt nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.<ref name="Haslacher"></ref>
      
=== Festung ===
 
=== Festung ===
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Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668–1687) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] an der Nordseite.
 
Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668–1687) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] an der Nordseite.
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=== Kaserne ===
 
=== Kaserne ===
 
Um [[1800]] hat die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die Franzosen übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zum [[Österreich#Kaisertum Österreich|Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als Kaserne  genutzt. Auch nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden bis [[1938]] Teile der Festung noch als Kaserne genutzt (''Hohe-Stock-Kaserne'').<ref name="Haslacher">[[Stefan Haslacher|Haslacher, Stefan]]; [[Michael Günther|Günther, Michael]]: [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]], [[Verlag Anton Pustet]], 2013</ref>
 
Um [[1800]] hat die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die Franzosen übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zum [[Österreich#Kaisertum Österreich|Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als Kaserne  genutzt. Auch nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden bis [[1938]] Teile der Festung noch als Kaserne genutzt (''Hohe-Stock-Kaserne'').<ref name="Haslacher">[[Stefan Haslacher|Haslacher, Stefan]]; [[Michael Günther|Günther, Michael]]: [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]], [[Verlag Anton Pustet]], 2013</ref>
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