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[[Datei:Hotelprojekt beim Wasenmoos am Pass Thurn Lageplan.jpg|thumb|Lageplan des Hotelprojekts beim Wasenmoos am Pass Thurn]]
[[Datei:Hotelprojekt beim Wasenmoos am Pass Thurn Vertragsabschluss.jpg|thumb|Der Vertrag für das neue Luxusresort ist unterzeichnet. Franz Wieser, Bernhard Bohnenberger und Dr. Walther Staininger freuen sich auf das Six Senses Kitzbühel Alps.]]
[[Datei:Hotelprojekt beim Wasenmoos am Pass Thurn Startschuss.jpg|thumb|Der symbolische Startschuss für das neue Luxusresort Six Senses Kitzbühel Alps ist gefallen. Im Bild: Franz Wieser, Dr. Walther Staininger, Bernhard Bohnenberger, Alberto Priolo und [[Bürgermeister der Stadt Mittersill|Bürgermeister]] [[Wolfgang Viertler]] (v.l.n.r.). ]]
Das '''Hotelprojekt beim Wasenmoos am Pass Thurn''' sorgte im November [[2019]] für Aufregung.

== Das Projekt ==
Am [[Pass Thurn]] im nördlichen Stadtgebiet von [[Mittersill]] wurden im Herbst 2019 zwei Hektar Wald gerodet und anschließend war Baubeginn. Bis [[2021]] entstehen hier auf einer Gesamtfläche von vier Hektar luxuriöse Chalets und ein Hotel. Zum Teil besteht eine Zweitwohnsitzwidmung.

Vor allem dass die Fläche auf einer Seite an das international anerkannte Ramsar-Schutzgebiet [[Wasenmoos]] grenzt, sorgt für Widerstand. Der Landesgeschäftsführer des [[Salzburger Naturbund]]es [[Hannes Augustin]] sagt, das Wasenmoos und viele weitere Gebiete seien durch dieses und weitere Projekte bedroht. Ohne Rücksicht auf Natur, Klima, Verkehr und zukünftige Generationen werde gebaut und gebaut.

Initiator des Projekts ist der [[Hollersbach]]er Baumeister und Besitzer der Panoramabahn Franz Wieser. Er wollte sich nicht mehr zu seinem Projekt äußern, da er keine Lust mehr habe sich mit Leuten auseinanderzusetzen, die weit weg wohnten und keine Ahnung hätten. Er meint ergänzend, dass es ohne diesem Projekt das Wasenmoos gar nicht gäbe.

Das Hoteldorf entsteht an der Landesgrenze zu [[Tirol]] auf 1 200 [[M ü. A.|Metern Seehöhe]] auf einem vor rund zehn Jahren (~ 2009) gewidmeten Zweitwohnsitzgebiet.

=== Wie es zu diesem Projekt gekommen ist ===
[[Bürgermeister der Stadt Mittersill|Bürgermeister]] [[Wolfgang Viertler]] hatte mit Rückendeckung der [[Kitzbühl Bergbahn AG|Kitzbüheler Bergbahnen]] um 2000 der Gemeinde ein Konzept vorgelegt. Es sah neben dem Bau der [[Panoramabahn Kitzbüheler Alpen]], mit der man von Hollersbach direkt in das Skigebiet Kitzbühel einsteigen kann, bei der Mittelstation am Pass Thurn 500 bis 1 000 neue Betten vor. Der Verkauf von Apartments sollte die Bahn mitfinanzieren. Die Fläche sei schon davor im Räumlichen Entwicklungskonzept für eine touristische Nutzung vorgesehen gewesen, so Viertler. 2003 stimmte die Gemeindevertretung dem Plan zu. Die Bahn wurde mit Millionenunterstützung von Gemeinde und [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] gebaut. Wie Viertler ausführt, wäre vorher in Mittersill ''alles gestanden'': Es gab keinen [[Hochwasser]]schutz, kein [[Nationalparkzentrum Mittersill|Nationalparkzentrum]], kein neues Schulzentrum, der [[Fremdenverkehr]] stagnierte. Damals war Mittersill SPÖ-geführt und Nur die FPÖ, bei der Viertler damals gewesen sei, habe gegen die Beteiligung der Gemeinde gestimmt.

=== Rettung des Wasenmooses ===
Die Rodung für das Hotelprojekt wurde schon [[2009]] von der [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] genehmigt. Die naturschutzrechtliche Bewilligung folgte [[2013]]. Die Projektfläche Jagafeld gehörte, so wie das Wasenmoos noch heute, den [[Österreichische Bundesforste|Bundesforsten]] (ÖBf), die sie an Wieser verkauften. In einer Stellungnahme beim Naturschutzverfahren schrieben die ÖBf, man hätte, wäre mit Verwertungseinschränkungen der an das Wasenmoos grenzenden Grundstücke zu rechnen gewesen, die sehr aufwendige Renaturierung und Besucherlenkung im Moos "''aus einem anderen Gesichtspunkt betrachtet''". Wieser habe einen persönlichen und finanziellen Beitrag zur Weidefreistellung des Mooses geleistet. Die Weiderechte von Dutzenden Bauern im Moos wurden zusammen mit jenen auf dem Jagafeld abgelöst. Durch die Verbesserungen im Moos kam es 2006 zur Anerkennung als Ramsar-Schutzgebiet.

=== Chalet mit E-Porsche ===
Die Luxus-Chalets kosten zwischen 5,1 Millionen bis zu 8,5 Millionen Euro (Villa mit 400 Quadratmetern), den Elektro-Porsche gibt es für die Käufer geschenkt. Appartments gibt es bereits ab 1,5 Millionen Euro. Das Projekt besteht aus einem Hotel mit 77 Zimmern und 45 Appartements - zu den 13 Chalets bzw. Villen gibt es den E-Porsche Taycan gratis dazu. Erbauer ist die Gruppe ''Six Senses'' mit Sitz in Thailand, die weltweit Fünfsterne-Resorts betreiben.

== Weblink ==
* [https://www.pm1.at/de/projekte/six-senses-kitzbuehel-alps www.pm1.at] Projektbeschreibung mit Bildern

== Quellen ==
* [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/mittersill-hotelprojekt-beim-wasenmoos-am-pass-thurn-regt-auf-77096314 3. Oktober 2019] und [https://www.sn.at/salzburg/politik/chalet-mit-e-porsche-landeshauptmann-kritisiert-protzige-vermarkung-78909178 9. November 2019]

[[Kategorie:Projekt]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Mittersill]]

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