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Ludwig Purtscheller war der Sohn des Innsbrucker Finanzbeamten Franz Purtscheller und seiner Frau Maria, geborene Gruber. Er arbeitete im Bleiberger Bergwerksbetrieb ([[Kärnten]]) als Angestellter und erwarb dort mineralogische Kenntnisse, war jedoch mit seiner kaufmännischen Tätigkeit nicht zufrieden. Nach der Turnlehrerprüfung in Graz arbeitete er in Klagenfurt. Er kam [[1877]] nach [[Salzburg]] und arbeitete als Turnlehrer an der [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt|Lehrerbildungsanstalt]] und am [[Akademisches Gymnasium|k.k. Staatsgymnasium]]. Er erwarb sich gute Kenntnisse in Geografie, Geologie, Mineralogie, Botanik, Zoologie, Volkskunde und Geschichte. Er war sprachgewandt und beherrschte Italienisch und Französich in Wort und Schrift. Bis zu seinem Tod nach seinem Absturz am [[25. August]] [[1899]] an der ''Aiguille du Dru'' im Mont-Blanc-Gebiet (Frankreich), von dem er nicht mehr genas, wirkte er an diesen Schulen.
Der in Tirol aufgewachsene Ludwig Purtscheller arbeitete im Bleiberger Bergwerksbetrieb ([[Kärnten]]) als Angestellter und erwarb dort mineralogische Kenntnisse, war jedoch mit seiner kaufmännischen Tätigkeit nicht zufrieden. Nach der Turnlehrerprüfung in Graz arbeitete er in Klagenfurt. Er kam [[1877]] nach [[Salzburg]] und arbeitete als Turnlehrer an der [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt|Lehrerbildungsanstalt]] und am [[Akademisches Gymnasium|k.k. Staatsgymnasium]]. Er erwarb sich gute Kenntnisse in Geografie, Geologie, Mineralogie, Botanik, Zoologie, Volkskunde und Geschichte. Er war sprachgewandt und beherrschte Italienisch und Französich in Wort und Schrift. Bis zu seinem Tod nach seinem Absturz am [[25. August]] [[1899]] an der ''Aiguille du Dru'' im Mont-Blanc-Gebiet (Frankreich), von dem er nicht mehr genas, wirkte er an diesen Schulen.
      
In seiner Freizeit war der Alpinist jährlich auf bis zu 100 Gipfeln. Er gilt als einer der Pioniere der Erschließung der [[Alpen]]. Er stand auf dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], dem [[Hoher Sonnblick|Sonnblick]], dem Piz Bernina (Schweiz), dem Ätna und dem Vesuv (beide Italien), dem Elbrus im Kaukasus oder dem Montblanc (Frankreich). Er hatte Kraft und Ausdauer, eine Bescheidenheit und führte ein spartanisches Leben.
 
In seiner Freizeit war der Alpinist jährlich auf bis zu 100 Gipfeln. Er gilt als einer der Pioniere der Erschließung der [[Alpen]]. Er stand auf dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], dem [[Hoher Sonnblick|Sonnblick]], dem Piz Bernina (Schweiz), dem Ätna und dem Vesuv (beide Italien), dem Elbrus im Kaukasus oder dem Montblanc (Frankreich). Er hatte Kraft und Ausdauer, eine Bescheidenheit und führte ein spartanisches Leben.
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[[1894]] wurde unter seiner Leitung die [[Österreichischer Alpenverein Sektion Lend-Dienten|Sektion Lend-Dienten]] des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]] gegründet.
 
[[1894]] wurde unter seiner Leitung die [[Österreichischer Alpenverein Sektion Lend-Dienten|Sektion Lend-Dienten]] des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]] gegründet.
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[[1895]] heiratete er Hedwig (* [[2. Oktober]] [[1862]] in Staab, tchechisch ''Stod'', [[Böhmen]]), die Tochter des Bezirkshauptmanns von Kaplitz (tschechisch ''Kaplice'', [[Böhmen]]), Johann Nepomuk von Helmreichen zu Brunfeld (* [[6. März]] [[1826]] in Linz, [[OÖ]]; † [[26. Juni]] [[1907]] in Salzburg)<ref>[https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_70_0054-0060.pdf Franz Martin: Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 13. Von Helmreichen zu Brunfeld, in: MGSLK 70, 1930, S. 70]</ref>, die ihm eine Tochter schenkte: Hedwig (* [[16. September]] [[1896]])<!--, seit [[1917]] verheiratet mit Ernst Czerny (* [[28. Dezember]] [[1880]]), seit [[1960]] mit Heinrich Molterer.--><ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB15/?pg=283 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band XV, S. 278.]</ref>. Insgesamt bestieg Ludwig Purtscheller ca. 1&nbsp;700 Gipfel, davon mehr als 40 Viertausender.
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[[1895]] heiratete er Hedwig (* [[2. Oktober]] [[1862]] in Staab, tschechisch ''Stod'', [[Böhmen]])<ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/voecklabruck/207%252F1895/?pg=9 Trauungsbuches der Pfarre Vöcklabruck, Band XIII, S. 24.]</ref>, die Tochter des Bezirkshauptmanns von Kaplitz (tschechisch ''Kaplice'', [[Böhmen]]), Johann Nepomuk von Helmreichen zu Brunfeld (* [[6. März]] [[1826]] in Linz, [[OÖ]]; † [[26. Juni]] [[1907]] in Salzburg)<ref>[https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_70_0054-0060.pdf Franz Martin: Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 13. Von Helmreichen zu Brunfeld, in: MGSLK 70, 1930, S. 70]</ref>, die ihm eine Tochter schenkte: Hedwig (* [[16. September]] [[1896]])<!--, seit [[1917]] verheiratet mit Ernst Czerny (* [[28. Dezember]] [[1880]]), seit [[1960]] mit Heinrich Molterer.--><ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB15/?pg=283 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band XV, S. 278.]</ref>. Insgesamt bestieg Ludwig Purtscheller ca. 1&nbsp;700 Gipfel, davon mehr als 40 Viertausender.
    
Er war auch einer jener ersten Alpinisten, die Dokumentation betrieben. [[1893]] erschien im Standardwerk ''Die Erschließung der Ostalpen'', ''[[Salzburger Kalkalpen]]''; [[1894]] folgten die ''Stubaier Alpen''. Im selben Jahr gab er mit <span style="color:green">Heinrich Heß</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Heinrich Heß]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> den Führer ''Der Hochtourist in den Ostalpen'' heraus. Er wirkte noch an vielen Publikationen mit.
 
Er war auch einer jener ersten Alpinisten, die Dokumentation betrieben. [[1893]] erschien im Standardwerk ''Die Erschließung der Ostalpen'', ''[[Salzburger Kalkalpen]]''; [[1894]] folgten die ''Stubaier Alpen''. Im selben Jahr gab er mit <span style="color:green">Heinrich Heß</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Heinrich Heß]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> den Führer ''Der Hochtourist in den Ostalpen'' heraus. Er wirkte noch an vielen Publikationen mit.
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