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[[Datei:Mondseeland-Flugaufnahme von Bernhard Kern, Jänner 2017.jpg|thumb|Mondseeland-Flugaufnahme von Bernhard Kern, Jänner 2017.]]
 
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[[Datei:Panoramabild Mondsee Westansicht.JPG|thumb|Panoramabild Mondsee Westansicht aus der Ortschaft Obernberg/St. Lorenz]]
 
[[Datei:Panoramabild Mondsee Westansicht.JPG|thumb|Panoramabild Mondsee Westansicht aus der Ortschaft Obernberg/St. Lorenz]]
Als '''Mondseeland''' wird das Gebiet zwischen und um den [[Irrsee]] und [[Mondsee (See)|Mondsee]] bezeichnet.  
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Als '''Mondseeland''' wird das Gebiet von [[Oberhofen am Irrsee]] bis rund um den [[Mondsee (See)|Mondsee]] bezeichnet.  
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== Allgemeines ==
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=== Salzburg und das Mondseeland ===
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Das [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehörte um 1506 zu den vornehmsten und wohlhabendsten Bistümern. [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] (* 1495; † 1519) war ein Finanzgenie, tilgte die Schulden seiner Vorgänger, sanierte das Münzwesen und war ein geachteter, sehr sparsamer, frommer und reicher Mann, der aus dem [[Bergbau|Berg-]], [[Salzbergbau|Salz-]] und [[Goldbergbau]] großen wirtschaftlichen Nutzen schlug.
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Ende November [[1506]] weilte der Salzburger Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach zusammen mit Kaiser Maximilian I. mehrere Tage als Gast bei Abt Wolfgang Haberl in Mondsee. Kaiser Maximilian hatte eine besonders herzliche Beziehung, Wertschätzung und großes Vertrauen zum Abt von Mondsee, den er auch als Beichtvater nur „''seinen Mönch zu nennen pflegte''“. Das Mondseeland sollte nicht lange dem Herrschaftsbereich der [[Habsburger]] angehören, denn noch im selben Jahr verpfändete der Kaiser die neu dazugekommenen Besitzungen aufgrund seiner ständigen Geldnot dem Salzburger Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach. Erst nach Mitte des [[16. Jahrhundert]]s, [[1565]], kam dieser Herrschaftsbereich wieder an Oberösterreich ob der Enns zurück.
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== Geografie ==
 
Hauptort des Mondseelandes ist der Markt [[Mondsee (Ort)|Mondsee]]. Es umfasst den alten Besitz des ehemaligen [[Benediktinerstift Mondsee|Benediktinerstifts Mondsee]]. Zum (erweiterten) [[Salzkammergut]] wird es erst seit Anfang des [[20. Jahrhundert]]s gezählt.
 
Hauptort des Mondseelandes ist der Markt [[Mondsee (Ort)|Mondsee]]. Es umfasst den alten Besitz des ehemaligen [[Benediktinerstift Mondsee|Benediktinerstifts Mondsee]]. Zum (erweiterten) [[Salzkammergut]] wird es erst seit Anfang des [[20. Jahrhundert]]s gezählt.
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== Gemeinden ==
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Zum {{PAGENAME}} gehören acht Gemeinden des Gerichtsbezirks Mondsee: Innerschwand, Mondsee, Oberhofen am Irrsee, [[Benutzer:Franz Fuchs/Oberwang|Oberwang]], [[St. Lorenz]], [[Tiefgraben]], [[Unterach am Attersee]] und Zell am Moos.
Zum {{PAGENAME}} gehören acht Gemeinden des Gerichtsbezirks Mondsee: Innerschwand, Mondsee, [[Oberhofen]], [[Benutzer:Franz Fuchs/Oberwang|Oberwang]], [[St. Lorenz]], [[Tiefgraben]], [[Unterach am Attersee]] und Zell am Moos.
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[[Datei:Aussichtsturm auf der Kulmspitze, li. die Ortschaft Stabau, Aufn. 27.9.2019.jpg|thumb|Aussichtsturm auf der Kulmspitze, li. die Ortschaft Stabau, Aufn. 27.9.2019]]
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Der Aussichtsturm auf der Kulmspitze befindet sich nordöstlich oberhalb des Mondsees. [[2019]] wurde auf der 1 095  [[m ü. A.]] hohen Kulmspitze ein aus Holz bestehender Aussichtsturm mit einer Höhe von 28 Meter und vier Plattformen errichtet. Für die Errichtung war die Zustimmung der [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] als Grundbesitzer maßgeblich, die zur Bewirtschaftung des Waldes eine Forststraße bis in Gipfelnähe errichtet hatte. Weiters gelang es, für das Projekt eine EU-Leader-Förderung zu erlangen. Schon im Jahr [[1906]] gab es wegen der außergewöhnlich guten Aussichtslage auf der Kulmspitze durch die  "[[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Section des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins]]" Pläne, eine Aussichtswarte zu erbauen. Nach über 100 Jahren fanden nun diese Pläne ihre Verwirklichung. Sowohl die Gemeinden Innerschwand und Oberwang (ihre Grenzen verlaufen mitten durch den Turm) als auch die Gemeinden [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], [[Tiefgraben]] und [[St. Lorenz]]  beteiligten sich an der Finanzierung, weil der Turm für den [[Fremdenverkehr]] des gesamten Mondseelandes von Bedeutung ist.
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Technische Daten des Turms: Aussichtsplattform: 24 m, Firsthöhe 28,42 m, Verwendete Holzarten: Fichte und Lärche, Verbautes Holz: 90 m³, Fundament: 100 m³ Beton,  Dachfläche: 100 m²
    
== Landwirtschaft ==
 
== Landwirtschaft ==
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Ein Entwurf für das Kaisergrab am Falkenstein, mit allegorischen Darstellungen liegt im Museum Ferdinandeum Innsbruck.  
 
Ein Entwurf für das Kaisergrab am Falkenstein, mit allegorischen Darstellungen liegt im Museum Ferdinandeum Innsbruck.  
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=== Salzburg und das Mondseeland ===
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Das [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehörte um 1506 zu den vornehmsten und wohlhabendsten Bistümern. [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] (* 1495; † 1519) war ein Finanzgenie, tilgte die Schulden seiner Vorgänger, sanierte das Münzwesen und war ein geachteter, sehr sparsamer, frommer und reicher Mann, der aus dem [[Bergbau|Berg-]], [[Salzbergbau|Salz-]] und [[Goldbergbau]] großen wirtschaftlichen Nutzen schlug.
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Ende November [[1506]] weilte der Salzburger Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach zusammen mit Kaiser Maximilian I. mehrere Tage als Gast bei Abt Wolfgang Haberl in Mondsee. Kaiser Maximilian hatte eine besonders herzliche Beziehung, Wertschätzung und großes Vertrauen zum Abt von Mondsee, den er auch als Beichtvater nur „''seinen Mönch zu nennen pflegte''“. Das Mondseeland sollte nicht lange dem Herrschaftsbereich der [[Habsburger]] angehören, denn noch im selben Jahr verpfändete der Kaiser die neu dazugekommenen Besitzungen aufgrund seiner ständigen Geldnot dem Salzburger Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach. Erst nach Mitte des [[16. Jahrhundert]]s, [[1565]], kam dieser Herrschaftsbereich wieder an Oberösterreich ob der Enns zurück.
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Aus vielen Teilen Europas strömen die Wallfahrer nach St. Wolfgang und die Waldeinsamkeit am [[Falkenstein]]. In einer Zeit wo die Ärzte bei Krankheiten wie auch bei der [[Pest]]-Seuche hilflos waren suchten die Pilger Hoffnung, Zuflucht und Heilung im Gebet wie auch bei der Heilwasserquelle am Falkenstein<ref>siehe [[Wallfahrt St. Wolfgang]]</ref>.
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Diese große Beliebtheit St. Wolfgangs war den Salzburgern schon lange ein Dorn im Auge. Der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Kirchenfürst]] wäre ständig daran erinnert worden, dass Grund und Boden für das Grabmal am Falkenstein in der Nähe von Salzburg nur ein Pfand in seiner Hand ist und bei Rückzahlung der Pfandsumme wieder dem Habsburger-Reich eingegliedert werden könnte.
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In Predigten wetterten die Salzburger Kleriker von der Kanzel:“''...die Salzburger würden wohl nach St. Wolfgang wallfahrten, von ihren eigenen Heiligen, [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]], wüssten sie aber nichts...''“
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Das Wappen des Abtes Wolfgang Haberl mit den Anfangsbuchstaben seines Wahlspruches ''AMAD Auxilium meum a Domino'' - „Alle Hilfe kommt vom Herrn" ziert den Pilgerbrunnen und ist im heutigen Schloss dem ehemaligen Priorat neben der Kirche erhalten.
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==Geologische Beschreibung über Gletscherauswirkung im Mondseerland==
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* [http://www.geologie.ac.at/filestore/download/JB1262_304_B.pdf  Gletscherwirkung im Mondsee-  u. Irrseegebiet]
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== Aussichtsturm auf der Kulmspitze ==
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[[Datei:Aussichtsturm auf der Kulmspitze, li. die Ortschaft Stabau, Aufn. 27.9.2019.jpg|thumb|Aussichtsturm auf der Kulmspitze, li. die Ortschaft Stabau, Aufn. 27.9.2019]]
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Im Jahr [[2019]] wurde auf der 1&nbsp;095  [[m ü. A.]] hohen Kulmspitze ein aus Holz bestehender Aussichtsturm mit einer Höhe von 28 Meter und vier Plattformen errichtet. Für die Errichtung war die Zustimmung der [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] als Grundbesitzer maßgeblich, die zur Bewirtschaftung des Waldes eine Forststraße bis in Gipfelnähe errichtet hatte.
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Weiters gelang es, für das Projekt eine EU-Leader-Förderung zu erlangen. Schon im Jahr [[1906]] gab es wegen der außergewöhnlich guten Aussichtslage auf der Kulmspitze durch die  "[[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Section des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins]]" Pläne, eine Aussichtswarte zu erbauen. Nach über 100 Jahren fanden nun diese Pläne ihre Verwirklichung.
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Sowohl die Gemeinden Innerschwand und Oberwang (ihre Grenzen verlaufen mitten durch den Turm) als auch die Gemeinden [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], [[Tiefgraben]] und [[St. Lorenz]]  beteiligten sich an der Finanzierung, weil der Turm für den [[Fremdenverkehr]] des gesamten Mondseelandes von Bedeutung ist.
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Technische Daten des Turms:
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* Aussichtsplattform: 24 m
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* Firsthöhe 28,42 m
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* Verwendete Holzarten: Fichte und Lärche
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* Verbautes Holz: 90 m³
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* Fundament: 100 m³ Beton
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* Dachfläche: 100 m²
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==Weblink==
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* [https://mondsee.salzkammergut.at/magazin/aussichtsturm-kulmspitz.html?fbclid=IwAR20tIgLirEyEKio7SLDX51ateVqpejPOzxUl_NR6fj9M1Ymma2fg7Yfw6k  Bericht über den Turm auf der Kulmspitze]
      
== Bilder ==
 
== Bilder ==
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* Dr. Ignaz Zibermayr, ''Die St. Wolfganglegende'' 1924
 
* Dr. Ignaz Zibermayr, ''Die St. Wolfganglegende'' 1924
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==Quelle==
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==Quellen==
 
* [[Adele Sungler]]
 
* [[Adele Sungler]]
 
* [[Mondsee24]]
 
* [[Mondsee24]]
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==Weblink==
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* [https://mondsee.salzkammergut.at/magazin/aussichtsturm-kulmspitz.html?fbclid=IwAR20tIgLirEyEKio7SLDX51ateVqpejPOzxUl_NR6fj9M1Ymma2fg7Yfw6k  Bericht über den Turm auf der Kulmspitze]
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* [http://www.geologie.ac.at/filestore/download/JB1262_304_B.pdf  Gletscherwirkung im Mondsee-  u. Irrseegebiet] Geologische Beschreibung über Gletscherauswirkung im Mondseerland
    
==Einzelnachweis==
 
==Einzelnachweis==

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