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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Der Oden entstand aufgrund verschieden strenger Auslegungen der Regeln des Hl. Franziskus in verschiedensten Reformbewegungen. Zwar schloss Papst Leo XIII. [[1897]] alle diese franziskanischen Reformbewegungen unter der Bezeichnung ''Ordo Fratrum Minorum'' (Orden der Minderen Brüder oder Franziskaner), aber der Kapuzinerorden blieb eigenständig. | + | Der Orden entstand aufgrund verschieden strenger Auslegungen der Regeln des Hl. Franziskus in verschiedensten Reformbewegungen. Zwar schloss Papst Leo XIII. [[1897]] alle diese franziskanischen Reformbewegungen unter der Bezeichnung ''Ordo Fratrum Minorum'' (Orden der Minderen Brüder oder Franziskaner), aber der Kapuzinerorden blieb eigenständig. |
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| | Nach der Gründung in [[Italien]] [[1525]] folgte schon [[1528]] die päpstliche Bestätigung, und [[1574]] erhielt der Orden die Erlaubnis, sich über Italien hinaus auszubreiten. Es war die Zeit von katholischen Reformen, die auch zu einem Priestermangel führten. So kamen Brüder aus dem italienischen Süden auch über die Alpen. Dieses sich über ganz Europa ausbreitende Netzwerk der Kapuziner brachte auch großes Vertrauen der Bevölkerung mit sich, das bis in Adelskreise reichte. | | Nach der Gründung in [[Italien]] [[1525]] folgte schon [[1528]] die päpstliche Bestätigung, und [[1574]] erhielt der Orden die Erlaubnis, sich über Italien hinaus auszubreiten. Es war die Zeit von katholischen Reformen, die auch zu einem Priestermangel führten. So kamen Brüder aus dem italienischen Süden auch über die Alpen. Dieses sich über ganz Europa ausbreitende Netzwerk der Kapuziner brachte auch großes Vertrauen der Bevölkerung mit sich, das bis in Adelskreise reichte. |
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| − | So wollte dann auch Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der nicht mehr die harte Praxis der [[Protestantenvertreibung]] verfolgte, sondern der ''Belehrung'' den Vorzug gab, diese vertrauenswürdigen Kapuziner (neben den [[Franziskanerkloster|Franziskanern]]) in Salzburg haben. [[1594]] holte er sie nach Salzburg und übergab ihnen am [[9. September]] ihr erstes Zuhause, das [[St. Johannes am Imberg|Johanneskirchlein]] an der [[Imbergstiege]] zur Verrichtung ihrer Gottesdienste mit dem dazu gehörigen [[Benefiziatenhaus Imberg]] als Wohnung.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18550907&query=%22Benefiziatenhaus%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 7. September 1855, Seite 4</ref>
| + | Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] wollte neben der harte Praxis der [[Protestantenvertreibung]] im Zuge der Gegenreformation auch die Missionierung vorantreiben, weshalb der (neben den [[Franziskanerkloster|Franziskanern]] und den Augustiner-Eeremiten) auch die Kapuziner bat nach Salzburg zu kommen. [[1594]] holte er sie nach Salzburg und übergab ihnen am [[9. September]] ihr erstes Zuhause, das [[St. Johannes am Imberg|Johanneskirchlein]] an der [[Imbergstiege]] zur Verrichtung ihrer Gottesdienste mit dem dazu gehörigen [[Benefiziatenhaus Imberg]] als Wohnung.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18550907&query=%22Benefiziatenhaus%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 7. September 1855, Seite 4</ref> |
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| | Eigentlich bevorzugten die Kapuziner für ihre Niederlassungen (in Italien) Anhöhen. Berge als "Wohnung Gottes" und Stätte der Begegnung zwischen Schöpfer und Geschöpf unterstrichen so ihre Bedürfnislosigkeit und Opferbereitschaft (die in Buße und Gebet an diesen Orten lag). Aber in Salzburg war es anders. [[Laurentius von Brindisi]], später Ordensgeneral, der heilig gesprochen wurde, wollte nicht "oben" wohnen. Er musste sich recht widerwillig dem Machtwort Wolf Dietrichs unterordnen, der die Kapuziner oben beim [[Trompeterschlössl]] wünschte. | | Eigentlich bevorzugten die Kapuziner für ihre Niederlassungen (in Italien) Anhöhen. Berge als "Wohnung Gottes" und Stätte der Begegnung zwischen Schöpfer und Geschöpf unterstrichen so ihre Bedürfnislosigkeit und Opferbereitschaft (die in Buße und Gebet an diesen Orten lag). Aber in Salzburg war es anders. [[Laurentius von Brindisi]], später Ordensgeneral, der heilig gesprochen wurde, wollte nicht "oben" wohnen. Er musste sich recht widerwillig dem Machtwort Wolf Dietrichs unterordnen, der die Kapuziner oben beim [[Trompeterschlössl]] wünschte. |
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| − | Die Ordensleute blieben im Lauf der Jahrhunderte gegenüber dem Landesherrn und Erzbischof stets unabhängig, sie waren einzig dem Papst untergeben. Neben der Bereitstellung der Kost sorgte trotzdem der Erzbischof für das Wohl der Klosterbrüder. | + | Die Ordensleute blieben im Lauf der Jahrhunderte gegenüber dem Landesherrn und Erzbischof stets unabhängig, sie waren einzig dem Papst und ihren Ordensvorständen untergeben. Neben der Bereitstellung der Kost sorgte trotzdem der Erzbischof für das Wohl der Klosterbrüder. |
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| | Von Salzburg aus, dem zweitältesten Kapuzinerkloster auf heutigem österreichischem Boden (das älteste wurde [[1593]] in Innsbruck gegründet), widmeten sich die Kapuziner der pfarrlichen Seelsorge und Aushilfen in [[Radstadt]] ([[1633]]), [[Mühldorf am Inn]] ([[1640]]), [[Tamsweg]] ([[1644]]), [[Laufen an der Salzach]] ([[1656]]) und [[Werfen]] ([[1737]]). | | Von Salzburg aus, dem zweitältesten Kapuzinerkloster auf heutigem österreichischem Boden (das älteste wurde [[1593]] in Innsbruck gegründet), widmeten sich die Kapuziner der pfarrlichen Seelsorge und Aushilfen in [[Radstadt]] ([[1633]]), [[Mühldorf am Inn]] ([[1640]]), [[Tamsweg]] ([[1644]]), [[Laufen an der Salzach]] ([[1656]]) und [[Werfen]] ([[1737]]). |