| − | Egon Ranshofen-Wertheimer war der Sohn des katholischen Guts- und Schlossbesitzers Julius Wertheimer († 3. Juli 1917) und seiner Frau Karoline, geborene Bartosch († 27. Oktober 1914). Er war Schüler des Musikpädagogen [[August Brunetti-Pisano]] und maturierte [[1912]] am [[Akademisches Gymnasium Salzburg|k.k. Staatsgymnasium Salzburg]]. Anschließend studierte er, unterbrochen vom [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], Rechts- und Staatswissenschaft sowie Geschichte an den Universitäten Wien, Zürich und München. In der Revolutionszeit war er zunächst über drei Monate ehrenamtlicher Mitarbeiter des bayerischen Finanzministers Professor Edgar Jaffe, dann war er als Mitglied des Revolutionären Hochschulrates bis April [[1919]] an der Leitung der Universität München beteiligt. Er wurde Mitglied der im Jänner 1919 gegründeten Salzburger Künstler-Vereinigung [[Wassermann]] und beendete schließlich sein Studium [[1921]] mit seiner Promotion in Heidelberg. Er arbeitete dann zunächst für drei Jahre als außenpolitischer Redakteur in Hamburg und anschließend bis 1930 als Auslandskorrespondent für den sozialdemokratischen ''Vorwärts'' und die sozialistische ''Wiener Arbeiterzeitung'' in London. [[1930]] wurde er Diplomat beim Völkerbund in Genf und floh [[1938]] in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]], wo er mit [[Leopold Kohr]], den er aus seiner Zeit beim Völkerbund kannte, als Publizist sowie ab [[1940]] als Universitätsprofessor und Regierungsberater tätig war. Am [[26. Juni]] [[1945]] war er in San Francisco Mitunterzeichner der Charta der Vereinten Nationen und arbeitete seit [[1946]] für die Vereinten Nationen, ab [[1951]] als Hochkommissar für die Krisenherde in Korea, Somaliland und Eritrea. Nach der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages [[1955]] engagierte er sich für die Aufnahme der Republik Österreich in die Vereinten Nationen und übersiedelte nach seiner Pensionierung [[1957]] [[Wien]]. | + | Egon Ranshofen-Wertheimer war der Sohn des katholischen Guts- und Schlossbesitzers Julius Wertheimer († 3. Juli 1917) und seiner Frau Karoline, geborene Bartosch († 27. Oktober 1914). Er war Schüler des Musikpädagogen [[August Brunetti-Pisano]] und maturierte [[1912]] am [[Akademisches Gymnasium Salzburg|k.k. Staatsgymnasium Salzburg]]. Anschließend studierte er, unterbrochen vom [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], Rechts- und Staatswissenschaft sowie Geschichte an den Universitäten Wien, Zürich und München. In der Revolutionszeit war er zunächst über drei Monate ehrenamtlicher Mitarbeiter des bayerischen Finanzministers Professor Edgar Jaffé, dann war er als Mitglied des Revolutionären Hochschulrates bis April [[1919]] an der Leitung der Universität München beteiligt. Er wurde Mitglied der im Jänner 1919 gegründeten Salzburger Künstler-Vereinigung [[Wassermann]] und beendete schließlich sein Studium [[1921]] mit seiner Promotion in Heidelberg. Er arbeitete dann zunächst für drei Jahre als außenpolitischer Redakteur in Hamburg und anschließend bis 1930 als Auslandskorrespondent für den sozialdemokratischen ''Vorwärts'' und die sozialistische ''Wiener Arbeiterzeitung'' in London. [[1930]] wurde er Diplomat beim Völkerbund in Genf und floh [[1938]] in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]], wo er mit [[Leopold Kohr]], den er aus seiner Zeit beim Völkerbund kannte, als Publizist sowie ab [[1940]] als Universitätsprofessor und Regierungsberater tätig war. Am [[26. Juni]] [[1945]] war er in San Francisco Mitunterzeichner der Charta der Vereinten Nationen und arbeitete seit [[1946]] für die Vereinten Nationen, ab [[1951]] als Hochkommissar für die Krisenherde in Korea, Somaliland und Eritrea. Nach der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages [[1955]] engagierte er sich für die Aufnahme der Republik Österreich in die Vereinten Nationen und übersiedelte nach seiner Pensionierung [[1957]] [[Wien]]. |
| | Er war verheiratet mit Mathilde, geborene Junger. | | Er war verheiratet mit Mathilde, geborene Junger. |