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[[Datei:Gaisbergrennen 1929 01.jpg|thumb|Titelbild in "Das Motorrad", Ausgabe vom 15. September 1929.]]
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[[Datei:Gaisbergrennen 1929 02.jpg|thumb|Der schnellste Mann des Tages: Josef ''Peppi'' Walla aus Wien auf ''Sunbeam''.]]
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[[Datei:Gaisbergrennen 1929 03.jpg|thumb|Bilder vom ersten Gaisbergrennen.]]
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[[Datei:Gaisbergrennen 1929 04.jpg|thumb|Bilder vom ersten Gaisbergrennen.]]
 
Das '''erste Gaisbergrennen''' für Automobile und Motorräder fand am Sonntag, den [[8. September]] [[1929]] auf der erst im Mai dieses Jahres fertiggestellte [[Gaisbergstraße (Stadt Salzburg)|Gaisbergstraße]] auf den Salzburger Hausberg, den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]], statt.
 
Das '''erste Gaisbergrennen''' für Automobile und Motorräder fand am Sonntag, den [[8. September]] [[1929]] auf der erst im Mai dieses Jahres fertiggestellte [[Gaisbergstraße (Stadt Salzburg)|Gaisbergstraße]] auf den Salzburger Hausberg, den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]], statt.
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== Einleitung ==
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== Die Veranstaltung ==
 
Baron [[Franz Preuschen]], der in der [[Gemeinde Aigen]] wohnte, war damals Präsident des [[SAMTC|Salzburger Automobil-Clubs]] (S.A.C.), der dieses Rennen, zusammen mit dem ''Bayerischen Automobil-Club'' veranstaltete. Der Start war damals noch in [[Gemeinde Gnigl-Itzling|Gemeinde Gnigl]] bei der heutigen Obuskehre in [[Obergnigl]].  
 
Baron [[Franz Preuschen]], der in der [[Gemeinde Aigen]] wohnte, war damals Präsident des [[SAMTC|Salzburger Automobil-Clubs]] (S.A.C.), der dieses Rennen, zusammen mit dem ''Bayerischen Automobil-Club'' veranstaltete. Der Start war damals noch in [[Gemeinde Gnigl-Itzling|Gemeinde Gnigl]] bei der heutigen Obuskehre in [[Obergnigl]].  
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Am Freitag, den [[6. September]], begannen die Trainingsläufe.
      
Bei den Sport- und Rennwagen gingen dann am Sonntag von den elf genannten in der Sportwagenklasse dann aber nur fünf und in der Rennwagenklasse nur zwei von sieben genannten in die mit Spannung erwarteten Rennen. Hintergrund, so wurde damals vermutet, war, dass die Handelsverträge zwischen Österreich und Deutschland noch nicht unterzeichnet waren. Daher würden die Mercedes-Benz-Fahrer nicht starten. Es hätte es keinen Zweck gehabt, am Rennen teilzunehmen und einen Sieg zu erringen. Dies hätte dann die Einfuhrbewilligung der deutschen Automobile nur erschwert. Es wurde auch gemunkelt, dass die Mercedes-Rennfahrer wohl gestartet wären, hätten sie den Sieg sicher auf ihrer Seite gewusst. Aber sie fürchteten die kaum zu schlagende Konkurrenz des Austro-Daimler-Fahrers Hans von Stuck. Caracciola wäre mit einem 260-PS-Kompressor-Mercedes gestartet, jener von Stuck hatte nur 170 PS. Doch im Training war Stuck um 1,5 Minuten schneller als Cararcciola. Natürlich ahnte niemand, dass im Rennen dann Stuck wegen eines kurz vor Beginn des Rennens Ventilschadens nicht zur Konkurrenz antreten konnte.
 
Bei den Sport- und Rennwagen gingen dann am Sonntag von den elf genannten in der Sportwagenklasse dann aber nur fünf und in der Rennwagenklasse nur zwei von sieben genannten in die mit Spannung erwarteten Rennen. Hintergrund, so wurde damals vermutet, war, dass die Handelsverträge zwischen Österreich und Deutschland noch nicht unterzeichnet waren. Daher würden die Mercedes-Benz-Fahrer nicht starten. Es hätte es keinen Zweck gehabt, am Rennen teilzunehmen und einen Sieg zu erringen. Dies hätte dann die Einfuhrbewilligung der deutschen Automobile nur erschwert. Es wurde auch gemunkelt, dass die Mercedes-Rennfahrer wohl gestartet wären, hätten sie den Sieg sicher auf ihrer Seite gewusst. Aber sie fürchteten die kaum zu schlagende Konkurrenz des Austro-Daimler-Fahrers Hans von Stuck. Caracciola wäre mit einem 260-PS-Kompressor-Mercedes gestartet, jener von Stuck hatte nur 170 PS. Doch im Training war Stuck um 1,5 Minuten schneller als Cararcciola. Natürlich ahnte niemand, dass im Rennen dann Stuck wegen eines kurz vor Beginn des Rennens Ventilschadens nicht zur Konkurrenz antreten konnte.
    
In der Kategorie der Sportwagen stiftete Rudolf Steinweg aus München einige Verwirrung. Er hatte mit seinem Wagen bei der Mödlhammerwand einen Defekt und musste anhalten. Zwar wurde das Fahrzeug an den Straßenrand geschoben, aber die nach ihm gestarteten Bugatti-Fahrer Robert Richter und Fritz Poensgen aus München verzichteten auf eine Klassifizierung  wegen dieser Behinderung. Es wurde ihnen dann ein zweiter Start bewilligt, auf den sie dann jedoch verzichteten.
 
In der Kategorie der Sportwagen stiftete Rudolf Steinweg aus München einige Verwirrung. Er hatte mit seinem Wagen bei der Mödlhammerwand einen Defekt und musste anhalten. Zwar wurde das Fahrzeug an den Straßenrand geschoben, aber die nach ihm gestarteten Bugatti-Fahrer Robert Richter und Fritz Poensgen aus München verzichteten auf eine Klassifizierung  wegen dieser Behinderung. Es wurde ihnen dann ein zweiter Start bewilligt, auf den sie dann jedoch verzichteten.
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Am Freitag, den [[6. September]], begannen die Trainingsläufe.
    
Peppi (Josef) Walla auf Sunbeam fuhr dann bei den Motorrädern mit 8:15,9 min. (85 km/h Schnitt) die Tagesbestzeit. Bei den Tourenwagen kam der Deutsche Manfred von Brauchitsch auf Mercedes mit einem Schnitt von 72 km/h zum Sieg. Schnellster Salzburger war [[Max Reheis]] auf A.J.S. (englische Motorradmarke) mit 8:41,88 min. (82 km/h). In der Rennwagenklasse siegte Jiri Prinz Lobkowitz auf Bugatti mit einem Schnitt von 79 km/h; der schnellste Automobilist war [[Max Graf Arco-Zinneberg]], ebenfalls auf Mercedes, mit einer Zeit von 8:50,96 min (80 km/h); schnellster Salzburger im Automobil war Bergrat Dr. Ing. [[Karl Imhof]] mit 10:58,87 min. (65 km/h). Ausgeschieden war der Salzburger [[Philipp Graf Boos-Waldeck]]. Ihm brach schon einen Kilometer nach Start das Ölrohr. Und der Salzburger [[Hans Schmirl]] auf Puch stürzte knapp vor dem Ziel.  
 
Peppi (Josef) Walla auf Sunbeam fuhr dann bei den Motorrädern mit 8:15,9 min. (85 km/h Schnitt) die Tagesbestzeit. Bei den Tourenwagen kam der Deutsche Manfred von Brauchitsch auf Mercedes mit einem Schnitt von 72 km/h zum Sieg. Schnellster Salzburger war [[Max Reheis]] auf A.J.S. (englische Motorradmarke) mit 8:41,88 min. (82 km/h). In der Rennwagenklasse siegte Jiri Prinz Lobkowitz auf Bugatti mit einem Schnitt von 79 km/h; der schnellste Automobilist war [[Max Graf Arco-Zinneberg]], ebenfalls auf Mercedes, mit einer Zeit von 8:50,96 min (80 km/h); schnellster Salzburger im Automobil war Bergrat Dr. Ing. [[Karl Imhof]] mit 10:58,87 min. (65 km/h). Ausgeschieden war der Salzburger [[Philipp Graf Boos-Waldeck]]. Ihm brach schon einen Kilometer nach Start das Ölrohr. Und der Salzburger [[Hans Schmirl]] auf Puch stürzte knapp vor dem Ziel.  
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* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290909&query=%22Gaisbergrennen%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 9. September 1929, Seite 1 ff  
 
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290909&query=%22Gaisbergrennen%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 9. September 1929, Seite 1 ff  
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