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[[Datei:Statue am Südufer des Leopoldskroner Weihers.JPG|thumb|Johann-Nepomuk-Statue von [[Josef Anton Pfaffinger]] am Südufer des Weihers]]
 
[[Datei:Statue am Südufer des Leopoldskroner Weihers.JPG|thumb|Johann-Nepomuk-Statue von [[Josef Anton Pfaffinger]] am Südufer des Weihers]]
 
[[File:Sattler_panorama_sued_gross.jpg|thumb|[[Sattler-Panorama]]: Blick nach Süden]]
 
[[File:Sattler_panorama_sued_gross.jpg|thumb|[[Sattler-Panorama]]: Blick nach Süden]]
   
Der '''Leopoldskroner Weiher''' ist ein dreizehn Hektar großes stehendes Gewässer im Stadtteil [[Riedenburg]] südlich des [[Mönchsberg]]es im Stadtgebiet von [[Salzburg]].
 
Der '''Leopoldskroner Weiher''' ist ein dreizehn Hektar großes stehendes Gewässer im Stadtteil [[Riedenburg]] südlich des [[Mönchsberg]]es im Stadtgebiet von [[Salzburg]].
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
Dieses Stillgewässer wurde in seiner Geschichte stets "Weiher" genannt. In den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] aus dem Jahr [[1891]] ist dokumentiert, dass Teiche  stets künstlich angelegt wurden.<ref name="Fugger"> Allerdings sind in Salzburg und auch mitteleuropaweit alle flachgründigen Weiher ebenfalls künstlich angelegt. Derartige Gewässer verlanden so rasch, dass einstige natürliche Kleinseen außerhalb der Gebirgslage seit der Eiszeit alle verlandeten und daher seit Jahrtausenden nicht mehr bestehen.   
 
Dieses Stillgewässer wurde in seiner Geschichte stets "Weiher" genannt. In den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] aus dem Jahr [[1891]] ist dokumentiert, dass Teiche  stets künstlich angelegt wurden.<ref name="Fugger"> Allerdings sind in Salzburg und auch mitteleuropaweit alle flachgründigen Weiher ebenfalls künstlich angelegt. Derartige Gewässer verlanden so rasch, dass einstige natürliche Kleinseen außerhalb der Gebirgslage seit der Eiszeit alle verlandeten und daher seit Jahrtausenden nicht mehr bestehen.   
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In den [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1891&page=317&size=26 Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde] beschreibt [[Eberhard Fugger]] den Unterschied zwischen Teich und Weiher aus seiner - aber z. T. bis heute umstrittenen  - Sicht, er glaubt die Weiher . Die [http://www.pfenninger.at/gewaesser/  Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering] schreibt ''Teiche''.</ref>  
 
In den [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1891&page=317&size=26 Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde] beschreibt [[Eberhard Fugger]] den Unterschied zwischen Teich und Weiher aus seiner - aber z. T. bis heute umstrittenen  - Sicht, er glaubt die Weiher . Die [http://www.pfenninger.at/gewaesser/  Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering] schreibt ''Teiche''.</ref>  
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Über den Leopoldskroner Weiher war 1891 nur sehr wenig bekannt. Schon als Fürsterzbischof Leopold Anton Graf Firmian 1736 das Schloss Leopoldskron errichten ließ, hat der Weiher bereits lange Zeit bestanden. Das Schloss wurde an jener Stelle errichtet, auf der schon [[1622]] genanntes Weiherhäuschen stand. Der große Weiher lässt sich in seiner Geschichte bis ins späte [[Mittelalter]], d. h. in die Jahrzehnte vor 1500 zurückverfolgen. Die Meinung,<ref>[[Josef Hübl]]: [[Heimatkunde Stadt Salzburg]], [[Salzburger Druckerei]], Ausgabe Mai 1974</ref> der Weiher wäre ein Rest eines riesigen Sees, der sich nach der [[Eiszeit]] durch das Abschmelzen des [[Salzachgletscher]]s im [[Salzburger Becken]] gebildet hätte, lässt sich seit etlichen Jahrzehnten nicht mehr aufrecht halten. Zur Zeit der [[Salzburger Erzbischöfe]] vor Firmian diente er lange auch als Fischweiher.
 
Über den Leopoldskroner Weiher war 1891 nur sehr wenig bekannt. Schon als Fürsterzbischof Leopold Anton Graf Firmian 1736 das Schloss Leopoldskron errichten ließ, hat der Weiher bereits lange Zeit bestanden. Das Schloss wurde an jener Stelle errichtet, auf der schon [[1622]] genanntes Weiherhäuschen stand. Der große Weiher lässt sich in seiner Geschichte bis ins späte [[Mittelalter]], d. h. in die Jahrzehnte vor 1500 zurückverfolgen. Die Meinung,<ref>[[Josef Hübl]]: [[Heimatkunde Stadt Salzburg]], [[Salzburger Druckerei]], Ausgabe Mai 1974</ref> der Weiher wäre ein Rest eines riesigen Sees, der sich nach der [[Eiszeit]] durch das Abschmelzen des [[Salzachgletscher]]s im [[Salzburger Becken]] gebildet hätte, lässt sich seit etlichen Jahrzehnten nicht mehr aufrecht halten. Zur Zeit der [[Salzburger Erzbischöfe]] vor Firmian diente er lange auch als Fischweiher.
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Der Salzburger Bevölkerung diente der Weiher nicht nur als Schwimmmöglichkeit. Besucher konnten auch Ruderboote und Kielschiffe mit Segeln für eine ein- (oder mehr-)stündige Benutzung mieten. Hier fuhren zeitweise fast einhundert Schiffe.<ref> siehe auch Buch [[Salzburg 1888 - 1896 in Fotografien des Carl von Frey|Salzburg 1888 - 1896 in Fotografien des]] [[Carl von Frey]]</ref>.
 
Der Salzburger Bevölkerung diente der Weiher nicht nur als Schwimmmöglichkeit. Besucher konnten auch Ruderboote und Kielschiffe mit Segeln für eine ein- (oder mehr-)stündige Benutzung mieten. Hier fuhren zeitweise fast einhundert Schiffe.<ref> siehe auch Buch [[Salzburg 1888 - 1896 in Fotografien des Carl von Frey|Salzburg 1888 - 1896 in Fotografien des]] [[Carl von Frey]]</ref>.
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=== historische Feste und ein Kaisertreffen ===
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=== Historische Feste und ein Kaisertreffen ===
 
Es gab zu jener Zeit mehrfach auch rauschende Feste auf Booten im Weiher und am Ufer des Weihers. So etwa am [[24. August]] [[1855]] zur Vorfeier des Namenstags von König [[Ludwig I. von Bayern]], dem damals das Schloss Leopoldskron gehörte. 36 Schiffe mit Lampions verziert beförderten die Ehrengäste, die von einem Floß aus von der [[Salzburger Liedertafel]] unterhalten wurden. Zwei Musikkapellen spielten auf und ein Feuerwerk begeisterte die 6&nbsp;000 Besucher, die sich am Ufer des Weihers eingefunden hatten.
 
Es gab zu jener Zeit mehrfach auch rauschende Feste auf Booten im Weiher und am Ufer des Weihers. So etwa am [[24. August]] [[1855]] zur Vorfeier des Namenstags von König [[Ludwig I. von Bayern]], dem damals das Schloss Leopoldskron gehörte. 36 Schiffe mit Lampions verziert beförderten die Ehrengäste, die von einem Floß aus von der [[Salzburger Liedertafel]] unterhalten wurden. Zwei Musikkapellen spielten auf und ein Feuerwerk begeisterte die 6&nbsp;000 Besucher, die sich am Ufer des Weihers eingefunden hatten.
    
Anlässlich seines Besuches in Salzburg vom [[21. August|21.]] bis [[23. August]] [[1867]], bei dem er mit dem französischen Kaiser Napoleon III. zusammentraf, schwamm der [[Franz Joseph I.|Kaiser]] täglich hier. Er übergab dem Schwimmmeister damals eine Spende von 50 Gulden.
 
Anlässlich seines Besuches in Salzburg vom [[21. August|21.]] bis [[23. August]] [[1867]], bei dem er mit dem französischen Kaiser Napoleon III. zusammentraf, schwamm der [[Franz Joseph I.|Kaiser]] täglich hier. Er übergab dem Schwimmmeister damals eine Spende von 50 Gulden.
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== Inseln ==
 
== Inseln ==
 
Im Leopoldskroner Weiher liegen drei Inseln. Die "Blumeninsel" und die "Anneninsel" waren in der Rokokozeit mit Wegen (bzw. Pfaden), Blumenbeeten und einem runden Pavillon<ref name="SP"></ref> aus gestaltet. Nach [[1910]] verwildernd diese immer mehr.
 
Im Leopoldskroner Weiher liegen drei Inseln. Die "Blumeninsel" und die "Anneninsel" waren in der Rokokozeit mit Wegen (bzw. Pfaden), Blumenbeeten und einem runden Pavillon<ref name="SP"></ref> aus gestaltet. Nach [[1910]] verwildernd diese immer mehr.
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== Natur ==
 
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* Die [[Nepomuk-Statue am Leopoldskroner Weiher]] als Teil des hitorischen Schlossgartens  
 
* Die [[Nepomuk-Statue am Leopoldskroner Weiher]] als Teil des hitorischen Schlossgartens  
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== Weblink ==
 
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*[http://www.rainerregiment.at/joomla/files/schwimmschule_pdf_x3.pdf Bericht von Josef Hauer über die ehemalige Militärschwimmschule Leopoldskron]
 
*[http://www.rainerregiment.at/joomla/files/schwimmschule_pdf_x3.pdf Bericht von Josef Hauer über die ehemalige Militärschwimmschule Leopoldskron]
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* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
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