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| | [[Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 06 Hofmarstall.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich; Stadtansicht von 1710 (gestochen 1750) , Detail Nr 06]]]] | | [[Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 06 Hofmarstall.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich; Stadtansicht von 1710 (gestochen 1750) , Detail Nr 06]]]] |
| − | Der '''Hofstall''', auch ''Hofmarstall'' bezeichnet, der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]] befand sich in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] und bildet heute den Kern des [[Festspielbezirk]]s. Früher wurde er der [[Fürstenstadt]] zugeordnet. | + | Der '''Hofmarstall''' der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]] befand sich in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] und bildet heute den Kern des [[Festspielbezirk]]s. Früher wurde er der [[Fürstenstadt]] zugeordnet. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | Nachdem das Kloster der [[Petersfrauen]] aufgelassen und den [[Franziskaner]]n als [[Franziskanerkloster|Kloster]] übergeben worden war, kaufte [[1593]] nun [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] einen kleinen Teil des dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]] gehörigen [[Petersfrauengarten|Frongarten]]s dicht am Fuß des [[Mönchsberg]]s um 4.000 [[Gulden]] und ließ dort einen einfach umzäunten Pferdetummelplatz zum Ringelstechen und für Turniere nebst einem Tummelstall durch den Zimmermeister Georg Schallmooser bauen, der dabei abstürzte und seinen Tod fand. [[1598]] tauschte Fürsterzbischof Wolf Dietrich den noch übrigen Teil des Frauengartens gegen die in der [[Riedenburg]] gelegene Stockwiese. In weiterer Folge entstanden unmittelbar an der Felswand des Mönchsbergs große Stallungen und eine Reitschule. | | Nachdem das Kloster der [[Petersfrauen]] aufgelassen und den [[Franziskaner]]n als [[Franziskanerkloster|Kloster]] übergeben worden war, kaufte [[1593]] nun [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] einen kleinen Teil des dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]] gehörigen [[Petersfrauengarten|Frongarten]]s dicht am Fuß des [[Mönchsberg]]s um 4.000 [[Gulden]] und ließ dort einen einfach umzäunten Pferdetummelplatz zum Ringelstechen und für Turniere nebst einem Tummelstall durch den Zimmermeister Georg Schallmooser bauen, der dabei abstürzte und seinen Tod fand. [[1598]] tauschte Fürsterzbischof Wolf Dietrich den noch übrigen Teil des Frauengartens gegen die in der [[Riedenburg]] gelegene Stockwiese. In weiterer Folge entstanden unmittelbar an der Felswand des Mönchsbergs große Stallungen und eine Reitschule. |
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| − | [[1600]] plante der Fürsterzbischof den Bau eines großen Stallgebäudes. Zu diesem Zweck eröffnete er einen Steinbruch an der Stelle des heutigen [[Sigmundstor]]-Durchbruches bei der [[Pferdeschwemme (Hofstallschwemme)|Pferdeschwemme]], wovon heute noch die glatten Wände, vorhandenen Schlitze und Schrotten Zeugnis geben und begann sofort mit dem Bau des heutigen Hofstallgebäudes. | + | [[1600]] plante der Fürsterzbischof den Bau eines großen Stallgebäudes. Zu diesem Zweck eröffnete er einen Steinbruch an der Stelle des heutigen [[Sigmundstor]]-Durchbruches bei der [[Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme)|Pferdeschwemme]], wovon heute noch die glatten Wände, vorhandenen Schlitze und Schrotten Zeugnis geben und begann sofort mit dem Bau des heutigen Hofstallgebäudes. |
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| | [[1607]] bis [[1609]] wurde von Fürsterzbischof Wolf Dietrich ein damals typischer Salzburger Bau aufgeführt. Er war kubisch geschlossen, doch seinem Zweck entsprechend lang gestreckt, mit glatter horizontalbetonter, 15-achsiger Fassadenflucht, helmverzierten Treppentürmen und einem Grabendach. Die imposanten Ausmaße waren 106 x 56 Schritte und 40 Fuß hoch.<ref>[http://www.wehrgeschichte-salzburg.at/KasernenSalzburg/Hofmarstall.htm www.wehrgeschichte-salzburg.at]</ref> | | [[1607]] bis [[1609]] wurde von Fürsterzbischof Wolf Dietrich ein damals typischer Salzburger Bau aufgeführt. Er war kubisch geschlossen, doch seinem Zweck entsprechend lang gestreckt, mit glatter horizontalbetonter, 15-achsiger Fassadenflucht, helmverzierten Treppentürmen und einem Grabendach. Die imposanten Ausmaße waren 106 x 56 Schritte und 40 Fuß hoch.<ref>[http://www.wehrgeschichte-salzburg.at/KasernenSalzburg/Hofmarstall.htm www.wehrgeschichte-salzburg.at]</ref> |
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| | == Bildergalerie == | | == Bildergalerie == |
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| − | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Portal 01.jpg|Portal des Hofstalls, heute: Großes Festspielhaus | + | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Portal 01.jpg|Portal des Hofmarstalls, heute: Großes Festspielhaus |
| − | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Portal 02.jpg|Portal des Hofstalls, heute: Großes Festspielhaus | + | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Portal 02.jpg|Portal des Hofmarstalls, heute: Großes Festspielhaus |
| − | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Portal 03.jpg|Prunkportal des Hofstalls, heute: Großes Festspielhaus | + | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Portal 03.jpg|Prunkportal des Hofmarstalls, heute: Großes Festspielhaus |
| | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Prunkportal Allegorie Europa.jpg|Prunkportal, Allegorie Europa | | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Prunkportal Allegorie Europa.jpg|Prunkportal, Allegorie Europa |
| | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Prunkportal Allegorie Asien.jpg|Prunkportal, Allegorie Asien | | Datei:Großes Festspielhaus eh Hofmarstall Prunkportal Allegorie Asien.jpg|Prunkportal, Allegorie Asien |