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Textersetzung - „Rupertigau“ durch „Rupertiwinkel“
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==Schnalzverbot in Laufen==
 
==Schnalzverbot in Laufen==
Die älteste schriftliche Erwähnung des Aperschnalzens im [[Rupertigau]] geht auf das Jahr [[1810]] zurück und stammt aus dem Pfleg-, Stadt- und Landgericht Laufen. Hier ist bereits die Rede, dass „an Fastnachtstägen“ von „den Jungen auf dem Lande in regelmäßigen Takte ein Geknalle mit langen Peitschen“ gemacht werde. Ebenfalls aus Laufen wird [[1829]] berichtet, dass eine Gerichts-Verordnung versucht, die durch das Schnalzen verursachte Lärmbelästigung in den Griff zu bekommen. Es wurde ein Schnalzverbot in Ortschaften, an Straßen sowie nach dem Gebetsläuten und während der Gottesdienste erlassen, für Übertretungen wurde unter anderem „Arrest“ angedroht.
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Die älteste schriftliche Erwähnung des Aperschnalzens im [[Rupertiwinkel]] geht auf das Jahr [[1810]] zurück und stammt aus dem Pfleg-, Stadt- und Landgericht Laufen. Hier ist bereits die Rede, dass „an Fastnachtstägen“ von „den Jungen auf dem Lande in regelmäßigen Takte ein Geknalle mit langen Peitschen“ gemacht werde. Ebenfalls aus Laufen wird [[1829]] berichtet, dass eine Gerichts-Verordnung versucht, die durch das Schnalzen verursachte Lärmbelästigung in den Griff zu bekommen. Es wurde ein Schnalzverbot in Ortschaften, an Straßen sowie nach dem Gebetsläuten und während der Gottesdienste erlassen, für Übertretungen wurde unter anderem „Arrest“ angedroht.
    
==Knatternde Takte==
 
==Knatternde Takte==
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[[bild:Wandergoaßln-von-1936-und-1938.jpg|thumb|Wandergoaßln von 1936 und 1938]]  
 
[[bild:Wandergoaßln-von-1936-und-1938.jpg|thumb|Wandergoaßln von 1936 und 1938]]  
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Bild rechts: Die beiden Wanderpreise direkt nebeneinander. Oberhalb die "Wandergoaßl der Jungen", die sich seit 1940 im Besitz der Siezenheimer Schnalzer befindet und unterhalb die "Wandergoaßl der Alten", um die noch heute beim [[Rupertigau-Preisschnalzen]] gekämpft wird. Die "Wandergoaßl der Jungen" trägt wahrscheinlich noch den original Poschn, der mit „Ausschußseide“ gefertigt wurde. Neben dem Bast hat man damals nämlich auch Ausschussseide für die Herstellung des Poschns verwendet. Die beiden Goaßln waren ursprünglich wahrscheinlich gleich lang und hatten denselben Abschlussknauf. Da bei der "Wandergoaßl der Alten" auf dem Stiel kein Platz mehr für die vielen Plaketten mit den eingravierten Siegern war, hat man sich in den 1980er Jahren entschlossen, alle Plaketten bis auf die erste Plakette wieder zu entfernen. Dafür hat man den Holzstiel ausgehöhlt und in den Hohlraum eine Papierliste mit allen Siegern hineingesteckt. Der Metallknauf dient jetzt als "Verschluss". Womöglich hat man beim Aushölen sowohl den Stiel als auch den Metallknauf verkürzt.
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Bild rechts: Die beiden Wanderpreise direkt nebeneinander. Oberhalb die "Wandergoaßl der Jungen", die sich seit 1940 im Besitz der Siezenheimer Schnalzer befindet und unterhalb die "Wandergoaßl der Alten", um die noch heute beim [[Rupertiwinkel-Preisschnalzen]] gekämpft wird. Die "Wandergoaßl der Jungen" trägt wahrscheinlich noch den original Poschn, der mit „Ausschußseide“ gefertigt wurde. Neben dem Bast hat man damals nämlich auch Ausschussseide für die Herstellung des Poschns verwendet. Die beiden Goaßln waren ursprünglich wahrscheinlich gleich lang und hatten denselben Abschlussknauf. Da bei der "Wandergoaßl der Alten" auf dem Stiel kein Platz mehr für die vielen Plaketten mit den eingravierten Siegern war, hat man sich in den 1980er Jahren entschlossen, alle Plaketten bis auf die erste Plakette wieder zu entfernen. Dafür hat man den Holzstiel ausgehöhlt und in den Hohlraum eine Papierliste mit allen Siegern hineingesteckt. Der Metallknauf dient jetzt als "Verschluss". Womöglich hat man beim Aushölen sowohl den Stiel als auch den Metallknauf verkürzt.
    
Bei der Erwachsenen-Wandergoaßl gelang dieses „Kunststück“ erst viel später. Die Pass Ainring I war es, die in den [[1960er]] Jahren die Wandergoaßl gleich 7 x (!) hintereinander gewann und zwar von [[1962]] bis [[1969]], wobei [[1964]] wegen des Armstorfer Gedächtnisschnalzens kein Wettbewerb stattfand. In dieser Zeit war man aber offensichtlich nicht mehr bereit, die bereits damals historische Wandergoaßl von [[1936]] für immer an die Siegerpass auszuhändigen, sodass Ainring I für ihre bis heute einmalige Siegesserie Duplikate der Wandergoaßl bekam. Neben Ainring I ist lediglich Siezenheim III im Besitz eines solchen Duplikates für ihre Siegesserien 1999, 2000 und 2001 sowie 2007, 2008 und 2009.
 
Bei der Erwachsenen-Wandergoaßl gelang dieses „Kunststück“ erst viel später. Die Pass Ainring I war es, die in den [[1960er]] Jahren die Wandergoaßl gleich 7 x (!) hintereinander gewann und zwar von [[1962]] bis [[1969]], wobei [[1964]] wegen des Armstorfer Gedächtnisschnalzens kein Wettbewerb stattfand. In dieser Zeit war man aber offensichtlich nicht mehr bereit, die bereits damals historische Wandergoaßl von [[1936]] für immer an die Siegerpass auszuhändigen, sodass Ainring I für ihre bis heute einmalige Siegesserie Duplikate der Wandergoaßl bekam. Neben Ainring I ist lediglich Siezenheim III im Besitz eines solchen Duplikates für ihre Siegesserien 1999, 2000 und 2001 sowie 2007, 2008 und 2009.
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Um die "Wandergoaßl der Alten" wurde von 1936 bis 2011 bereits 58-mal gekämpft. In den Jahren 1936, 1938 sowie 1939 bei Bewerben in Salzburg/Maxglan. Die Wandergoaßl dürfte dann bis 1956 verschollen gewesen sein, da bereits einige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges große Wettschnalzen stattfanden, Sieger aber erst wieder ab dem Jahr 1956 auf der Goaßl vermerkt sind. Nach der Gründung der „Schnalzervereinigung Rupertiwinkel“ am [[25. März]] [[1957]] wurde bei den Rupertigau-Preisschnalzen ab dem Jahr 1958 bis heute jedes Jahr um diese begehrte Trophäe gekämpft. Lediglich [[1964]] legte man ein „Pause“ ein, weil man in diesem Jahr das Jakob-Armstorfer-Gedächtnisschnalzen durchführte, ohne dabei einen Sieger zu küren. Man wollte damit den eben erst verstorbenen Jakob Armstorfer junior gebührend ehren, der sich um das Aperschnalzen besonders verdient gemacht hatte.
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Um die "Wandergoaßl der Alten" wurde von 1936 bis 2011 bereits 58-mal gekämpft. In den Jahren 1936, 1938 sowie 1939 bei Bewerben in Salzburg/Maxglan. Die Wandergoaßl dürfte dann bis 1956 verschollen gewesen sein, da bereits einige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges große Wettschnalzen stattfanden, Sieger aber erst wieder ab dem Jahr 1956 auf der Goaßl vermerkt sind. Nach der Gründung der „Schnalzervereinigung Rupertiwinkel“ am [[25. März]] [[1957]] wurde bei den Rupertiwinkel-Preisschnalzen ab dem Jahr 1958 bis heute jedes Jahr um diese begehrte Trophäe gekämpft. Lediglich [[1964]] legte man ein „Pause“ ein, weil man in diesem Jahr das Jakob-Armstorfer-Gedächtnisschnalzen durchführte, ohne dabei einen Sieger zu küren. Man wollte damit den eben erst verstorbenen Jakob Armstorfer junior gebührend ehren, der sich um das Aperschnalzen besonders verdient gemacht hatte.
 
==Schnalzen wird UNESCO-Kulturerbe==
 
==Schnalzen wird UNESCO-Kulturerbe==
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Die Schnalzer aus Bayern, die ganz maßgeblich Anteil an der Pflege dieses Brauchs im Rupertiwinkl haben und im Verband maximal aktiv sind, müssen einen eigenen Antrag stellen. Das ist erst seit Ende April möglich. Denn in Deutschland ist das Übereinkommen mit der UNESCO erst heuer in Kraft getreten.
 
Die Schnalzer aus Bayern, die ganz maßgeblich Anteil an der Pflege dieses Brauchs im Rupertiwinkl haben und im Verband maximal aktiv sind, müssen einen eigenen Antrag stellen. Das ist erst seit Ende April möglich. Denn in Deutschland ist das Übereinkommen mit der UNESCO erst heuer in Kraft getreten.
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Bernhard Kern, Vorstand der Rupertigau Schnalzervereinigung: „Ich sehe da keinen Konflikt. Im Gegenteil. Wir freuen uns mit den Kollegen in Salzburg und reichen unser Ansuchen so rasch es geht nach.“
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Bernhard Kern, Vorstand der Rupertiwinkel Schnalzervereinigung: „Ich sehe da keinen Konflikt. Im Gegenteil. Wir freuen uns mit den Kollegen in Salzburg und reichen unser Ansuchen so rasch es geht nach.“
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Einmal im Jahr, und das seit [[1954]], treffen sich alle Jugend- und Allgemeinen Passen zum [[Rupertigau-Preisschnalzen]]. Das passiert eine Woche vor dem Faschingssonntag. An dieser Brauchtumsveranstaltung beteiligen sich mehr als 1500 aktive Schnalzer aus Bayern und Salzburg. Die sieben Preisrichter beurteilen nach einem Punktesystem die Leistung jeder Passe. Sie hören die Schnalzer, dürfen sie aber nicht sehen, um niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen.
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Einmal im Jahr, und das seit [[1954]], treffen sich alle Jugend- und Allgemeinen Passen zum [[Rupertiwinkel-Preisschnalzen]]. Das passiert eine Woche vor dem Faschingssonntag. An dieser Brauchtumsveranstaltung beteiligen sich mehr als 1500 aktive Schnalzer aus Bayern und Salzburg. Die sieben Preisrichter beurteilen nach einem Punktesystem die Leistung jeder Passe. Sie hören die Schnalzer, dürfen sie aber nicht sehen, um niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen.
    
Bewertet wird nach gleichmäßigem Takt und Lautstärke. Die beste und die schlechteste Bewertung bleiben unberücksichtigt. Als Preise gibt es Urkunden und Bierkrüge. Bei den Gemeindepreisschnalzen gibt es eine Jause bzw. Brotzeit. Der Siegerpass wird darüber hinaus für ein Jahr die begehrte Wandergoaßl übergeben.
 
Bewertet wird nach gleichmäßigem Takt und Lautstärke. Die beste und die schlechteste Bewertung bleiben unberücksichtigt. Als Preise gibt es Urkunden und Bierkrüge. Bei den Gemeindepreisschnalzen gibt es eine Jause bzw. Brotzeit. Der Siegerpass wird darüber hinaus für ein Jahr die begehrte Wandergoaßl übergeben.
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Das Schnalzen ist eine starke gesellschaftliche Klammer, ein festes Bindeglied zwischen den Generationen. Heute genießen bei intakten Schnalzergruppen, Schnalzerstammtisch, Schnalzerstüberl, Schnalzerausflug, Schnalzerball, vor allem aber der sogenannte Schnalzermontag (nach dem Rupertigauschnalzen) große gesellschaftliche Bedeutung.
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Das Schnalzen ist eine starke gesellschaftliche Klammer, ein festes Bindeglied zwischen den Generationen. Heute genießen bei intakten Schnalzergruppen, Schnalzerstammtisch, Schnalzerstüberl, Schnalzerausflug, Schnalzerball, vor allem aber der sogenannte Schnalzermontag (nach dem Rupertiwinkelschnalzen) große gesellschaftliche Bedeutung.
    
==Aperschnalzen Goaßl==
 
==Aperschnalzen Goaßl==

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