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| | Nach der [[Volksschule Zell am See|Volksschule]] in seinem Heimatort und der [[Hauptschule Zell am See|Hauptschule]] in [[Zell am See]] besuchte der Organistensohn in der Stadt Salzburg die [[Lehrerbildungsanstalt]], die er mit Auszeichnung abschloss. Daneben studierte er am [[Mozarteum]] Violine und Orgel. | | Nach der [[Volksschule Zell am See|Volksschule]] in seinem Heimatort und der [[Hauptschule Zell am See|Hauptschule]] in [[Zell am See]] besuchte der Organistensohn in der Stadt Salzburg die [[Lehrerbildungsanstalt]], die er mit Auszeichnung abschloss. Daneben studierte er am [[Mozarteum]] Violine und Orgel. |
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| − | Die Stationen seiner Berufsausübung als Lehrer waren [[1950]] bis [[1953]] [[Volksschule Eben|Eben im Pongau]], [[Volksschule Viehhofen|Viehhofen]] – dort als Schulleiter – und nach Ablegung der Hauptschulprüfung die Hauptschule in [[Hauptschule Abtenau|Abtenau]]. | + | Die Stationen seiner Berufsausübung als Lehrer waren [[1950]] bis [[1953]] [[Volksschule Eben|Eben im Pongau]], [[1954]] [[Volksschule Viehhofen|Viehhofen]] – dort als Schulleiter – und 1954 bis [[1964]] die [[Hauptschule Abtenau]], wo er die Befähigungsprüfung für Hauptschulen ablegte. |
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| | Als vielseitig interessierter Lehrer gründete er in Abtenau eine Zweigstelle des [[Salzburger Bildungswerk]]es. | | Als vielseitig interessierter Lehrer gründete er in Abtenau eine Zweigstelle des [[Salzburger Bildungswerk]]es. |
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| | Als Geschäftsführer des Salzburger Bildungswerkes gelangen ihm – dem persönliche Disziplin, Kommunkationsfähigkeit, Kreativität und Gespür für Menschen und Zukunftsthemen nachgesagt wurden – die Ausweitung des Zweigstellennetzes auf nahezu alle Gemeinden des Landes und die Positionierung des Salzburger Bildungswerkes als landesweit hoch angesehene Weiterbildungseinrichtung. | | Als Geschäftsführer des Salzburger Bildungswerkes gelangen ihm – dem persönliche Disziplin, Kommunkationsfähigkeit, Kreativität und Gespür für Menschen und Zukunftsthemen nachgesagt wurden – die Ausweitung des Zweigstellennetzes auf nahezu alle Gemeinden des Landes und die Positionierung des Salzburger Bildungswerkes als landesweit hoch angesehene Weiterbildungseinrichtung. |
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| − | Neben seiner beruflichen Tätigkeit studierte Sulzberger Erziehungswissenschaften und Soziologie (1978 Dr. phil.). | + | Neben seiner beruflichen Tätigkeit studierte Sulzberger von 1973 bis 1978 Erziehungswissenschaften und Soziologie (1978 Dr. phil.). |
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| | [[1979]] wurde ihm die Leitung der seinerzeitigen [[Förderungsstelle des Bundes für Erwachsenenbildung für Salzburg]] übertragen. Diese Funktion füllte er 14 Jahre lang aus. Ein besonderes Anliegen war ihm die Dorferneuerung. | | [[1979]] wurde ihm die Leitung der seinerzeitigen [[Förderungsstelle des Bundes für Erwachsenenbildung für Salzburg]] übertragen. Diese Funktion füllte er 14 Jahre lang aus. Ein besonderes Anliegen war ihm die Dorferneuerung. |
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| | Große Bedeutung in seinem Wirken als Erwachsenenbildner hatte die Verbindung der Bildung mit dem Musischen: Er leitete durch 21 Jahre die [[Salzburger Singwoche]], dreißig Jahre lang einen Singkreis in [[Taxham]], war Vorstandsmitglied im Volksliedwerk. | | Große Bedeutung in seinem Wirken als Erwachsenenbildner hatte die Verbindung der Bildung mit dem Musischen: Er leitete durch 21 Jahre die [[Salzburger Singwoche]], dreißig Jahre lang einen Singkreis in [[Taxham]], war Vorstandsmitglied im Volksliedwerk. |
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| − | Lange war er politisch im Rahmen der [[ÖVP]] tätig. Von [[1977]] bis [[1981]] war er Landesobmann des [[Christlicher Landeslehrerverein|Christlichen Landeslehrervereines]]. Von [[1983]] bis [[1993]] war er für die ÖVP Mitglied des Salzburger Gemeinderates. Zwei Jahre lang war er Obmann des ÖVP-Klubs; diese Funktion legte er zurück, da er in ihr seine Vorstellungen von konstruktiver Sacharbeit und Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Parteien zum allgemeinen Wohl nicht verwirklichen konnte. | + | Lange war er politisch im Rahmen der [[ÖVP]] tätig. Von [[1977]] bis [[1981]] war er Landesobmann des [[Christlicher Landeslehrerverein|Christlichen Landeslehrervereines]]. Von [[1976]] bis [[1987]] war er für die ÖVP Mitglied des Salzburger Gemeinderates. Zwei Jahre lang war er Obmann des ÖVP-Klubs; diese Funktion legte er zurück, da er in ihr seine Vorstellungen von konstruktiver Sacharbeit und Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Parteien zum allgemeinen Wohl nicht verwirklichen konnte. |
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| | 1993 ging er in Pension. Er wirkte aber noch als Lehrbeauftragter für Erwachsenenbildung an der [[Universität Salzburg]]. Er übernahm auch neue Aufgaben, zB die eines Referenten für Gedächtnistraining im [[ÖVP-Seniorenbund|Seniorenbund]]. | | 1993 ging er in Pension. Er wirkte aber noch als Lehrbeauftragter für Erwachsenenbildung an der [[Universität Salzburg]]. Er übernahm auch neue Aufgaben, zB die eines Referenten für Gedächtnistraining im [[ÖVP-Seniorenbund|Seniorenbund]]. |
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| | Das Musische war Walter Sulzbergers besondere Leidenschaft: Sein Chor in Taxham und seine Singkreise waren ihm Freude und jahrzehntelange Aufgabe, das ungezwungene Singen in einer Gruppe Gleichgesinnter ein besonderer Genuss, die regelmäßigen Theater- und Konzertbesuche Kraftquelle, die Malerei Entspannung. | | Das Musische war Walter Sulzbergers besondere Leidenschaft: Sein Chor in Taxham und seine Singkreise waren ihm Freude und jahrzehntelange Aufgabe, das ungezwungene Singen in einer Gruppe Gleichgesinnter ein besonderer Genuss, die regelmäßigen Theater- und Konzertbesuche Kraftquelle, die Malerei Entspannung. |
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| − | ==Quelle== | + | == Ehrungen == |
| | + | * [[Goldenes Verdienstzeichen des Landes Salzburg]] |
| | + | * Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich |
| | + | * Ehrenmitglied des Salzburger Bildungswerkes |
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| | + | == Quellen == |
| | * [[Paul Johann Abart]]: [http://members.aon.at/kritikuss/walter.doc: ''Bilder einer Freundschaft. Zum Gedenken an Hofrat Prof. Dr. Walter Sulzberger †''] | | * [[Paul Johann Abart]]: [http://members.aon.at/kritikuss/walter.doc: ''Bilder einer Freundschaft. Zum Gedenken an Hofrat Prof. Dr. Walter Sulzberger †''] |
| | + | * [[Peter Kramml|Kramml, Peter F.]]: ''Dr. Walter Sulzberger (1930–2005)'' in: Kramml, Peter F., P. [[Franz Lauterbacher]], [[Guido Müller]]: ''Maxglan. Hundert Jahre Pfarre 1907–2007. Salzburgs zweitgrößter Stadtfriedhof''. Pfarramt Maxglan (Hg.), Salzburg 2007. S. 335ff. |
| | * Salzburger Volkskultur, Chorverband Salzburg | | * Salzburger Volkskultur, Chorverband Salzburg |
| | <references/> | | <references/> |
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| | {{Zeitfolge | | {{Zeitfolge |
| | |AMT= Schulleiter der [[Volksschule Viehhofen]] | | |AMT= Schulleiter der [[Volksschule Viehhofen]] |
| − | |ZEIT= 1954?-1954? | + | |ZEIT= 1954?-1954 |
| | |VORGÄNGER= [[Franz Schnöll]] | | |VORGÄNGER= [[Franz Schnöll]] |
| | |NACHFOLGER= [[Alfons Marschall]] | | |NACHFOLGER= [[Alfons Marschall]] |
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| | [[Kategorie:Lehrer]] | | [[Kategorie:Lehrer]] |
| | [[Kategorie:Schuldirektor]] | | [[Kategorie:Schuldirektor]] |
| | + | [[Kategorie:Person (Musik)]] |
| | + | [[Kategorie:Chorleiter]] |
| | [[Kategorie:Gemeindevertreter]] | | [[Kategorie:Gemeindevertreter]] |
| | [[Kategorie:Person (Politik)]] | | [[Kategorie:Person (Politik)]] |
| | + | [[Kategorie:Salzburger Gemeinderat]] |
| | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |
| | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] | | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] |