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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Der Salzburger Landesbeamte war ein Sportsmann mit Leib und Seele. Noch vor der Matura wurde [[1964]] der Sohn des langjährigen Salzburger Chefzeitnehmers und Rennleiter vieler Motorsportveranstaltungen, [[Friedrich Stengl|Regierungsrat Fritz Stengl]], erst 18jährig, mit dem Tiroler Josef Feistmantl Olympiasieger im Rodel-Doppelsitzer am [[5. Februar]] in Innsbruck. | + | Der Salzburger Landesbeamte war ein Sportsmann mit Leib und Seele. Noch vor der Matura wurde [[1964]] der Sohn des langjährigen Salzburger Chefzeitnehmers und Rennleiter vieler Motorsportveranstaltungen, Regierungsrat [[Friedrich Stengl|Fritz Stengl]], erst 18jährig, mit dem Tiroler Josef Feistmantl Olympiasieger im Rodel-Doppelsitzer am [[5. Februar]] in Innsbruck. |
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| − | Bis [[1966]] errang er als Rodler drei Staats- und sieben Landesmeistertitel. Manfred Stengl beendete [[1971]] seine Karriere als Rodler und wechselte ins Lager der Bobfahrer. Dort wurde er [[1974]] Europameister der Junioren im Zweier und erreichte bei der Weltmeisterschaft [[1975]] die Bronzemedaille im Viererbob. | + | Bis [[1966]] errang er als Rodler drei Staats- und sieben Landesmeistertitel. Manfred Stengl beendete [[1971]] seine Karriere als Rodler und wechselte ins Lager der Bobfahrer. Dort wurde er [[1974]] Europameister der Junioren im Zweier und erreichte bei der Weltmeisterschaft [[1975]] die Bronzemedaille im Viererbob. |
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| − | Doch die wahre Leidenschaft galt dem Motorradsport. Er hatte bereits an den [[Gaisbergrennen]] ebenso wie an den [[1. Mai Rennen]] teilgenommen. Auf einer Aermacchi 350 cm³ wurde er [[1969]] österreichischer Staatsmeister. [[1973]] gewann er im niederösterreichischen Ziersdorf die ''Österreichische Tourist Trophäe'' und seit Beginn der [[1980er]] Jahre war der einsame Höhepunkt seine auch mit dem Bobsport und Leichtathletik ausgefüllten Sportjahre die Teilnahme an der berühmt-berüchtigten Tourist Trophy auf der englischen Insel Man. | + | Doch die wahre Leidenschaft galt dem Motorradsport. Er hatte bereits an den [[Gaisbergrennen]] ebenso wie an den [[1. Mai Rennen]] teilgenommen. Auf einer Aermacchi 350 cm³ wurde er [[1969]] österreichischer Staatsmeister. Ebenfalls 1969 nahm er am Eröffnungwochenende des [[Salzburgring]]s am Samstag, den [[20. September]] mit einer [[KTM]] in der Klasse bis 50 m³ teil, bei dem er Dritter wurde. [[1973]] gewann er im niederösterreichischen Ziersdorf die ''Österreichische Tourist Trophäe'' und seit Beginn der [[1980er]] Jahre war der einsame Höhepunkt seine auch mit dem Bobsport und Leichtathletik ausgefüllten Sportjahre die Teilnahme an der berühmt-berüchtigten Tourist Trophy auf der englischen Insel Man. |
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| | Mit Rundenzeiten um 21 Minuten war es ihm im Laufe von zehn Jahren nicht gegönnt, eine der wertvollen TT-Replicas-Siegertrophäen nach Hause zu bringen. Bei der englischen Senior Tourist Trophy [[1992]] wollte er es endlich schaffen, als in der Schlussrunde, etwa sechs Kilometer vor dem Ziel des über 300 km führenden Rennens am Samstag, dem [[6. Juni]] in den Inselbergen beim 33. Meilenstein, der tödliche Sturz geschah. Aus ungeklärter Ursache kam er von der Ideallinie auf diesem über 200 km/h schnellen Streckenteil ab, legte seine Suzuki noch um, ehe er über den Fahrbahnrand hinaus flog. | | Mit Rundenzeiten um 21 Minuten war es ihm im Laufe von zehn Jahren nicht gegönnt, eine der wertvollen TT-Replicas-Siegertrophäen nach Hause zu bringen. Bei der englischen Senior Tourist Trophy [[1992]] wollte er es endlich schaffen, als in der Schlussrunde, etwa sechs Kilometer vor dem Ziel des über 300 km führenden Rennens am Samstag, dem [[6. Juni]] in den Inselbergen beim 33. Meilenstein, der tödliche Sturz geschah. Aus ungeklärter Ursache kam er von der Ideallinie auf diesem über 200 km/h schnellen Streckenteil ab, legte seine Suzuki noch um, ehe er über den Fahrbahnrand hinaus flog. |
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| − | * [[3. September]] [[1967]]: [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]]: Zweiter in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi in einer Zeit von 5:07,67 min hinter dem Sieger [[Ferdinand Kranawetvogl]] (5:02,38 min, Schnitt 102,68 km/h) | + | * [[3. September]] [[1967]]: [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]]: Zweiter in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi in einer Zeit von 5:07,67 min. hinter dem Sieger [[Ferdinand Kranawetvogl]] (5:02,38 min., Schnitt 102,68 km/h) |
| − | * [[8. September]] [[1968]]: [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]]: Sieger in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi (4:46,89 min, Schnitt 108,22 km/h) vor Ferdinand Kranawetvogl (5:51,36 min) | + | * [[8. September]] [[1968]]: Gaisbergrennen: Sieger in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi (4:46,89 min., Schnitt 108,22 km/h) vor Ferdinand Kranawetvogl (5:51,36 min) |
| − | * [[7. September]] [[1969]]: [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]]: Sieger in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi (4:43,61 min, Schnitt 109,487 km/h) vor [[Manfred Magnus]] (4:51,73 min) auf Yamaha | + | * [[7. September]] [[1969]]: Gaisbergrennen: Sieger in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi (4:43,61 min., Schnitt 109,487 km/h) vor [[Manfred Magnus]] (4:51,73 min) auf Yamaha |
| | + | * [[20. September]] 1969: Eröffnungsrennen am Salzburgring: Dritter in der 50-cm³-Klasse auf KTM (10:00,00 min., Schnitt 109,76 km/h) |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | * [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer/Personen/Rennfahrer_Stengl.html Motorrad-Literatur und Bild-Archiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]: Nachruf von Prof. H. Krackowizer | | * [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer/Personen/Rennfahrer_Stengl.html Motorrad-Literatur und Bild-Archiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]: Nachruf von Prof. H. Krackowizer |
| − | * Internet | + | * [https://www.technischesmuseum.at/motorsport-in-oesterreich/veranstaltung/articleid/2551 www.technischesmuseum.at], Eröffnungsrennen am Salzburgring |
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