Heute ist an Straßwalchens Grenzen alles ziemlich unkompliziert, wenn auch einzigartig. Ganze sechs oberösterreichische Gemeinden hat die Marktgemeinde neben Köstendorf im Westen und Neumarkt im Süden als Nachbarn und ragt wie eine Hundeschnauze ins Oberösterreichische. Diese Randlage verursacht heute keine politischen Verwicklungen mehr, doch blickt Straßwalchen auf mehr als unruhige 500 Jahre zurück, in denen die Gemeinde am geografischen Scharnier dreier Herrschaftsbereiche diese exponierte Lage zu spüren bekam. Die Schwierigkeiten begannen [[1286]], als die Bayerischen Herzöge ihr Gebiet erweiterten und in Straßwalchen auf dem Standort des heutigen Gemeindeamts eine Mautstelle einrichteten. Schließlich wollten auch sie am lukrativen Salzburger [[Salzhandel]] mitnaschen. Da auch der Transportweg über die [[Salzach]] immer wieder von den Bayern behindert wurde, ließen die [[Erzbischöfe]] mit dem "Salzweg" über [[Irrsdorf]] eine Umgehungsroute errichten, wovon noch heute ein Grenzstein bei [[Taign]] aus dem Jahr [[1577]] zeugt. | Heute ist an Straßwalchens Grenzen alles ziemlich unkompliziert, wenn auch einzigartig. Ganze sechs oberösterreichische Gemeinden hat die Marktgemeinde neben Köstendorf im Westen und Neumarkt im Süden als Nachbarn und ragt wie eine Hundeschnauze ins Oberösterreichische. Diese Randlage verursacht heute keine politischen Verwicklungen mehr, doch blickt Straßwalchen auf mehr als unruhige 500 Jahre zurück, in denen die Gemeinde am geografischen Scharnier dreier Herrschaftsbereiche diese exponierte Lage zu spüren bekam. Die Schwierigkeiten begannen [[1286]], als die Bayerischen Herzöge ihr Gebiet erweiterten und in Straßwalchen auf dem Standort des heutigen Gemeindeamts eine Mautstelle einrichteten. Schließlich wollten auch sie am lukrativen Salzburger [[Salzhandel]] mitnaschen. Da auch der Transportweg über die [[Salzach]] immer wieder von den Bayern behindert wurde, ließen die [[Erzbischöfe]] mit dem "Salzweg" über [[Irrsdorf]] eine Umgehungsroute errichten, wovon noch heute ein Grenzstein bei [[Taign]] aus dem Jahr [[1577]] zeugt. |