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| | ==Öffentliches Wirken== | | ==Öffentliches Wirken== |
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| − | Ernst Graf Gourcy-Droitaumont wurde am 30. April 1860 zum Landeshauptmann von Salzburg ernannt. Zugleich wurde aber die bisherige Landesregierung aufgelöst und das [[Herzogtum Salzburg]] der Linzer Statthalterei unterstellt. | + | Ernst Graf Gourcy-Droitaumont wurde am [[30. April]] [[1860]] zum Landeshauptmann von Salzburg ernannt. Zugleich wurde aber die bisherige Landesregierung aufgelöst und das [[Herzogtum Salzburg]] der Linzer Statthalterei unterstellt. |
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| | Die neu geschaffene Stellung eines Landeshauptmannes war eine merkwürdige: Er war Chef des politischen Bezirksamtes Salzburg und Umgebung. Zugleich war er aber ein „bleibend exponiertes“ Organ der Linzer Statthalterei und in einigen Agenden für das ganze Kronland Salzburg zuständig. Die übrigen Bezirksämter hatten in der Regel direkt mit Linz zu verkehren (diese „Verwaltungsreform“ erfolgte zur Entlastung der kriegsbedingt angespannten Staatsfinanzen). | | Die neu geschaffene Stellung eines Landeshauptmannes war eine merkwürdige: Er war Chef des politischen Bezirksamtes Salzburg und Umgebung. Zugleich war er aber ein „bleibend exponiertes“ Organ der Linzer Statthalterei und in einigen Agenden für das ganze Kronland Salzburg zuständig. Die übrigen Bezirksämter hatten in der Regel direkt mit Linz zu verkehren (diese „Verwaltungsreform“ erfolgte zur Entlastung der kriegsbedingt angespannten Staatsfinanzen). |
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| − | Doch bald ging der politische Kurs des Landes wieder in Richtung Selbstständigkeit. Im März 1861 fanden die ersten Wahlen zum – freilich noch ständisch zusammengesetzten – [[Salzburger Landtag]] statt. | + | Doch bald ging der politische Kurs des Landes wieder in Richtung Selbstständigkeit. Im März [[1861]] fanden die ersten Wahlen zum – freilich noch ständisch zusammengesetzten – [[Salzburger Landtag]] statt. |
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| − | Dabei vollzog Graf Gourcy-Droitaumont die Politik der Reichsregierung, gemäßigt liberale Kandidaten zu forcieren. So wurden wunschgemäß – mit massiver bürokratischer Intervention – [[Josef Freiherr Lasser von Zollheim|Josef Lasser]], [[Franz de Paula Albert Eder|Erzabt Albert Eder]] sowie der [[Stift Mattsee|Mattseer Stiftsdechant]] Dr. Josef Halter in den Landtag gewählt. | + | Dabei vollzog Graf Gourcy-Droitaumont die Politik der Reichsregierung, gemäßigt liberale Kandidaten zu forcieren. So wurden wunschgemäß – mit massiver bürokratischer Intervention – [[Josef Freiherr Lasser von Zollheim|Josef Lasser]], [[Franz de Paula Albert Eder|Erzabt Albert Eder]] sowie der [[Stift Mattsee|Mattseer Stiftsdechant]] [[Josef Halter|Dr. Josef Halter]] in den Landtag gewählt. |
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| − | Ein kaiserliches Handschreiben vom 29. März 1861 verfügte die Wiedererrichtung selbstständiger Landesbehörden, insbesondere der Landesregierung: diese unterstand anfangs interimistisch dem Grafen Gourcy-Droitaumont. Sie nahm am 15. Mai 1861 ihre Amtstätigkeit auf. | + | Ein kaiserliches Handschreiben vom [[29. März]] [[1861]] verfügte die Wiedererrichtung selbstständiger Landesbehörden, insbesondere der Landesregierung: diese unterstand anfangs interimistisch dem Grafen Gourcy-Droitaumont. Sie nahm am [[15. Mai]] 1861 ihre Amtstätigkeit auf. |
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| − | Am 31. August 1861 schied Graf Gourcy-Droitaumont aus dem Amt des Landeshauptmanns. | + | Am [[31. August]] 1861 schied Graf Gourcy-Droitaumont aus dem Amt des Landespräsidenten. Im Jahr [[1869]] wurde der bereits betagte Beamte abermals als [[Landespräsident]] an die Salzburger Verwaltungsspitze berufen. Er verstarb im darauf folgenden Jahr. |
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| − | Im Jahr 1869 wurde der bereits betagte Beamte als [[Landespräsident]] an die Salzburger Verwaltungsspitze berufen. Er verstarb im darauffolgenden Jahr. | |
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| | Ernst Graf Gourcy-Droitaumont war der jüngere Sohn des François Antoine Comte de Gourcy de Droitaumont (* 1751 Charey, † 1827 Wien) und der Claire Thérèse Antoinette Marquise d'Yve († 1809 Wien), die dieser im Jahr 1782 in Namur (Belgien, damals Österreichische Niederlande) geehelicht hatte. | | Ernst Graf Gourcy-Droitaumont war der jüngere Sohn des François Antoine Comte de Gourcy de Droitaumont (* 1751 Charey, † 1827 Wien) und der Claire Thérèse Antoinette Marquise d'Yve († 1809 Wien), die dieser im Jahr 1782 in Namur (Belgien, damals Österreichische Niederlande) geehelicht hatte. |
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| − | Sein älterer Bruder war der k. k. Hofkämmerer und Ornithologe Felix Graf Gourcy-Droitaumont (1783-1838). | + | Sein älterer Bruder war der k. k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Hofkämmerer]] und Ornithologe Felix Graf Gourcy-Droitaumont (* 1783, † 1838). |
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| | Die Familie ging zur Zeit der Revolutionskriege nach Österreich. | | Die Familie ging zur Zeit der Revolutionskriege nach Österreich. |
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| − | Ernst heiratete am 22. Oktober 1816 Elisabeth Anna Antonia, Tochter des Industriellen Franz Xaver Freiherrrn von Mayr, Mitgliedes der Niederösterreichischen Landstände und Besitzer der Herrschaft Penzing. Der Ehe entsprossen fünf Kinder: | + | Ernst heiratete am [[22. Oktober]] [[1816]] Elisabeth Anna Antonia, Tochter des Industriellen Franz Xaver Freiherrrn von Mayr, Mitgliedes der Niederösterreichischen Landstände und Besitzer der Herrschaft Penzing. Der Ehe entsprossen fünf Kinder: |
| | * Franz Joseph Ernst | | * Franz Joseph Ernst |
| | * Ernst Franz Xaver | | * Ernst Franz Xaver |