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| | == Herkunft und Abstammung == | | == Herkunft und Abstammung == |
| − | Von Karajan entstammte der Ehe des Ludwig Anton von Karajan ([[1835]]-[[1906]]) mit dessen Gattin Henriette († [[1912]]), geb. von Raindl. Neben seinem jüngeren Bruder Maximilian, der unter anderem Rektor an der Karl-Franzens Universität in Graz war, hatte er noch zwei Schwestern. | + | Von Karajan entstammte der Ehe des Ludwig Anton von Karajan ([[1835]]-[[1906]]) mit dessen Gattin Henriette († [[1912]]), geb. von Raindl. Neben seinem jüngeren Bruder Maximilian, der unter anderem Rektor an der Karl-Franzens-Universität in Graz war, hatte er noch zwei Schwestern. |
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| − | Sein Urgroßvater Georg Johann Karajoannes (eigentlich: Georgios Karajannis; [[1743]]-[[1813]]) stammte aus dem Dorf Kozani im griechischen Teil Mazedoniens und zog [[1767]] nach Wien und dann weiter nach Chemnitz wo er gemeinsam mit seinem Bruder Theodor Johann eine Baumwollfabrik gründete. Der sächsische Kurfürst Friedrich August III. erhob die beiden Brüder am [[1. Juni]] [[1792]] mitsamt ihren Familien aufgrund ihrer Verdienste um den Aufschwung der sächsischen Textilindustrie in den erblichen Reichsadelsstand. Die Karajoannes verkürzten daraufhin ihren griechischen Namen und nannten sich fortan (von) Karajan. | + | Sein Urgroßvater Georg Johann Karajoannes (eigentlich: Georgios Karajannis; [[1743]]-[[1813]]) stammte aus dem Dorf Kozani im griechischen Teil Mazedoniens und zog [[1767]] nach Wien und dann weiter nach Chemnitz, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Theodor Johann eine Baumwollfabrik gründete. Der sächsische Kurfürst Friedrich August III. erhob die beiden Brüder am [[1. Juni]] [[1792]] mitsamt ihren Familien aufgrund ihrer Verdienste um den Aufschwung der sächsischen Textilindustrie in den erblichen Reichsadelsstand. Die Karajoannes verkürzten daraufhin ihren griechischen Namen und nannten sich fortan (von) Karajan. |
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| | Am [[4. Jänner]] [[1832]] wurde dieser Adelsstand für seine Söhne Demeter und Theodor Georg auch in Österreich anerkannt. Der bekannte Germanist und Historiker Theodor Georg von Karajan wurde am [[11. Juli]] [[1869]] zum Ritter des Leopoldsordens ernannt und damit auch in den österreichischen Ritterstand erhoben. Dessen Sohn Ludwig Anton, der Vater von Ernst von Karajan, war Mediziner und niederösterreichischer Regierungsrat. | | Am [[4. Jänner]] [[1832]] wurde dieser Adelsstand für seine Söhne Demeter und Theodor Georg auch in Österreich anerkannt. Der bekannte Germanist und Historiker Theodor Georg von Karajan wurde am [[11. Juli]] [[1869]] zum Ritter des Leopoldsordens ernannt und damit auch in den österreichischen Ritterstand erhoben. Dessen Sohn Ludwig Anton, der Vater von Ernst von Karajan, war Mediziner und niederösterreichischer Regierungsrat. |
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| | ==Berufliches Wirken und Ehrungen== | | ==Berufliches Wirken und Ehrungen== |
| − | Ernst von Karajan maturierte in seiner Heimatstadt an der Theresianischen Akademie und promovierte [[1893]] zum Doktor der Medizin. [[1902]] kam er nach [[Salzburg]] und wurde als Primar an der chirugischen Abteilung im [[St. Johanns-Spital]] tätig | + | Ernst von Karajan maturierte in seiner Heimatstadt an der Theresianischen Akademie und promovierte [[1893]] zum Doktor der Medizin. [[1902]] kam er nach [[Salzburg]] und wurde als Primar an der chirurgischen Abteilung im [[St. Johanns-Spital]] tätig. |
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| − | Von [[1913]] bis [[1915]] sah er sich durch seine Nebentätigkeiten im privaten Sanatorium Schenk vehementen Anfeindungen, vor allem durch den [[Landtag]]sabgeordneten Robert Preußler, ausgesetzt. Da dem Landeskrankenhaus durch die von Karajan in der privaten Klinik durchgeführten Operationen Einnahmen entgingen, musste er eine empfindliche Gehaltskürzung akzeptieren. | + | Von [[1913]] bis [[1915]] sah er sich durch seine Nebentätigkeiten im privaten Sanatorium Schenk vehementen Anfeindungen, vor allem durch den [[Landtag]]sabgeordneten [[Robert Preußler]], ausgesetzt. Da dem Landeskrankenhaus durch die von Karajan in der privaten Klinik durchgeführten Operationen Einnahmen entgingen, musste er eine empfindliche Gehaltskürzung akzeptieren. |
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| − | [[1927]] handelte er mit dem Nationalratsabgeordneten [[Rudolf Ramek]], [[Karl Fürst Auersperg]] und dem bekannten Wiener Chirugen Hans Spitzy (der [[1923]] mit einer Operation die Karriere des österreichischen Fußballstars Matthias Sindelar rettete) die Besetzung der Primararztstelle im Kinderspital mit Dr. Emil Wimberger aus. Ein Jahr darauf folgte seine Bestellung zum ärztlichen Direktor der Landeskrankenanstalten. Diese Funktion füllte er bis zu seinem Ruhestand im Jahr [[1933]] aus. | + | [[1927]] handelte er mit dem Nationalratsabgeordneten [[Rudolf Ramek]], [[Karl Fürst Auersperg]] und dem bekannten Wiener Chirurgen Hans Spitzy (der [[1923]] mit einer Operation die Karriere des österreichischen Fußballstars Matthias Sindelar rettete) die Besetzung der Primararztstelle im Kinderspital mit Dr. Emil Wimberger aus. Ein Jahr darauf folgte seine Bestellung zum ärztlichen Direktor der Landeskrankenanstalten. Diese Funktion füllte er bis zu seinem Ruhestand im Jahr [[1933]] aus. |
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| | Von Karajan wurde [[1930]] mit dem Titel eines Hofrats geehrt und erhielt [[1934]] das Österreichische Große Silberne Ehrenzeichen sowie das Ehrenzeichen des Roten Kreuzes verliehen. Die steirische Ortschaft Grundlsee, wo er in der von seinem Vater [[1880]] erbauten "Villa Karajan" viele Jahre seiner Kindheit verbrachte, ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger. | | Von Karajan wurde [[1930]] mit dem Titel eines Hofrats geehrt und erhielt [[1934]] das Österreichische Große Silberne Ehrenzeichen sowie das Ehrenzeichen des Roten Kreuzes verliehen. Die steirische Ortschaft Grundlsee, wo er in der von seinem Vater [[1880]] erbauten "Villa Karajan" viele Jahre seiner Kindheit verbrachte, ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger. |