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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Als im [[12. Jahrhundert]] der ungarische König Geisa II. Siedler aus Franken, Flandern, dem Mosel- und Maas-Gebietin sein Land ruft, begann die Geschichte der deutschstämmigen Bevölkerung in Südost-Europa. Sie siedelten im Gebiet zwischen den Karpaten, das man heute "Siebenbürgen" nennt und machen das Land urbar und bieten einen Schutzschild gegen mögliche Feinde (später z. B. die Türken). | + | Als im [[12. Jahrhundert]] der ungarische König Géza (Geisa) II. Siedler aus Franken, Flandern, dem Mosel- und dem Maas-Gebiet in sein Land rief, begann die Geschichte der deutschstämmigen Bevölkerung in Südost-Europa. Sie siedelte im Gebiet nördlich der Südkarpaten, das man heute "Siebenbürgen" nennt, machte das Land urbar und bot einen Schutzschild gegen mögliche Feinde (später z. B. die Türken). |
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| − | König Andreas II. verleiht 1224 den Siedlern den "Goldenen Freibrief", der den Siebenbürger Sachsen zum Grundgesetz wurde, in dem ihnen das Recht auf Grund und Boden zugesichert wurde. Mitte des [[16. Jahrhundert]]s wurde die " Kirchenordnung aller Deutschen in Sybembürgen" beschlossen und die Siebenbürger Sachsen wurden lutherisch. Im [[17. Jahrhundert]] wandern auch österreichische Protestanten nach Siebenbürgen aus. | + | König Andreas II. verlieh 1224 den Siedlern den "Goldenen Freibrief", der den Siebenbürger Sachsen zum Grundgesetz wurde, in dem ihnen das Recht auf Grund und Boden zugesichert wurde. Mitte des [[16. Jahrhundert]]s wurde die " Kirchenordnung aller Deutschen in Sybembürgen" beschlossen und die Siebenbürger Sachsen wurden lutherisch. Im [[17. Jahrhundert]] wurden auch österreichische Protestanten nach Siebenbürgen umgesiedelt, wo sie in der Folge die Bevölkerungsgruppe der "Landler" bildeten. |
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| − | Nach der Revolution 1848 besetzten 1849 österreichische Truppen Siebenbürgen und als es 1867 zur Gründung der österreichisch - ungarischen Monarchie kommt, wird Siebenbürgen Teil der ungarischen Reichshälfte. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] schließen sich die Siebenbürger Sachsen aber Rumänien an, das dann im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zunächst von 1941 bis 1944 auf deutscher Seite am Krieg teilnimmt. Am 23. August [[1944]] kapitulierte Rumänien, erklärt Deutschland den Krieg und es folgte die Evakuierung der Sachsen aus Nordsiebenbürgen. | + | Nach der ungarischen Revolution von 1848 besetzten 1849 österreichische Truppen Siebenbürgen. Als es 1867 zur Gründung der österreichisch - ungarischen Monarchie kam, wurde Siebenbürgen Teil der ungarischen Reichshälfte. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde Siebenbürgen Rumänien zugesprochen, das dann im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zunächst von 1941 bis 1944 auf deutscher Seite am Krieg teilnahm. Am 23. August [[1944]] kapitulierte Rumänien, erklärte Deutschland den Krieg und es folgte die Evakuierung der Sachsen aus Nordsiebenbürgen. |
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| − | Im [[21. Jahrhundert]] lebten noch rund 18.000 Siebenbürger Sachsen in Österreich. Sie finden sich in jedem Bundesland, unter anderem in Traun bei Linz, Siedlung Dürnau bei Vöcklabruck, Rosenau in Seewalchen am [[Attersee]] und in der Siedlung [[Elixhausen-Sachsenheim]]. | + | Im [[21. Jahrhundert]] leben noch rund 18.000 Siebenbürger Sachsen in Österreich. Sie finden sich in jedem Bundesland, unter anderem in Traun bei Linz, der Siedlung Dürnau bei Vöcklabruck, Rosenau in Seewalchen am [[Attersee]] und in der Siedlung [[Elixhausen-Sachsenheim]]. |
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| | ==Tradition== | | ==Tradition== |
| − | Die Siebenbürger sind sehr bemüht ihre eigene Volkskultur weiterzuführen. Dies wird im Besonderen vom [[Verein der Siebenbürger Sachsen]] betrieben. | + | Die Siebenbürger sind sehr bemüht, ihre eigene Volkskultur weiterzuführen. Dies wird im Besonderen vom [[Verein der Siebenbürger Sachsen]] betrieben. |
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| | ==Elixhausen-Sachsenheim== | | ==Elixhausen-Sachsenheim== |
| − | Ein Großteil der Siebenbürger in Sachsenheim stammen aus der Gemeinde Botsch im "Reener Ländchen". Diese Gemeinde befindet sich an der Grenze des Königsboden in Nord-Siebenbürgen. 800 Jahre lang lebte die Gemeinde mit den ungarischen Nachbarn im Westen, den rumänischen Nachbarn im Osten und zählte 1944 an die 1400 Einwohner. Ein "Führerbefehl" zwang die Bewohner am [[11. September]] 1944 zum Verlassen ihre Heimat. | + | Ein Großteil der Siebenbürger in Sachsenheim stammte aus der Gemeinde Botsch im "Reener Ländchen". Diese Gemeinde befand sich an der Grenze des Königsbodens in Nord-Siebenbürgen. 800 Jahre lang lebte die Gemeinde mit den ungarischen Nachbarn im Westen, den rumänischen Nachbarn im Osten und zählte 1944 an die 1400 Einwohner. Ein "Führerbefehl" zwang die Bewohner am [[11. September]] 1944 zum Verlassen ihre Heimat. |
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| − | Die mehr als 500 Fuhrwerke erreichten nach einer mühseligen Reise im Spätherbst 1944, am [[8. November]], Sankt Pölten in Niederösterreich. Erst nach Kriegsende fanden dann über 100 Botscher Familien eine neue, wenn auch notdürftige Unterkunft, in [[Anthering]]. Es waren viele Stunden des Suchens und Verhandelns notwendig, bevor man am [[27. Mai]] [[1956]] der Grundstein für die Siedlung Sachsenheim legen konnte. | + | Die mehr als 500 Fuhrwerke erreichten nach einer mühseligen Reise im Spätherbst 1944, am [[8. November]], Sankt Pölten in Niederösterreich. Erst nach Kriegsende fanden dann über 100 Botscher Familien eine neue, wenn auch notdürftige Unterkunft, in [[Anthering]]. Es waren viele Stunden des Suchens und Verhandelns notwendig, bevor man am [[27. Mai]] [[1956]] der Grundstein für die Siedlung Sachsenheim legen konnte. |
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| − | ==Weblink== | + | ==Weblinks== |
| − | {{homepage|http://www.sachsenheim.at/}} | + | * {{homepage|http://www.sachsenheim.at/}} |
| | + | * [http://de.wikipedia.org/wiki/Reener_L%C3%A4ndchen| "Reener Ländchen" auf Wikipedia] |
| | ==Quelle== | | ==Quelle== |
| | * [http://www.elixhausen.at/elix.htm Homepage der Gemeinde Elixhausen] | | * [http://www.elixhausen.at/elix.htm Homepage der Gemeinde Elixhausen] |