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Als '''Brandweinbrennerhaus''' werden in der [[Stadt Salzburg]] zwei Gebäude in [[Arenbergstraße]] der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen]] [[Altstadt]] im [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] bezeichnet. Sie zählen zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekte]] in der Stadt Salzburg.
 
Als '''Brandweinbrennerhaus''' werden in der [[Stadt Salzburg]] zwei Gebäude in [[Arenbergstraße]] der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen]] [[Altstadt]] im [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] bezeichnet. Sie zählen zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekte]] in der Stadt Salzburg.
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== Lage ==
 
Die beiden Häuser [[Arenbergstraße]] 17 und 19 liegen oberhalb der Straße und deren Gärten steigen steil zu den Felswänden des [[Kapuzinerberg]]es auf.
 
Die beiden Häuser [[Arenbergstraße]] 17 und 19 liegen oberhalb der Straße und deren Gärten steigen steil zu den Felswänden des [[Kapuzinerberg]]es auf.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Anfang des [[13. Jahrhundert]]s, als in Salzburg der [[Weinbau]] eingeführt wurde, fand man die Lage an der Südseite des damaligen ''[[Imberg]]s'', eine alte Bezeichnung des [[Kapuzinerberg]]s, für die Anlage von Weinbergen als günstig. Von da ab vergrößerte sich die Besiedelung bedeutend, da hier eine [[Steingasse|Hauptstraße]] von Süden heran zur Stadt führte.
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Anfang des [[13. Jahrhundert]]s, als in Salzburg der [[Weinbau]] nach den [[Römer]]n wieder kultiviert wurde, fand man die Lage an der Südseite des ''Imbergs'', die alte Bezeichnung des Kapuzinerbergs, für die Anlage von Weinbergen als günstig. Von da ab vergrößerte sich die Besiedelung bedeutend, da hier auch eine Hauptstraße,  die [[Steingasse]], von Süden in die Stadt führte.
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[[1523]] wird das „''Haus und der Garten zu [[Bürglstein|Pyrgla]]''“ erstmals erwähnt. Weitere Bezeichnungen waren „Ingerl“ oder „Pretzenbehausung“, da der Besitzer Wenger ein Bäcker war. [[1559]] wird der [[Domherr]] [[Johann Ramminger]] neuer Hausherr.  
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[[1523]] wurde das „''Haus und der Garten zu [[Bürglstein|Pyrgla]]''“ erstmals erwähnt. Weitere Bezeichnungen waren „Ingerl“ oder „Pretzenbehausung“, da der Besitzer Wenger ein Bäcker war. [[1559]] wurde der [[Domherr]] [[Johann Ramminger]] neuer Hausherr.  
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[[1650]] erwarb es [[Johann Kellenberger]], ein Salzburger Handelsmann, Ratsherr und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisteramtsverwalter]]. Kellenberger hatte bereits [[1635]] die [[Villa Blumenstein]] erbaut.  
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[[1650]] erwarb es [[Johann Kellenberger]], ein Salzburger Handelsmann, [[Stadtrat|Ratsherr]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisteramtsverwalter]]. Kellenberger hatte bereits [[1635]] die [[Villa Blumenstein]] erbaut. Er errichtete [[1662]] oberhalb des Hauses in halber Höhe des Gartens die [[barock]]e [[Franziskuskapelle (Kapuzinerberg)|Franziskuskapelle]] mit einem Vorbau. Im Garten, der bis zur Befestigungsmauer reicht, ließ er in Etagen mit Mauern gestützte Plattformen anbringen, um das Abrutschen des Erdreichs verhindern und dem Garten ein Aussehen ähnlichem einem Weingarten zu geben. Die Erben von Kellenberger verkaufen das Anwesen.  
Kellenberger erbaute [[1662]] hinter dem Haus in halber Höhe des Gartens eine [[Barock|barocke]] [[Franziskuskapelle (Kapuzinerberg)|Kapelle]] Kapelle mit einem Vorbau. In der Kapelle befand sich ein geschnitzter polychromierter Holzaltar. Im Garten, der bis zur Befestigungsmauer reicht, ließ er in Etagen mit Mauern gestützte Plattformen anbringen, um das Abrutschen des Erdreichs verhindern und dem Garten ein Aussehen ähnlichem einem Weingarten zu geben. Die Erben von Kellenberger verkaufen das Anwesen.  
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[[1701]] Guidobald Rudolf Kiene, Pfarrer zu [[Waging am See|Waging]]. [[1707]] Baron [[Pranckh]]. [[1736]] [[Franz Anton Spangler]], der erste der in Salzburg ansässigen Kaufmanns-Familie [[Spängler]]. [[1752]] gehört der Besitz den Erben von Spängler, die [[1794]] (oder [[1803]]?) an "von Helmreich" <ref>Anmerkung: Wenzel von Helmreich (1722-1803) ?</ref> verkauften. [[1800]] ? Branntweinbrenner Johann Holztrattner, der eine Konzession zum Branntweinbrennen erhalten hatte. Von da wurde es "Brandweinbrennerhaus" oder "Branntweinmacher-Haus" genannt. [[1810]] erstand Anton Zellner, der Besitzer des [[Kuglbräu]], das Haus um 4600 [[Gulden]] und richtete eine Gartenausschank von Kugelbräu-Bier ein.
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[[1701]] wurde Guidobald Rudolf Kiene, Pfarrer zu [[Waging am See|Waging]] Besitzer, [[1707]] Baron [[Pranckh]], [[1736]] [[Franz Anton Spangler]], der erste der in Salzburg ansässigen Kaufmanns-Familie [[Spängler]]. [[1752]] gehört der Besitz den Erben von Spängler, die [[1794]] (oder [[1803]]?) an "von Helmreich" <ref>Anmerkung: Wenzel von Helmreich (* 1722; † 1803) ?</ref> verkauften. [[1800]] (?) erwarb es der Branntweinbrenner Johann Holztrattner, der eine Konzession zum Branntweinbrennen erhalten hatte. Von da wurde es "Brandweinbrennerhaus" oder "Branntweinmacher-Haus" genannt. [[1810]] erstand [[Anton Zellner]], der Besitzer des [[Kuglbräu]], das Haus um 4.600 [[Gulden]] und richtete eine Gartenausschank von Kugelbräu-Bier ein.  
[[1832]] nach Lizitation (Versteigerung) erfolgt der Kauf durch August und Gertraud Grubinger. [[1839]] war August Grubinger Alleinbesitzer. [[1841]] kauften es Anton und Anna Schachinger um 5000 Gulden. [[1844]] erneute Lizitation (Versteigerung) und Kauf durch Johann Holzegger  um 5301 Gulden.  
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[[1851]] erwarb Dr. [[Heinrich Losy von Losenau]] das Haus um 5602 Gulden. Losenau laborierte an einem Magenleiden und nahm nur kalte Nahrung zu sich. Deshalb nannte man ihn der "kalte Baron" und das Haus damals auch ''"Kalte-Baron-Haus"''.
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[[1832]], nach einer Versteigerung, erfolgte der Kauf durch Gertraud und August Grubinger. [[1839]] war August Grubinger Alleinbesitzer. [[1841]] kauften es Anton und Anna Schachinger um 5.000 Gulden. [[1844]] gab es eine weitere Versteigerung und Kauf durch Johann Holzegger um 5.301 Gulden.  
Losenau widmete [[1856]] das Haus einer Stiftung <ref>[https://de.wikisource.org/wiki/BLK%C3%96:Losy_von_Losenau,_Heinrich wikisource.org/Losy von Losenau, Heinrich]</ref> zu Gunsten für arme Handwerker im Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Losenau wurde [[1858]] in der im Garten befindlichen Franziskuskapelle in einer Gruft, erbaut von [[Ferdinand Laschenzky]], begraben.  
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[[1864]] kam Heinrich Losy von Losenau der Jüngere, der Sohn gleichen Namens, in den Besitz. Danach führte die Administration lange Jahre der Postkontrollor Jasansky. [[1924]], nach erlöschen der männlichen Linie, wurde die Handwerkerstiftung am Haus gelöscht.
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[[1851]] erwarb Dr. [[Heinrich Losy von Losenau]] das Haus um 5.602 Gulden. Losenau laborierte an einem Magenleiden und nahm nur kalte Nahrung zu sich. Deshalb nannte man ihn der "kalte Baron" und das Haus damals auch "''Kalte-Baron-Haus''". Losenau widmete [[1856]] das Haus einer Stiftung<ref>[https://de.wikisource.org/wiki/BLK%C3%96:Losy_von_Losenau,_Heinrich wikisource.org/Losy von Losenau, Heinrich]</ref> zu Gunsten für arme Handwerker im Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Losenau wurde [[1858]] in der im Garten befindlichen Franziskuskapelle in einer Gruft, erbaut von [[Ferdinand Laschenzky]], begraben.
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[[1864]] kam Heinrich Losy von Losenau der Jüngere, der Sohn gleichen Namens, in den Besitz. Danach führte die Administration lange Jahre der Postkontrollor Jasansky. [[1924]], nach Erlöschen der männlichen Linie von Losenau, wurde die Handwerkerstiftung am Haus gelöscht.
    
[[1930]] kaufte das Haus die Schriftstellerin [[Johanna Schuchter]], die Gattin des Obermedizinalrates Dr. [[Franz Schuchter]]. Als nächster Besitzer folgte der Sohn [[Gilbert Schuchter]], ein Salzburger Dirigent, Pianist und Klavierpädagoge.  
 
[[1930]] kaufte das Haus die Schriftstellerin [[Johanna Schuchter]], die Gattin des Obermedizinalrates Dr. [[Franz Schuchter]]. Als nächster Besitzer folgte der Sohn [[Gilbert Schuchter]], ein Salzburger Dirigent, Pianist und Klavierpädagoge.  
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== siehe auch ==
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* [[Gilbert-Schuchter-Stiege]]
      
== Quellen ==
 
== Quellen ==

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