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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Irma von Troll-Borostyáni wuchs als Marie Troll behütet als Tochter gut situierter Beamten in der Salzburger [[Griesgasse]] auf. Ab [[1864]] besuchte sie die Klosterschule im [[Stift Nonnberg]], aus Krankheitsgründen musste sie jedoch bald privat zuhause weiter unterrichtet werden. Die Erziehung der Mutter galt als liberal, Marie trug die Haare kurz, was zu dieser Zeit mehr als ungewöhnlich war. | + | Irma von Troll-Borostyáni wuchs als Marie Troll behütet als Tochter einer gut situierten Beamtenfamilie in der Salzburger [[Griesgasse]] auf. Ab [[1864]] besuchte sie die Klosterschule im [[Stift Nonnberg]], aus Krankheitsgründen musste sie jedoch bald privat zuhause weiter unterrichtet werden. Die Erziehung der Mutter galt als liberal, Marie trug die Haare kurz, was zu dieser Zeit mehr als ungewöhnlich war. |
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| − | [[1870]] übersiedelte von Troll nach Wien, um dem Salzburger Kleinbürgertum zu entfliehen, die nach dem Anschluss Salzburgs an k. k. Monarchie einsetzte. Dort ließ sie sich zur Konzertpianistin ausbilden. [[1872]] zog sie weiter nach Budapest, k. k. Ungarn, heiratete dort den Journalisten Nandor von Borostyáni und machte sich mit ihrem [[1878]] erschienenen ''Die Mission unserer Jahrhunderts. Eine Studie über Frauenfragen'' auch einen Namen als Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Neben Beifall erntete sie für dieses Werk aber natürlich auch genügend Prostest für ihre Forderungen nach freier Bildungs- und Berufswahl bzw. dem allgemeinen Wahlrecht für Frauen. | + | [[1870]] übersiedelte von Troll nach Wien, um der Salzburger Kleinbürgerlichkeit zu entfliehen, die nach dem Anschluss Salzburgs an die k. k. Monarchie eingesetzt hatte. Dort ließ sie sich zur Konzertpianistin ausbilden. [[1872]] zog sie weiter nach Budapest, Ungarn, heiratete dort den Journalisten Nándor Borostyáni und machte sich mit ihrem [[1878]] erschienenen Werk ''Die Mission unserer Jahrhunderts. Eine Studie über Frauenfragen'' auch einen Namen als Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Neben Beifall erntete sie für dieses Werk aber natürlich auch genügend Protest für ihre Forderungen nach freier Bildungs- und Berufswahl bzw. dem allgemeinen Wahlrecht für Frauen. |
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| | Eine gemeinsame Tochter des Paares verstarb im Alter von nur drei Jahren. | | Eine gemeinsame Tochter des Paares verstarb im Alter von nur drei Jahren. |
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| − | Als von Troll [[1882]] nach Salzburg zurückkehrte, um bei ihrer Mutter zu sein, nannte sie sich bereits Irma. Sie wohnte nun mit ihrer Schwester Wilhelmine in der [[Riedenburgerstraße]] 7 und wurde in Salzburg ob ihrer radikal-feministischen Einstellung und ihres betont maskulinen Äußeren als Provokation empfunden. | + | Als von Troll [[1882]] nach Salzburg zurückkehrte, um bei ihrer Mutter zu sein, nannte sie sich bereits Irma. Sie wohnte nun mit ihrer Schwester Wilhelmine in der [[Riedenburger Straße]] 7 und wurde in Salzburg ob ihrer radikal-feministischen Einstellung und ihres betont maskulinen Äußeren als Provokation empfunden. |
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| − | [[1902]] verstarb Ehemann Nandor, ein Jahr später veröffentlichte von Troll das Werk ''Katechismus der Frauenbewegung''. | + | [[1902]] verstarb Ehemann Nándor. Ein Jahr später veröffentlichte von Troll das Werk ''Katechismus der Frauenbewegung''. |
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| | Irma von Troll-Borostyáni verstarb am 10. Februar 1912 an einem Gehirnschlag. Sie ist am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] begraben. | | Irma von Troll-Borostyáni verstarb am 10. Februar 1912 an einem Gehirnschlag. Sie ist am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] begraben. |