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Seit 1939 war er verheiratet mit Katharina (* [[1918]]; † [[9. Jänner]] [[2012]] in Sindelfingen, [[Deutschland]]), einer Tochter des deutschen Polarforschers Alfred Wegener, die ihm vier Söhne schenkte.
 
Seit 1939 war er verheiratet mit Katharina (* [[1918]]; † [[9. Jänner]] [[2012]] in Sindelfingen, [[Deutschland]]), einer Tochter des deutschen Polarforschers Alfred Wegener, die ihm vier Söhne schenkte.
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Bei [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsbeginn]] meldete er sich [[1939]] freiwillig zur [[Wehrmacht]] und nahm, nachdem die Landeshauptmann-Funktion am [[31. März]] erloschen war, im April [[1940]] als Gebirgsjäger an der Besetzung [[Norwegen]]s teil. Noch im April wurde er als Leutnant aus der Wehrmacht entlassen und zum ''Reichsstatthalter'' der Steiermark ernannt. Nach der Annexion der Untersteiermark [[1941]] verfolgte er als ''Chef der Zivilverwaltung'' eine gnadenlose Germanisierung des Landes und ließ jeden Widerstand brutal verfolgen. So kam es gegen Kriegsende auch zu Massenerschießungen.
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Bei [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsbeginn]] meldete er sich [[1939]] freiwillig zur [[Wehrmacht]] und nahm, nachdem die Landeshauptmann-Funktion am [[31. März]] erloschen war, im April [[1940]] als Gebirgsjäger an der Besetzung [[Norwegen]]s teil. Noch im April wurde er als Leutnant aus der Wehrmacht entlassen und zum ''Reichsstatthalter'' der Steiermark ernannt. Nach der Annexion der Untersteiermark [[1941]] verfolgte er als ''Chef der Zivilverwaltung'' eine gnadenlose Germanisierung des Landes und ließ jeden Widerstand brutal verfolgen. So kam es umfangreichen Deportationen und gegen Kriegsende auch zu Massenerschießungen.
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Nach Kriegsende geriet er am [[9. Juni]] [[1945]] bei Murau in [[Großbritannien|britische]] Gefangenschaft und war ab [[12. Oktober]] [[1945]] Zeuge bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Als auch gegen ihn Ermittlungen liefen, gelang es ihm zu fliehen und unterzutauchen. Seitdem lebte und arbeitete er unter dem Namen '''Friedrich Schönharting''' unbehelligt im Württembergischen Sindelfingen, wo er [[1984]] von Demenz gezeichnet verstarb.
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Nach Kriegsende geriet er am [[9. Juni]] [[1945]] bei Murau in [[Großbritannien|britische]] Gefangenschaft und war ab [[12. Oktober]] [[1945]] Zeuge bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Als auch gegen ihn Ermittlungen liefen, gelang es ihm zu fliehen und unterzutauchen. Seitdem lebte und arbeitete er seit [[1947]] unter dem Namen '''Friedrich Schönharting''' unbehelligt im Württembergischen Sindelfingen, wo er [[1984]] von Demenz gezeichnet verstarb.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [http://korso.at/content/view/3151/163/ [[Heimo Halbrainer|Halbrainer, Haimo]] und [[Christian Stenner]]: ''Dr. Sigfried Uiberreither – das zweite Leben des Gauleiters''. In: ''Korso. Das nachhaltige Magazin für Graz und die Steiermark'' vom 5. Juli 2008.]
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* [http://korso.at/content/view/3151/163/ Korso. Das nachhaltige Magazin für Graz und die Steiermark vom 5. Juli 2008: ''Dr. Sigfried Uiberreither – das zweite Leben des Gauleiters'' (Heimo Halbrainer und Christian Stenner)]
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* [https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sindelfingen-kriegsverbrecher-im-sindelfinger-versteck.7e426286-84c1-43e4-8ecb-382ec83b2c29.html Stuttgarter Nachrichten vom 9. Jänner 2019: ''Kriegsverbrecher im Sindelfinger Versteck''. (Gerlinde Wicke-Naber)]
    
== Fußnoten ==
 
== Fußnoten ==
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