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| | Ein Großbrand in Obereching am [[16. Juni]] 1835, ausgelöst durch eine Unachtsamkeit beim Böllerschießen zu [[Fronleichnam]], vernichtete die Häuser mit den Hausnummern 9–24, darunter war auch das Sigl·Haus (Nr. 11), das neben der [[Filialkirche hl. Maria|Oberechinger Kirche]] stand. Die damaligen Besitzer Johann und Elisabeth Erbschwendtner begann das Siglgut am heutigen Standort, am Dorfende Richtung St. Georgen, wieder aufzubauen. Doch die hoher Überschuldung zwang die beiden im Jahr [[1856]] das Haus an den Gastwirt Franz Lang (später Duschlwirt) zu verkaufen. Zwischen 1856 und 1908 waren Grenzbeamte im Sigl·Haus untergebracht. Für sie wurde das obere Zimmer verschönert und das Obergeschoß verputzt. | | Ein Großbrand in Obereching am [[16. Juni]] 1835, ausgelöst durch eine Unachtsamkeit beim Böllerschießen zu [[Fronleichnam]], vernichtete die Häuser mit den Hausnummern 9–24, darunter war auch das Sigl·Haus (Nr. 11), das neben der [[Filialkirche hl. Maria|Oberechinger Kirche]] stand. Die damaligen Besitzer Johann und Elisabeth Erbschwendtner begann das Siglgut am heutigen Standort, am Dorfende Richtung St. Georgen, wieder aufzubauen. Doch die hoher Überschuldung zwang die beiden im Jahr [[1856]] das Haus an den Gastwirt Franz Lang (später Duschlwirt) zu verkaufen. Zwischen 1856 und 1908 waren Grenzbeamte im Sigl·Haus untergebracht. Für sie wurde das obere Zimmer verschönert und das Obergeschoß verputzt. |
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| − | Im November [[1908]] Andreas und Juliane Thalmaier (geb. Rosenstatter) um 16.000 [[Krone]]n das Siglgut mit seinen etwa 18 ha Grund vom Gastwirt Franz Lang. Die nächsten Besitzer waren von [[1928]] bis [[1942]] Georg und Maria (geb. Pabinger) Thalmaier. Nach dem frühen Tod des Georg wurde sein Sohn Georg II zusammen mit seiner Gattin Elisabeth (geb. Eder) von [[1967]] bis [[Ende]] 1999 Besitzer des Siglgutes. Nachforschungen des neuen Besitzers ergaben, dass das Siglgut wenigstens seit dem [[17. Jahrhundert]] existiert. Seit 2000 gehört es Sohn Andreas. | + | Im November [[1908]] Andreas und Juliane Thalmaier (geb. Rosenstatter) um 16.000 [[Krone]]n das Siglgut mit seinen etwa 18 ha Grund vom Gastwirt Franz Lang. Die nächsten Besitzer waren von [[1928]] bis [[1942]] Georg und Maria (geb. Pabinger) Thalmaier. Nach dem frühen Tod des Georg wurde sein Sohn Georg II zusammen mit seiner Gattin Elisabeth (geb. Eder) von [[1967]] bis Ende 1999 Besitzer des Siglgutes. Nachforschungen des neuen Besitzers ergaben, dass das Siglgut wenigstens seit dem [[17. Jahrhundert]] existiert. Seit 2000 gehört es Sohn Andreas. |
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| | Nachdem [[1980]] Georg Thalmaier für seine Familie ein neues Wohnhaus errichten wollte, wurde das alte Haus von der Gemeinde St. Georgen unter [[Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen bei Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Gangl senior (Schusterwastlbauer)|Franz Gangl sen.]] erworben. Unter der Leitung von Matthäus Lang wurde es fachgerecht abgetragen und im [[Dechanthof St. Georgen|Dechanthof]] gelagert. | | Nachdem [[1980]] Georg Thalmaier für seine Familie ein neues Wohnhaus errichten wollte, wurde das alte Haus von der Gemeinde St. Georgen unter [[Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen bei Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Gangl senior (Schusterwastlbauer)|Franz Gangl sen.]] erworben. Unter der Leitung von Matthäus Lang wurde es fachgerecht abgetragen und im [[Dechanthof St. Georgen|Dechanthof]] gelagert. |
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| | Nach der Gründung eines Proponentenkommitees um den damaligen Volksschuldirektor [[Hannes Miller]] für einen „[[Kulturförderungsverein St. Georgen]]“ [[1982]]/83 wurde das Sigl·Haus an seinem heutigen Standort auf Pfarrhofgrund wieder errichtet. Aus dem ehemaligen und der Gemeinde letztem Holz-[[Bauernhof|Bauernhaus]] im typischen Flachgauer Stil sollte ein Museum werden. Dazu plante man einen Anbau im Osten mit einem Veranstaltungssaal mit darüber liegendem Musikproberaum. Dieser wurde dann von 1982 bis [[2015]] probte von der etwa 50 MusikerInnen umfassende [[Trachtenmusikkapelle St. Georgen]] als Probenraum genutz. Seit der Übersiedlung der Trachtenmusikkapelle in ihre neuen Proberäume können diese Räumlichkeiten nun ebenfalls zu Veranstaltungszwecken genutzt werden. | | Nach der Gründung eines Proponentenkommitees um den damaligen Volksschuldirektor [[Hannes Miller]] für einen „[[Kulturförderungsverein St. Georgen]]“ [[1982]]/83 wurde das Sigl·Haus an seinem heutigen Standort auf Pfarrhofgrund wieder errichtet. Aus dem ehemaligen und der Gemeinde letztem Holz-[[Bauernhof|Bauernhaus]] im typischen Flachgauer Stil sollte ein Museum werden. Dazu plante man einen Anbau im Osten mit einem Veranstaltungssaal mit darüber liegendem Musikproberaum. Dieser wurde dann von 1982 bis [[2015]] probte von der etwa 50 MusikerInnen umfassende [[Trachtenmusikkapelle St. Georgen]] als Probenraum genutz. Seit der Übersiedlung der Trachtenmusikkapelle in ihre neuen Proberäume können diese Räumlichkeiten nun ebenfalls zu Veranstaltungszwecken genutzt werden. |
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| − | 2013 wurde der Bau von der Gemeinde St. Georgen übernommen, renoviert und restauriert. Der angebaute Veranstaltungstrakt kann für Workshops, Seminare, Vorträge u. a. von der Gemeinde St. Georgen angemietet werden. | + | 2013 wurde der Bau von der Gemeinde St. Georgen übernommen, renoviert und restauriert. Der angebaute Veranstaltungstrakt kann für Workshops, Seminare, Vorträge u. a. von der Gemeinde St. Georgen angemietet werden. |
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