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| | Der Bogen wurde [[1645]] unter [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] errichtet, damit er die Wohnhäuser seiner Familienmitglieder, den [[Primogeniturpalast]] an Ende der Dreifaltigkeitsgasse und den [[Sekundogeniturpalast]] am Beginn der heutigen [[Paris-Lodron-Straße]], auf direktem Wege (ohne Umweg über die Bergstraße) erreichen konnte. Zur Errichtung des Bogen mussten zwei Bürgerhäuser, die an der damals dort befindlichen [[Stadtbefestigungen|Stadtmauer]] lagen, abgebrochen werden. Die Besitzer erhielten dafür eine Entschädigung. Im Kreuzgratgewölbe kann man das Wappen von Paris Graf Lodron mit der Jahreszahl der Errichtung sehen. | | Der Bogen wurde [[1645]] unter [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] errichtet, damit er die Wohnhäuser seiner Familienmitglieder, den [[Primogeniturpalast]] an Ende der Dreifaltigkeitsgasse und den [[Sekundogeniturpalast]] am Beginn der heutigen [[Paris-Lodron-Straße]], auf direktem Wege (ohne Umweg über die Bergstraße) erreichen konnte. Zur Errichtung des Bogen mussten zwei Bürgerhäuser, die an der damals dort befindlichen [[Stadtbefestigungen|Stadtmauer]] lagen, abgebrochen werden. Die Besitzer erhielten dafür eine Entschädigung. Im Kreuzgratgewölbe kann man das Wappen von Paris Graf Lodron mit der Jahreszahl der Errichtung sehen. |
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| − | Bis jedenfalls [[1892]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18920310&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, 10. März 1892, Seite 3</ref> nannte man den Bogen ''Andräbogen'', nach der alten [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|#Die ursprüngliche Andräkirche|Andräkirche]] benannt, die etwas südlicher stand und [[1861]] abgerissen wurde.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690326&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=3 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 26. März 1869, Seite 3</ref> | + | Bis jedenfalls [[1892]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18920310&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, 10. März 1892, Seite 3</ref> nannte man den Bogen ''Andräbogen'', nach der alten [[Stadtpfarrkirche St. Andrä#Die ursprüngliche Andräkirche|Andräkirche]] benannt, die etwas südlicher stand und [[1861]] abgerissen wurde.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690326&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=3 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 26. März 1869, Seite 3</ref> |
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| | In einem Inserat vom 12. September 1875 wird das Haus Nr. 6 unmittelbar am-über dem Bogen zum Verkauf angeboten. Darin heißt es "''Das sogenannte Andrä-Haus ... 5 Stockwerke hoch ... mit einem Verkaufsgewölbe ... für den Verkauf von Fleischwaren wegen dem unterhalb befindlichen guten Keller ...''".<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=18750912&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=14 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 12. September 1875, Seite 14</ref> [[1876]] zog der Fleischhauer [[Robert Sauter]] in das Haus ein und wird [[1894]] als Eigentümer davon genannt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rhb&datum=18940829&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=1 ANNO], Reichenhaller Badeblatt, 29. August 1894, Seite 1</ref> | | In einem Inserat vom 12. September 1875 wird das Haus Nr. 6 unmittelbar am-über dem Bogen zum Verkauf angeboten. Darin heißt es "''Das sogenannte Andrä-Haus ... 5 Stockwerke hoch ... mit einem Verkaufsgewölbe ... für den Verkauf von Fleischwaren wegen dem unterhalb befindlichen guten Keller ...''".<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=18750912&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=14 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 12. September 1875, Seite 14</ref> [[1876]] zog der Fleischhauer [[Robert Sauter]] in das Haus ein und wird [[1894]] als Eigentümer davon genannt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rhb&datum=18940829&query=%22St.%22+%22Andr%c3%a4bogen%22&seite=1 ANNO], Reichenhaller Badeblatt, 29. August 1894, Seite 1</ref> |
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| − | Bislang ging das [[Salzburgwiki]] davon aus, dass die Benennung des Bogensnach dem bekannten Salzburger Botaniker Dr. [[Anton Sauter|Anton Eleutherius Sauter]] (* [[1800]]; † [[1881]]), der 1860 ein Mitbegründer und von 1864 bis 1874 Vorstand der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] war, erfolgt war. Mit dem Fund des Fleischers Sauter tauchte die Vermutung auf, dass der Bogen nach diesem benannt. Jedoch nennt [[Peter Blaikner]] in seinem Buch ''[[Ferdiand Sauter]] Gedichte'' diesen als Namensgeber ("''nach ihm ist heute in der Stadt Salzburg der Sauter-Bogen benannt''").<ref>Quelle [http://www.blaikner.at/project/ferdinand-sauter-gedichte/ www.blaikner.at], abgefragt am 8. Mai 2019</ref> | + | Bislang ging das [[Salzburgwiki]] davon aus, dass die Benennung des Bogensnach dem bekannten Salzburger Botaniker Dr. [[Anton Sauter|Anton Eleutherius Sauter]] (* [[1800]]; † [[1881]]), der 1860 ein Mitbegründer und von 1864 bis 1874 Vorstand der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] war, erfolgt war. Mit dem Fund des Fleischers Sauter tauchte die Vermutung auf, dass der Bogen nach diesem benannt. Jedoch nennt [[Peter Blaikner]] in seinem Buch ''[[Ferdinand Sauter]] Gedichte'' diesen als Namensgeber ("''nach ihm ist heute in der Stadt Salzburg der Sauter-Bogen benannt''").<ref>Quelle [http://www.blaikner.at/project/ferdinand-sauter-gedichte/ www.blaikner.at], abgefragt am 8. Mai 2019</ref> |
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| | Erst nach 1882 findet sich die Bezeichnung "Sauterbogen". Das [[Salzburger Volksblatt]] verwendete dann noch [[1928]] die Bezeichnung ''Andräbogen''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280414&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=12 ANNO], Salzburger Volksblatt, 14. April 1928, Seite 12</ref> | | Erst nach 1882 findet sich die Bezeichnung "Sauterbogen". Das [[Salzburger Volksblatt]] verwendete dann noch [[1928]] die Bezeichnung ''Andräbogen''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280414&query=%22Andr%c3%a4bogen%22&ref=anno-search&seite=12 ANNO], Salzburger Volksblatt, 14. April 1928, Seite 12</ref> |
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