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Diese alten Brunnenanlagen bestehen von Ausnahmen abgesehen nicht mehr. Viele Brunnen wurden im Laufe der Zeit aufgegeben, zugeschüttet, versetzt oder durch neue ersetzt. Im [[12. Jahrhundert]] entstehen zusätzlich zu Zisternen erste einfache Rohrleitungen.
 
Diese alten Brunnenanlagen bestehen von Ausnahmen abgesehen nicht mehr. Viele Brunnen wurden im Laufe der Zeit aufgegeben, zugeschüttet, versetzt oder durch neue ersetzt. Im [[12. Jahrhundert]] entstehen zusätzlich zu Zisternen erste einfache Rohrleitungen.
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===Quellbrunnen und Brunnstuben===  
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===Erste Wasserleitungen, Quellbrunnen und Brunnstuben===  
    
Die Qualität der Ziehbrunnen in der Stadt erwiese sich gegen Ende des Mittelalters - trotz regelmäßiger Reinigung als sehr unzureichend. Die zuerst äußerst bescheidenen hygienischen Ansprüche stiegen nach den vielen Seuchen. Deshalb wurden schrittweise große Brunnstuben (öffentliche stets gedeckte Brunnen), von denen Salzburg bald sieben aufweisen konnte, errichtet. Diese ersten öffentlichen Brunnen wurden dem Baustil ihrer Zeit öfter auch entsprechend künstlerisch gestaltet. Das [[Erzbischöfliches Brunnhaus|erzbischöfliche Brunnhaus]] und das [[städtische Brunnhaus am Gries]] waren naturgemäß selbst keine Brunnstuben, sie lieferten aber Wasser für Brunnstuben.
 
Die Qualität der Ziehbrunnen in der Stadt erwiese sich gegen Ende des Mittelalters - trotz regelmäßiger Reinigung als sehr unzureichend. Die zuerst äußerst bescheidenen hygienischen Ansprüche stiegen nach den vielen Seuchen. Deshalb wurden schrittweise große Brunnstuben (öffentliche stets gedeckte Brunnen), von denen Salzburg bald sieben aufweisen konnte, errichtet. Diese ersten öffentlichen Brunnen wurden dem Baustil ihrer Zeit öfter auch entsprechend künstlerisch gestaltet. Das [[Erzbischöfliches Brunnhaus|erzbischöfliche Brunnhaus]] und das [[städtische Brunnhaus am Gries]] waren naturgemäß selbst keine Brunnstuben, sie lieferten aber Wasser für Brunnstuben.
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[[1813]] erhielten Bauinspektor Franz Staiger und der Geometer [[Ludwig Grenier]] vom königlichen Lokalbauamt den Auftrag, die Hofbrunnleitungen planlich zu erfassen. Zwei Jahre später, [[1815]], beauftragte schließlich die Stadtverwaltung Grenier, einen Gesamtplan aller Wasserversorgungseinrichtungen zu erstellen. [[1816]] wurde die „''Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt''“ abgeschlossen. Auf insgesamt zehn Blättern erfasste der Plan in einem Maßstab von 1:2&nbsp;880 alle Quellfänge, Wasserleitungen, Hausanschlüsse und auch das gesamte System des Almkanals mit seinen Strängen und allen Werken und Hämmern, die entlang seines Laufes angesiedelt waren.<ref>[http://salzburg-geschichte-kultur.at/mappe-ueber-die-brunnen-und-canal-leitungen-zu-und-in-der-stadt-salzburg/ salzburg-geschichte-kultur.at/Mappe-ueber-die-Brunnen-und-Canal-Leitungen, Grenier, 1816]</ref>
 
[[1813]] erhielten Bauinspektor Franz Staiger und der Geometer [[Ludwig Grenier]] vom königlichen Lokalbauamt den Auftrag, die Hofbrunnleitungen planlich zu erfassen. Zwei Jahre später, [[1815]], beauftragte schließlich die Stadtverwaltung Grenier, einen Gesamtplan aller Wasserversorgungseinrichtungen zu erstellen. [[1816]] wurde die „''Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt''“ abgeschlossen. Auf insgesamt zehn Blättern erfasste der Plan in einem Maßstab von 1:2&nbsp;880 alle Quellfänge, Wasserleitungen, Hausanschlüsse und auch das gesamte System des Almkanals mit seinen Strängen und allen Werken und Hämmern, die entlang seines Laufes angesiedelt waren.<ref>[http://salzburg-geschichte-kultur.at/mappe-ueber-die-brunnen-und-canal-leitungen-zu-und-in-der-stadt-salzburg/ salzburg-geschichte-kultur.at/Mappe-ueber-die-Brunnen-und-Canal-Leitungen, Grenier, 1816]</ref>
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Diese erste systematische Erhebung und die planliche Darstellung brachte auch die Tatsache ans Tageslicht, das es in der Stadt Salzburg mehr Hausanschlüsse gab als dafür Wasserentnahmeberechtigungen zugeteilt waren und der Wasserzins dafür entrichtet wurde. Im Zuge der politischen Wirren und dem wirtschaftlichen Niedergang war die Lösung finanzieller Fragen offenbar weniger wichtig.  
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Diese erste systematische Erhebung und die planliche Darstellung brachte auch die Tatsache ans Tageslicht, das es in der Stadt Salzburg mehr Hausanschlüsse gab als dafür Wasserentnahmeberechtigungen zugeteilt waren und der Wasserzins dafür entrichtet wurde. Im Zuge der politischen Wirren und dem wirtschaftlichen Niedergang war die Lösung finanzieller Fragen offenbar weniger wichtig.
    
== Wasserspeicher und Versorgung im späten 19. und 20. Jahrhundert ==  
 
== Wasserspeicher und Versorgung im späten 19. und 20. Jahrhundert ==  
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