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| | == Jugend- und Kriegsjahre == | | == Jugend- und Kriegsjahre == |
| − | [[Bild:Helmut Krackowizer.jpg|thumb|250px|Prof. Dr. Helmut Krackowizer, 1980, auf Velocette am Hockenheim in Deutschland]] | + | [[Bild:Helmut Krackowizer.jpg|thumb|250px|Prof. Dr. Helmut Krackowizer, 1980, auf Velocette am Hockenheim-Ring in Deutschland]] |
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| − | Prof. Krackowizer kam zweiten Sohn des Rechtsanwalts Maximilian und [[Hedwig Krackowizer]] in Frankenmarkt in Oberösterreich und als Enkel von Oberst [[Otto Scholz]] zur Welt. Er besuchte nach der Volksschule das Gymnasium in [[Kremsmünster]], Oberösterreich. [[1931]], als Neunjähriger beim Besuch des [[Gaisbergrennen]] in Salzburg vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger zunächst im Sattel einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto besaß, dann im Sattel einer Norton "International" 500 cm³. In den Sommerferien arbeitete er als Jugendlicher in Mechanikerwerkstätten und besuchte Motorradrennen. | + | Prof. Krackowizer kam als zweiter Sohn des Rechtsanwalts Maximilian und [[Hedwig Krackowizer]] in Frankenmarkt in Oberösterreich und als Enkel von Oberst [[Otto Scholz]] zur Welt. Er besuchte nach der Volksschule das Gymnasium in [[Kremsmünster]], Oberösterreich. [[1931]], als Neunjähriger beim Besuch des [[Gaisbergrennen]] in Salzburg vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger zunächst im Sattel einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto<ref>der im Zweiten Weltkrieg bei Stalingrad fiel</ref> besaß, dann im Sattel einer Norton "International" 500 cm³. In den Sommerferien arbeitete er als Jugendlicher in Mechanikerwerkstätten und besuchte Motorradrennen. |
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| − | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kaufte er sich sein erstes Rennmotorrad, eine 250 cm³ Rudge Rennmaschine, zweiventilig. Diese hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der Brooklandsbahn in England. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads. | + | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kaufte er sich sein erstes Rennmotorrad, eine 250 cm³ Rudge Rennmaschine mit zwei Ventilen. Diese hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der Brooklandsbahn<ref>eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke mit überhöhten Kurven</ref> in England. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads. Krackowizer nahm das Motorrad mit auf seine Dienststationen bis nach Breslau (Polen), wo er es, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck (Oberösterreich) schickte. Er erlebte das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie in Norwegen. Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier auf einem Motorrad. Bald schon waren er und Krackowizer in ein "Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern! |
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| − | Krackowizer nahm das Motorrad mit auf seine Dienststationen bis nach Breslau (Polen), wo er es, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck (Oberösterreich) schickte. Er erlebte das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie in Norwegen. Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier auf einem Motorrad. Bald schon waren er und Krackowizer in ein "Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern! | |
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| | == Rennfahrerjahre 1946 bis 1955 == | | == Rennfahrerjahre 1946 bis 1955 == |
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| | Am [[6. Juli]] [[1947]] ging dann das erste Motorradrennen auf der Autobahn in Salzburg-[[Liefering]] über die Bühne, später [[1. Mai Rennen]] genannt. In diesem Rennen gewann Krackowizer die Junior-Klasse A bis 250 cm³ auf seiner Rudge in 44:32,8 min, gefolgt von den Salzburgern [[Fritz Walcher]] auf New Imperial in 46:43,4 min und [[Richart Kwitt]] auf Puch in 46:43,4 min. Das Rennen führte über 15 Runden, was einer Distanz von 63 Kilometern entsprach (Rundenlänge: 4,2 km). Krackowizer lag dann auch im Senior-Rennen drei Runden in Führung, bevor er wegen eines Defekts aufgeben musste. | | Am [[6. Juli]] [[1947]] ging dann das erste Motorradrennen auf der Autobahn in Salzburg-[[Liefering]] über die Bühne, später [[1. Mai Rennen]] genannt. In diesem Rennen gewann Krackowizer die Junior-Klasse A bis 250 cm³ auf seiner Rudge in 44:32,8 min, gefolgt von den Salzburgern [[Fritz Walcher]] auf New Imperial in 46:43,4 min und [[Richart Kwitt]] auf Puch in 46:43,4 min. Das Rennen führte über 15 Runden, was einer Distanz von 63 Kilometern entsprach (Rundenlänge: 4,2 km). Krackowizer lag dann auch im Senior-Rennen drei Runden in Führung, bevor er wegen eines Defekts aufgeben musste. |
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| − | Dies war der Beginn seiner bis [[1955]] dauernden aktiven Rennfahrerkarriere. Das Jahr [[1947]] wurde auch eines seiner erfolgreichsten Rennjahre. Er fuhr u. a. Rennen in Österreich in Rankweil und Lustenau (Vorarlberg), Innsbruck ([[Nordtirol]]) beim Hungerburg-Rennen, in Graz-Lazarettsiedlung und Ries-Berg, Pötschenpass ([[Salzkammergut]]), sowie im Fürstentum Liechtenstein am Triesenberg (Anmerkung von Krackowizer: "''Viel Schotter gab’s und wenig Fränkli! Trotzdem hätte mein gemütlicher 4. Platz bei den Schweizer Experten noch zum Sieg gereicht''"). | + | Dies war der Beginn seiner bis [[1955]] dauernden aktiven Rennfahrerkarriere. Das Jahr [[1947]] wurde auch eines seiner erfolgreichsten Rennfahrerjahre. Er fuhr u. a. Rennen in Österreich in Rankweil und Lustenau (Vorarlberg), Innsbruck ([[Nordtirol]]) beim Hungerburg-Rennen, in Graz-Lazarettsiedlung und Ries-Berg, Pötschenpass ([[Salzkammergut]]), sowie im Fürstentum Liechtenstein am Triesenberg (Anmerkung von Krackowizer: "''Viel Schotter gab’s und wenig Fränkli! Trotzdem hätte mein gemütlicher 4. Platz bei den Schweizer Experten noch zum Sieg gereicht''"). |
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| | Seine Erfolgsbilanz [[1947]]: | | Seine Erfolgsbilanz [[1947]]: |
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| | * Erfolgreichster Fahrer Österreichs der Klasse A bis 250 ccm | | * Erfolgreichster Fahrer Österreichs der Klasse A bis 250 ccm |
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| − | [[1948]] wollte er an der englischen ''Tourist Trophy'' auf der Insel Man teilnehmen, scheiterte jedoch an fehlenden Grenzdokumenten an der Grenze zur Schweiz. Es blieb bei einem Eintrag im Programmheft, das auch heute noch in seinem Archiv existiert. In den folgenden Jahren fuhr er mit wechselndem Erfolg auch im Ausland, z. B. in Erlen und Olten (Schweiz), beim Schauinsland Bergrennen, Ingolstadt und am Norisring in Nürnberg sowie am Hockenheimring (alle Deutschland). Daneben nahm Krackowizer an Wertungsfahrten und Bergrennen in Österreich teil. | + | [[1948]] wollte er an der englischen ''Tourist Trophy'' auf der Insel Man teilnehmen, scheiterte jedoch an fehlenden Grenzdokumenten an der Grenze zur Schweiz. Es blieb bei einem Eintrag im Programmheft, das auch heute noch in seinem Archiv existiert. In den folgenden Jahren fuhr er mit wechselndem Erfolg auch im Ausland, z. B. in Erlen und Olten (Schweiz), beim Schauinsland Bergrennen, Ingolstadt und am Norisring in Nürnberg sowie am Hockenheim-Ring (alle Deutschland). Daneben nahm Krackowizer an Wertungsfahrten und Bergrennen in Österreich teil. |
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| − | Zu den beiden Rennen [[1949]] in der Schweiz schreibt Krackowizer: | + | Zu den beiden Rennen [[1949]] in der Schweiz schrieb Krackowizer: |
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| | Erlen: "''...Ich sehe mich noch heute mit meinem Salzburger Freund [[Helmut Volzwinkler|Volzwinkler]], der eine schnelle 350 cm³ Norton fuhr, als Schlusslicht am Start stehen, weil wir die ungewohnte Art mit der Flagge von unten nach oben zu starten nicht kannten. Wir fuhren dann zwar bei [[Regen]] wie die Berserker dem entschwundenen Feld nach, und was meine Person anlangt, war ich maßlos überrascht, als ich einen Konkurrenten nach dem anderen aufholte und auf einmal sogar Fergus Anderson, der eine neue AJS "Boy Racer" fuhr, hinter mich brachte. Dann begann aber die Kupplung zu rutschen und da man damals noch keine bei Fahrt von Hand verstellbaren Bowdenzüge besaß, gab ich das Rennen, etwa am fünften Platz liegend, auf, weil mir ohnehin das Wasser schon bei den Stiefeln heraus lief...''" | | Erlen: "''...Ich sehe mich noch heute mit meinem Salzburger Freund [[Helmut Volzwinkler|Volzwinkler]], der eine schnelle 350 cm³ Norton fuhr, als Schlusslicht am Start stehen, weil wir die ungewohnte Art mit der Flagge von unten nach oben zu starten nicht kannten. Wir fuhren dann zwar bei [[Regen]] wie die Berserker dem entschwundenen Feld nach, und was meine Person anlangt, war ich maßlos überrascht, als ich einen Konkurrenten nach dem anderen aufholte und auf einmal sogar Fergus Anderson, der eine neue AJS "Boy Racer" fuhr, hinter mich brachte. Dann begann aber die Kupplung zu rutschen und da man damals noch keine bei Fahrt von Hand verstellbaren Bowdenzüge besaß, gab ich das Rennen, etwa am fünften Platz liegend, auf, weil mir ohnehin das Wasser schon bei den Stiefeln heraus lief...''" |
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| | Diese beiden Vorstellungen schienen den Veranstaltern vom Rennen in Bern Bremgarten [[1950]] nicht unentdeckt geblieben zu sein, denn sie lehnten freundlich die Anmeldung von Krackowizer ab... | | Diese beiden Vorstellungen schienen den Veranstaltern vom Rennen in Bern Bremgarten [[1950]] nicht unentdeckt geblieben zu sein, denn sie lehnten freundlich die Anmeldung von Krackowizer ab... |
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| − | Nach dem überraschend frühen Tod seines Vaters [[1951]], der in Vöcklabruck Rechtsanwalt war, musste er sich auf Rennen in Österreich einschränken. Neben Straßenrennen mit Motorrädern nahm er auch an Roller-Rennen mit einem Lohner-Roller teil (z. B. in Linz), sowie an mehrtägigen Alpenrundfahrten mit Kleinmotorrädern. Im Laufe der Jahre fuhr er verschiedene Motorradmarken: Rudge 250 cm³, Velocette KTT MK VIII 350 cm³, BSA "Gold Star" 350 cm³, Lohner Roller, Norton "Dominator" 500 cm³, AJS, Puch u. a. [[1955]] beendete er dann seine aktive Rennfahrerlaufbahn. Erst ab [[1973]] fuhr er dann wieder bei Motorveteranen-Veranstaltung (im Renntempo) mit. | + | Nach dem überraschend frühen Tod seines Vaters [[1951]], der in Vöcklabruck Rechtsanwalt war, musste er sich auf Rennen in Österreich einschränken. Neben Straßenrennen mit Motorrädern nahm er auch an Roller-Rennen mit einem Lohner-Roller teil (z. B. in Linz), sowie an mehrtägigen Alpenrundfahrten mit Kleinmotorrädern. Im Laufe der Jahre fuhr er verschiedene Motorradmarken: Rudge 250 cm³, Velocette KTT MK VIII 350 cm³, BSA "Gold Star" 350 cm³, Lohner Roller, Norton "Dominator" 500 cm³, AJS, Puch u. a. [[1955]] beendete er dann seine aktive Rennfahrerlaufbahn. Erst ab [[1973]] fuhr er dann wieder bei Motorveteranen-Veranstaltung (allerdings im Renntempo) mit. |
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| | == Berufliche Laufbahn == | | == Berufliche Laufbahn == |
| − | Seine berufliche Laufbahn führte ihn über das Kaufmannsdiplom [[1951]] an der Wiener Wirtschaftsuni, ein Jahr später zum Titel ''Doktor der Wirtschaftswissenschaften'', zur Fa. Eternit Hatschek in Vöcklabruck und [[1955]] zu [[Porsche]] nach [[Salzburg]] als Werbe- und Pressechef. In dieser Funktion organisierte Krackowizer [[1964]] einen Weltrekordversuch mit einem VW 1500 auf der Rennstrecke in Monza in Italien. Vier Weltrekorde wurden dabei mit dem Serienmodell aufgestellt. | + | Seine berufliche Laufbahn führte ihn über das Kaufmannsdiplom [[1951]] an der Wiener Wirtschaftsuniversität, ein Jahr später zum Titel ''Doktor der Wirtschaftswissenschaften'', zur Eternit Hatschek in Vöcklabruck und [[1955]] zu [[Porsche]] nach [[Salzburg]] in den [[Porschehof]] als Werbe- und Pressechef. In dieser Funktion organisierte Krackowizer [[1964]] einen Weltrekordversuch mit einem VW 1500 auf der Rennstrecke in Monza in Italien. Vier Weltrekorde wurden dabei mit dem Serienmodell aufgestellt. |
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| | [[1964]] wechselte er zu Mercedes Benz Salzburg und dann zu British Leyland Salzburg ([[1969]]). Zuletzt, ab [[1976]], war er als Public Relations Manager bei Chrysler Corporation (dann umbenannt in Talbot, schließlich fusioniert mit Peugeot) bis zu seiner Pensionierung [[1987]] tätig. | | [[1964]] wechselte er zu Mercedes Benz Salzburg und dann zu British Leyland Salzburg ([[1969]]). Zuletzt, ab [[1976]], war er als Public Relations Manager bei Chrysler Corporation (dann umbenannt in Talbot, schließlich fusioniert mit Peugeot) bis zu seiner Pensionierung [[1987]] tätig. |
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| | == Journalistische Tätigkeit == | | == Journalistische Tätigkeit == |
| | =====Journalist===== | | =====Journalist===== |
| − | Schon während seiner aktiven Rennfahrerzeit schrieb Krackowizer für Zeitungen, unter anderem war er Mitbegründer der österreichischen Zeitschrift "Das Motorrad" (existiert aber heute nicht mehr). [[1954]] war er auf Einladung von NSU am Hockenheim-Ring, Deutschland, im Sattel einer Werks-NSU-Rennmaschine, der so genannten Rennfox, im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit unterwegs; auch eine 250 cm³-[[KTM]]-Racing testete er. Er begann im Auftrag von Motorradfirmen und -importeuren Fahrberichte über Motorräder für Tages- und Fachzeitungen zu schreiben. | + | Schon während seiner aktiven Rennfahrerzeit schrieb Krackowizer für Zeitungen, unter anderem war er Mitbegründer der österreichischen Zeitschrift "Das Motorrad" (existiert aber heute nicht mehr). [[1954]] war er auf Einladung von NSU am Hockenheim-Ring, Deutschland, im Sattel einer Werks-NSU-Rennmaschine, der so genannten ''Rennfox''<ref>auf einer ''Rennfox'' wurde der Österreicher [[Rupert Hollaus]] erster und einziger Solo-Motorradweltmeister</ref>, im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit unterwegs; auch eine 50-cm³-[[KTM]]-Racing testete er, der er für [[Hans Trunkenpolz]] PR-Arbeit erledigte. Er begann im Auftrag von Motorradfirmen und -importeuren Fahrberichte über Motorräder für Tages- und Fachzeitungen zu schreiben. |
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| | =====Platzsprecher===== | | =====Platzsprecher===== |
| − | Daneben war er bei vielen Rennen, die damals noch erlaubt waren, der Platzsprecher: Bergrennen auf dem [[Gaisbergrennen|Gaisberg]] bei [[Salzburg]], bei Engelhartszell an der Donau, am Gmundner Berg, beim [[1. Mai Rennen]] auf der Autobahn bei Salzburg - [[Liefering]] und bei anderen Rennveranstaltungen. | + | Daneben war er bei vielen Rennen, die damals noch erlaubt waren, der Platzsprecher: Bergrennen auf dem [[Gaisbergrennen|Gaisberg]] bei [[Salzburg]], bei Engelhartszell an der Donau, am Gmundner Berg, beim [[1. Mai Rennen]] auf der Autobahn bei Salzburg - [[Liefering]], beim Motocross am [[Gaisberg]] auf der [[Zistelalm]] und bei anderen Rennveranstaltungen. |
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| | =====Motorrad-Zeichnungen===== | | =====Motorrad-Zeichnungen===== |
| − | In den [[1960er]] Jahren begann Krackowizer zu zeichnen. Er zeichnete alte Motorräder nach Originalvorlagen in Großformat mit Bleistift. So entstanden etwa 15 Kunstdruckmappen, die "''Motorrad Meilensteine''", mit je vier Zeichnungen von historischen Rennmotorrädern. Er schrieb Bücher über die Geschichte der Motorräder und den Motorradrennsport, sowie Beiträge für Fachzeitungen im deutsch- und englischsprachigen Raum. Natürlich auch für die [[Salzburger Nachrichten]]. | + | In den [[1960er]] Jahren begann Krackowizer zu zeichnen. Er zeichnete alte Motorräder nach Originalvorlagen in Großformat mit Bleistift. So entstanden etwa 15 Kunstdruckmappen, die "''Motorrad Meilensteine''", mit je vier Zeichnungen von historischen Rennmotorrädern. Er schrieb Bücher über die Geschichte der Motorräder und den Motorradrennsport, sowie Beiträge für Fachzeitungen im deutsch- und englischsprachigen Raum. Natürlich auch für die [[Salzburger Nachrichten]]. Die meisten seiner Bücher sind vergriffen. Erhältlich im Fachhandel sind noch die beiden Bücher „TOEFF Land Schweiz“ und „TOEFF Land Schweiz 2“. |
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| − | Die meisten seiner Bücher sind vergriffen. Erhältlich im Fachhandel sind noch die beiden Bücher „TOEFF Land Schweiz“ und „TOEFF Land Schweiz 2“. | |
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| | == Der „Motorrad-Professor“ == | | == Der „Motorrad-Professor“ == |
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| | Helmut Krackowizer kannte so gut wie jedes historische Motorrad im Detail, wusste die Geschichten seltener Motorräder und Lebensläufe von Rennfahrern zu erzählen. Zu seinen Freunden zählten u. a. Sammy Miller, John Surtees, Walter Zeller, Luigi Taveri, Hans Haldemann, Georg "Schorsch" Meier, und viele andere aus der Motorrennsportszene. Selbstverständlich war er Mitglied beim Rudge-Club in England. | | Helmut Krackowizer kannte so gut wie jedes historische Motorrad im Detail, wusste die Geschichten seltener Motorräder und Lebensläufe von Rennfahrern zu erzählen. Zu seinen Freunden zählten u. a. Sammy Miller, John Surtees, Walter Zeller, Luigi Taveri, Hans Haldemann, Georg "Schorsch" Meier, und viele andere aus der Motorrennsportszene. Selbstverständlich war er Mitglied beim Rudge-Club in England. |
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| − | Einen Lebenstraum erfüllte er sich mit den großartigen Motor-Veteranen-Rennen auf dem [[Salzburgring]], den "[[Oldtimer Grand Prix]]", die zwischen [[1974]] und [[1994]] stattfanden. Stars wie Niki Lauda, Juan Manuel Fangio oder die oben genannten Rennfahrer kamen zu diesem Veteranenrennen für historische Automobile und Motorräder. Weit über 100 Automobile und bis zu 300 Motorräder kamen zu diesem Ereignis. Mercedes Benz schickte die berühmten Silberpfeile nach Salzburg. | + | Einen Lebenstraum erfüllte er sich mit den großartigen Motor-Veteranen-Rennen auf dem [[Salzburgring]], den "[[Oldtimer Grand Prix]]", die zwischen [[1974]] und [[1994]] stattfanden. Stars wie [[Nikolaus Lauda|Niki Lauda]], Juan Manuel Fangio oder die oben genannten Rennfahrer kamen zu diesem Veteranenrennen für historische Automobile und Motorräder. Weit über 100 Automobile und bis zu 300 Motorräder kamen zu diesem Ereignis. Mercedes Benz schickte die berühmten Silberpfeile nach Salzburg. |
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| | =====Motorveteranen Museum Hellbrunn===== | | =====Motorveteranen Museum Hellbrunn===== |
| − | Erfolglos blieben jedoch seine Bemühungen, in Salzburg ein Motorveteranen Museum zu etablieren. Es gab Versuche, den Stadl im Schlosspark von [[Schloss Hellbrunn|Hellbrunn]] dafür umbauen, was aber aus bürokratischen Überlegungen der Stadtgemeinde scheiterte. So gingen einige Sammlungen alter Motorräder und Automobile, deren Besitzer Krackowizer schon für das Projekt gewonnen hatte, dann in ausländische oder andere österreichische Motormuseen. | + | Erfolglos blieben jedoch seine Bemühungen, in Salzburg ein Motorveteranen Museum zu etablieren. Es gab Versuche, den Stadl im Schlosspark von [[Schloss Hellbrunn|Hellbrunn]] dafür umbauen, was aber an bürokratischen Überlegungen der Stadtgemeinde scheiterte. So gingen einige Sammlungen alter Motorräder und Automobile, deren Besitzer Krackowizer schon für das Projekt gewonnen hatte, dann in ausländische oder andere österreichische Motormuseen. |
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| | =====Teilnehmer an Oldtimer-Veranstaltungen===== | | =====Teilnehmer an Oldtimer-Veranstaltungen===== |
| − | Krackowizer stieg noch selbst in den Sattel von Motorrädern und nahm an verschiedenen Veteranenveranstaltungen teil. So auch [[1973]] auf dem Nürburgring auf einer Sunbeam 90, Baujahr [[1929]] und wurde Gesamtsieger. Aúch bei den [[Oldtimer Grand Prix]] war er manchmal im Sattel einer Rennmaschine zu erleben. Er nahm an Rennveranstalterungen historischer Motorräder in Deutschland (Hockenheim-Ring, Ingolstadt), in Italien (Imola, Bergamo) und England teil. [[1990]] schließlich fuhr er im Rahmen der englischen Tourist Trophy auf der Isle of Man bei der so genannten "Lap of Honour"<sup>([[#1|1]])</sup> im Sattel einer ex-Wal Handley-Rudge eine Ehrenrunde auf dem Kurs auf der Insel Man. Noch bis [[1999]] im Alter von 77 Jahren nahm Krackowizer aktiv an Veteranen Veranstaltungen teil. | + | Krackowizer stieg noch selbst in den Sattel von Motorrädern und nahm an verschiedenen Veteranenveranstaltungen teil. So auch [[1973]] auf dem Nürburgring auf einer ''Sunbeam 90'', Baujahr [[1929]] und wurde Gesamtsieger. Auch bei den [[Oldtimer Grand Prix]] war er manchmal selbst im Sattel einer Rennmaschine zu erleben. Er nahm an Rennveranstaltungen historischer Motorräder in Deutschland (Hockenheim-Ring, Ingolstadt), in Italien (Imola, Bergamo) und England teil. [[1990]] schließlich fuhr er im Rahmen der englischen Tourist Trophy auf der Isle of Man bei der so genannten "Lap of Honour"<ref>an der "Lap of Honour" dürfen entweder ehemalige Sieger oder Siegermaschinen teilnehmen: die Rennmaschine war die Siegermaschine von Wal Handley, einem Engländer, der in der Zwischenkriegszeit einer der erfolgreichsten englischen Motorradrennfahrer war</ref> im Sattel einer ex-Wal Handley-Rudge eine Ehrenrunde auf dem Kurs auf der Insel Man. Noch bis [[1999]] im Alter von 77 Jahren nahm Krackowizer aktiv an Veteranen Veranstaltungen teil. |
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| | ==Österreichisches Motorrad-Literatur und -Bild Archiv == | | ==Österreichisches Motorrad-Literatur und -Bild Archiv == |
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| | ==Fußnote== | | ==Fußnote== |
| − | <div id="1"><sup>1</sup> an der "Lap of Honour" dürfen entweder ehemalige Sieger oder Siegmaschinen teilnehmen: die Rennmaschine war die Siegermaschine von Wal Handley, einem Engländer, der in der Zwischenkriegszeit einer der erfolgreichsten englischen Motorradrennfahrer war | + | <references/> |
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| | == Weblink == | | == Weblink == |
| | * [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer/ Motorrad-Literatur und -Bild Archiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer] | | * [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer/ Motorrad-Literatur und -Bild Archiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer] |