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[[Datei:Bramberg Weyerturm 1.png|miniatur]]
Die '''Burgruine Weyer''', auch Weyerturm oder Weyerhofburg genannt, ist die Ruine einer Hangburg in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Bramberg am Wildkogel]]. Sie ist [[Denkmalgeschützte Objekte in Bramberg am Wildkogel|denkmalgeschützt]].
==Geschichte==
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Zusammenhang mit den Herren von Weyer. Als Besitzer werden Rapoto de Wiare ([[1130]]), Chunrad ([[1150]]), Haimo ([[1160]]) und Berthold ([[1169]]) genannt. Um [[1270]] scheint das [[Bistum Chiemsee]] in den Besitz der Burg gekommen zu sein. [[1454]] erhält Florian Stuhlfelder mit seiner Frau und den Söhnen den Turm als Lehen. Ihm wird vorgeschrieben, im Hof der Burg ein eigenes Gebäude zu errichten und auf Kosten des Bischofs den Turm um ein Geschoss zu erhöhen und mit einem Erker auszuschmücken. Bei einem Besuch des [[Bischof von Chiemsee|Bischofs von Chiemsee]] so war der Lehensnehmern verpflichtet, ihn unterzubringen und zu versorgen. Die Söhne des Stuhlfelders erhielten den Turm auf Erbrecht. Der spätere Besitzer Nikolaus Ainöder übersiedelte in den an der Straße liegenden komfortableren Meierhof, dem sog. Weyerhof, der Turm blieb aber als Wohngelegenheit für den Bischof erhalten. Anfang des 17. Jahrhunderts kaufte sich Nikolaus Ainöder aber von der Erhaltungspflicht frei. Seit 1628 findet man als Erbrechtsbesitzer des Weyerhofes, zu dem immer der Turm gehört, die Familien Liebenberger, Severin Senninger (1671), Rottmayr (1691), Schmerold (1732) und Schachner. Severin Senninger richtet hier [[1669]] bis [[1671]] die Fürstenzimmer ein. [[1733]] heiratet Maria Magdalena Schachner den Kaufmann Georg Hofer aus Mittersill, die Urenkelin Margaret brachte das Gut mitsamt dem Turm in die Ehe mit Peter Meilinger ein. Die Familie Meilinger ist noch heute im Besitz des Anwesens.
Der Weyerhof und seine Fürstenzimmer wurden [[1940]] restlos zerstört. Der Weyerhof selbst wurde im alten Stil bald nach dem Brand wieder aufgebaut.Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges befanden sich zahlreicher Kunstschätze des Wiener Kunsthistorischen Museums auf der Burg.
==Gegenwart==
Vom Turm sind die Außenmauern in der Höhe von 16 m erhalten. Im Untergeschoss ist der Bau in Schichtmauerwerk mit Ortsteinquaderung ausgeführt. Im Inneren sind die Balkenlöcher für die früher bestandenen Holzdecken erkennbar. Nach diesen war der Bau siebengeschossig. Der Zugang wurde durch ein Tor, das sich zuerst im ersten Stock befand, gebildet, dieses wurde heute zugemauert und durch einen Eingang im dritten Stock ersetzt. An der Südseite sind noch kleine Fensteröffnungen erkennbar. An der Westseite lässt eine rundbogige Tür, die von vier Balkenlöchern umgeben ist, den ehemaligen Erker vermuten. Im Turm ist an der Ostseite eine über zwei Geschosse reichende romanische Kapelle erkennbar.
Der zum Turm gehörige [[Weyerhof]] ist heute ein beliebtes Restaurant.Die Ruine wurde ab [[1992]] gesichert und restauriert.
==Quelle==
{{Wikipedia-de|Burgruine Weyer}}
{{SORTIERUNG: Weyer, Burgruine}}
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Bramberg am Wildkogel]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Verteidigungsanlage]]
[[Kategorie:Ruine]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Bramberg am Wildkogel)]]