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Oft war zum Erklimmen des Fensters eine Leiter notwendig und es galt, eine solche am Hof nächtens zu finden. Das Fensterln begann mit einem leisen Klopfen an das Kammerfenster und einem möglichst zärtlichen aber leisen Ruf des betreffenden Mädchennamens. Hatten Mädchen am Kontakt kein Interesse oder es kam nicht der Richtige, so stellten sie sich nicht selten schlafend. Aber in den meisten Fällen gab es eher eine erfreute Reaktion. Nicht selten wurden auch solche Treffen schon bei früheren kürzeren Kontakten vereinbart,  z. B. bei Hochzeitstänzen, Wallfahrten, wo man auch erfahren konnte, wo sich das richtige Fenster befand.
 
Oft war zum Erklimmen des Fensters eine Leiter notwendig und es galt, eine solche am Hof nächtens zu finden. Das Fensterln begann mit einem leisen Klopfen an das Kammerfenster und einem möglichst zärtlichen aber leisen Ruf des betreffenden Mädchennamens. Hatten Mädchen am Kontakt kein Interesse oder es kam nicht der Richtige, so stellten sie sich nicht selten schlafend. Aber in den meisten Fällen gab es eher eine erfreute Reaktion. Nicht selten wurden auch solche Treffen schon bei früheren kürzeren Kontakten vereinbart,  z. B. bei Hochzeitstänzen, Wallfahrten, wo man auch erfahren konnte, wo sich das richtige Fenster befand.
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Ab und zu ergab es sich, dass während des Fensterlns ein weiterer "Bewerber" eintraf. Vor allem bei besonders hübschen oder auch reichen Mädchen herrschte meistens vermehrter Andrang. Im Flachgau war es üblich, dass nach dreimaligem Ausspruch des Wortes "Platz" die Leiter von Ersterem frei zu geben war. Oder es kam zu einer Rauferei, bei der der Stärkere erreichen konnte, weiterhin am Fenster bleiben zu können.
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Ab und zu ergab es sich, dass während des Fensterlns ein weiterer "Bewerber" eintraf. Vor allem bei besonders hübschen oder auch reichen Bauerntöchtern herrschte meistens vermehrter Andrang. Im Flachgau war es üblich, dass nach dreimaligem Ausspruch des Wortes "Platz" die Leiter von Ersterem frei zu geben war. Oder es kam zu einer Rauferei, bei der der Stärkere erreichen konnte, weiterhin am Fenster bleiben zu können.
    
Die Gespräche am Kammerfenster sollten den Mädchen möglichst gute Unterhaltung bieten und  Sympathie erzielen. Es war hierzu bei den Burschen durchaus einiger Mut vonnöten, um für diese Anforderungen erfolgreich bestehen zu können.  
 
Die Gespräche am Kammerfenster sollten den Mädchen möglichst gute Unterhaltung bieten und  Sympathie erzielen. Es war hierzu bei den Burschen durchaus einiger Mut vonnöten, um für diese Anforderungen erfolgreich bestehen zu können.  

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