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Im [[Mittelalter]] bildeten die Bergwerke im Dürrnberg und zeitweise auch das [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] eine der wichtigsten Einnahmequellen der Salzburger Erzbischöfe. Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] ([[1200]]–[[1246]]), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des Mittelalters, sicherte der neuen [[Saline Hallein]] durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im [[Ostalpen]]raum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des ''Dumpings'' die ältere [[Saline Reichenhall]] vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an.  
 
Im [[Mittelalter]] bildeten die Bergwerke im Dürrnberg und zeitweise auch das [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] eine der wichtigsten Einnahmequellen der Salzburger Erzbischöfe. Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] ([[1200]]–[[1246]]), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des Mittelalters, sicherte der neuen [[Saline Hallein]] durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im [[Ostalpen]]raum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des ''Dumpings'' die ältere [[Saline Reichenhall]] vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an.  
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Die [[Salzschifffahrt]] auf der [[Salzach]] war traditionell in zwei Teile geteilt ([[Erbausfergenamt]]). Die Schifffahrt „obenher“ von [[Hallein]] bis [[Laufen]], die unter der Kontrolle der Ausfergen stand, und die Schifffahrt „untenhin“ von Laufen nach [[Burghausen]] und [[Passau]], wo die Naufergen als Führer der Salzschiffe bzw. Schiffszüge auftraten.
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Die [[Salzschifffahrt]] auf der [[Salzach]] war traditionell in zwei Teile geteilt ([[Erbausfergenamt]]). Die Schifffahrt „obenher“ von [[Hallein]] bis [[Laufen]], die unter der Kontrolle der Ausfergen stand, und die Schifffahrt „untenhin“ von Laufen nach [[Burghausen]] und [[Passau]], wo die Naufergen als Führer der Salzschiffe bzw. Schiffszüge auftraten.
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Die Schifffahrt begann in der Regel vor dem Fest des heiligen Georg (24. April) und dauerte bis Dezember. Während der Hochblüte der Salzschifffahrt im 16. Jahrhundert wurde bereits im März und manchmal schon im Februar begonnen. Die größte Frequenz erreichte der Handel in der Zeit der stärksten Wasserführung von Mai bis Juli. Insgesamt standen durchschnittlich 180 Schifffahrtage pro Jahr zur Verfügung.
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Die Tarife für Schiffsmieten betrugen je nach Größe der Schiffe 60 bis 240 Pfennige. Die erzbischöfliche Finanzkammer zog um [[1400]] daraus Einnahmen von ca. 1 000 Pfund Pfennige. Zu diesen Einnahmen kamen noch die Schiffsmieten für die Fracht flußaufwärts und die Einnahmen der Maut in Hallein, Laufen, Salzburg und [[Tittmoning]]. Die Halleiner Maut alleine brachte im Jahr [[1494]] 6 480 Pfund Pfenninge an Einnahmen.
    
Im 15. und [[16. Jahrhundert]] erzeugte die Saline Hallein durchschnittlich 24 000 bis 30 000 Tonnen Salz pro Jahr. Davon gelangten etwa zwei Drittel, also zwischen 16 000 und 20 000 Tonnen auf der Salzach in den Handel, der Rest wurde zu Lande exportiert. Pro Jahr legten in Hallein zwischen 1 300 und 1 800 Salzschiffe ab, einschließlich der Schiffe, die vom Berchtesgadener Salzstadel in [[Rif]] oder von Salzburg abfuhren, passierten etwa 3 000 bis 3 500 Schiffe jährlich die Stadt Laufen. [[1590]] erreichte die Produktion in Hallein mit 39 200 Tonnen den Spitzenwert.  
 
Im 15. und [[16. Jahrhundert]] erzeugte die Saline Hallein durchschnittlich 24 000 bis 30 000 Tonnen Salz pro Jahr. Davon gelangten etwa zwei Drittel, also zwischen 16 000 und 20 000 Tonnen auf der Salzach in den Handel, der Rest wurde zu Lande exportiert. Pro Jahr legten in Hallein zwischen 1 300 und 1 800 Salzschiffe ab, einschließlich der Schiffe, die vom Berchtesgadener Salzstadel in [[Rif]] oder von Salzburg abfuhren, passierten etwa 3 000 bis 3 500 Schiffe jährlich die Stadt Laufen. [[1590]] erreichte die Produktion in Hallein mit 39 200 Tonnen den Spitzenwert.  
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