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| | Die [[Salztransport]] auf der [[Salzach]] war traditionell in zwei Teile geteilt. Die Schifffahrt „obenher“ von [[Hallein]] bis [[Laufen]], die unter der Kontrolle der Ausfergen stand, und die Schifffahrt „untenhin“ von Laufen nach [[Burghausen]] und [[Passau]], wo die Naufergen als Führer der Salzschiffe bzw. Schiffszüge auftraten. | | Die [[Salztransport]] auf der [[Salzach]] war traditionell in zwei Teile geteilt. Die Schifffahrt „obenher“ von [[Hallein]] bis [[Laufen]], die unter der Kontrolle der Ausfergen stand, und die Schifffahrt „untenhin“ von Laufen nach [[Burghausen]] und [[Passau]], wo die Naufergen als Führer der Salzschiffe bzw. Schiffszüge auftraten. |
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| − | Die Fahrt von Laufen nach Passau und zurück ( ca. 200 km) dauerte im 15. Jahrhundert weniger als vierzehn Tagen. Der Gegenzug (Rücktransport der Schiffe), den man seit dem 12. Jahrhundert nachweisen konnte ,erfolgte bis ins Spätmittelalter durch Menschenkraft.Noch im Jahr 1426 war es auf der Strecke von Laufen nach Hallein verboten, Pferde einzusetzen | + | Die Fahrt von Laufen nach Passau und zurück ( ca. 200 km) dauerte im 15. Jahrhundert weniger als vierzehn Tagen. Der Gegenzug (Rücktransport der Schiffe), den man seit dem 12. Jahrhundert nachweisen konnte ,erfolgte bis ins Spätmittelalter durch Menschenkraft.Noch im Jahr [[1426]] war es auf der Strecke von Laufen nach Hallein verboten, Pferde einzusetzen |
| | <blockquote>„damit sich die armen Leute zu Laufen ernähren mögen und die Städte gefördert werden“ </blockquote> | | <blockquote>„damit sich die armen Leute zu Laufen ernähren mögen und die Städte gefördert werden“ </blockquote> |
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| | Seit dem 15. Jahrhundert wurden jedoch auch auf der Salzach Pferde im Gegenzug eingesetzt, nur bei Nauburg am Inn und bei Burghausen wurden Menschen wegen des schwierigen Geländes eingesetzt. | | Seit dem 15. Jahrhundert wurden jedoch auch auf der Salzach Pferde im Gegenzug eingesetzt, nur bei Nauburg am Inn und bei Burghausen wurden Menschen wegen des schwierigen Geländes eingesetzt. |
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| − | Im 15. und 16. Jahrhundert erzeugte die Saline Hal-lein durchschnittlich 24 000 bis 30 000 Tonnen Salz pro Jahr. Davon gelangten etwa zwei Drittel, also zwischen 16 000 und 20 000 Tonnen auf der Salzachin den Handel, der Rest wurde zu Lande exportiert. Pro Jahr legten in Hallein zwischen 1 300 und 1 800 Salzschiffe ab, einschließlich der Schiffe, die vom Berchtesgadener Salzstadel in Rif oder von Salzburg abfuhren, passierten etwa 3 000 bis 3 500 Schiffe jährlich die Stadt Laufen. 1590 erreichte die Produktion in Hallein mit 39 200 Tonnen den Spitzenwert. | + | Im 15. und 16. Jahrhundert erzeugte die [[Saline Hallein]] durchschnittlich 24 000 bis 30 000 Tonnen Salz pro Jahr. Davon gelangten etwa zwei Drittel, also zwischen 16 000 und 20 000 Tonnen auf der Salzachin den Handel, der Rest wurde zu Lande exportiert. Pro Jahr legten in Hallein zwischen 1 300 und 1 800 Salzschiffe ab, einschließlich der Schiffe, die vom Berchtesgadener Salzstadel in Rif oder von Salzburg abfuhren, passierten etwa 3 000 bis 3 500 Schiffe jährlich die Stadt Laufen. [[1590]] erreichte die Produktion in Hallein mit 39 200 Tonnen den Spitzenwert. |
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| | + | Nach dem Übergang Salzburgs an Österreich verlor die Saline Hallein ihre Monopolstellung und auch der Salzhandel auf der Salzach verlor seine Bedeutung. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam auch noch die Konkurrenz durch die Eisenbahn dazu. Am [[23. August]] [[1866]] erfolgte der letzte Transport von bayerischem Salz von Hallein-Rif nach Passau und im folgenden Jahr wurde der Schiffstransport für Salz eingestellt. Als 1871 auch Hallein einen Bahnanschluß erhielt, kam die Salzschiffahrt endgültig zum Erliegen. Die 1 172 Tonnen, die in diesem Jahr befördert wurden, waren der letzte Salztransport auf Salzach und Inn. |
| | ====Salzkrieg 1611==== | | ====Salzkrieg 1611==== |
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