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| | [[Datei:Residenzbrunnen_2010.jpg|thumb|der Residenzbrunnen im Frühling]] | | [[Datei:Residenzbrunnen_2010.jpg|thumb|der Residenzbrunnen im Frühling]] |
| | [[Bild:Brunnenpferd.jpg|thumb|Der Residenzbrunnen bei Nacht: ein Meerross]] | | [[Bild:Brunnenpferd.jpg|thumb|Der Residenzbrunnen bei Nacht: ein Meerross]] |
| − | Der '''Residenzbrunnen''' ist der bedeutendste aller [[Brunnen in der Stadt Salzburg]] und das zentrale Bauwerk am [[Residenzplatz]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. Er steht unter [[Denkmalschutz]]. | + | Der '''Residenzbrunnen''' ist der bedeutendste und größte [[Brunnen in der Stadt Salzburg]] und das zentrale barocke Gestaltungselement auf dem [[Residenzplatz]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. Er steht unter [[Denkmalschutz]]. |
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| | == Brunnen == | | == Brunnen == |
| | : '' siehe auch: [[Meister des Residenzbrunnens]]'' | | : '' siehe auch: [[Meister des Residenzbrunnens]]'' |
| − | Der Residenzbrunnen ist ein monumentaler Brunnen, der zwischen [[1656]] und [[1661]] im Auftrag von [[Fürsterzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschaffen wurde und wohl von [[Tommaso di Garona]] ausgeführt wurde. | + | Der Residenzbrunnen ist ein monumentaler barocker Brunnen, der zwischen [[1656]] und [[1661]] im Auftrag von [[Fürsterzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschaffen wurde und wohl von [[Tommaso di Garona]] ausgeführt wurde. |
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| | Der Brunnen besteht aus drei Brunnenbecken und vier Figurengruppen. | | Der Brunnen besteht aus drei Brunnenbecken und vier Figurengruppen. |
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| | Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des [[Untersberg]]es mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten ''Fürstenquellen'' unternahm [[1654]] Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der Residenzbrunnen errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. | | Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des [[Untersberg]]es mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten ''Fürstenquellen'' unternahm [[1654]] Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der Residenzbrunnen errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. |
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| − | [[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1 000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König [[Ludwig I. von Bayern]] das Servitutsrecht <ref>Ein Servitut ist ein beschränktes Nutzungsrecht an einer fremden Sache</ref>, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der [[Fürstenbrunn]]er Quelle bis maximal 265 l/s für die Stadt genutzt. Heute wird Tiefenwasser im Umfeld der Quelle für die Trinkwassernutzung der Stadt genutzt. | + | [[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren von Furstenbrunn in die Stadt bereits bei der Einweihung. Der Brunnen musste in der Folge mit Wasser aus der Hellbrunner Sternbrunnenquelle versorgt werden. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1 000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König [[Ludwig I. von Bayern]] das Servitutsrecht <ref>Ein Servitut ist ein beschränktes Nutzungsrecht an einer fremden Sache</ref>, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der [[Fürstenbrunn]]er Quelle bis maximal 265 l/s für die Stadt genutzt. Heute wird Tiefenwasser im Umfeld der Quelle für die Trinkwassernutzung der Stadt genutzt. |
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| − | == Kurioses == | + | == Bemerkenswert == |
| − | Der größte Brunnen in Salzburg und eines der bedeutendsten europäischen Barockdenkmäler stand schief. Wer den Brunnen in Richtung [[Alter Markt|Alten Markt]] oder [[Filialkirche zum hl. Michael]] oberflächlich betrachtete, konnte es kaum zu erkennen. Wer jedoch nahe an den Brunnen herantrat und den Wasserspiegel im Becken genau betrachtete, der konnte die geringe Schräge und den Unterschied von ein bis zwei Millimeter am Beckenrand sehen. | + | Der größte Brunnen in Salzburg und eines der bedeutendsten europäischen Barockdenkmäler stand durch Setzungen bedingt unmerklich schief. Wer den Brunnen etwa in Richtung [[Alter Markt|Alten Markt]] oder [[Filialkirche zum hl. Michael]] betrachtete, konnte das in keiner Weise erkennen. Wer aber an den Brunnen herantrat und den Wasserspiegel im Becken ganz genau betrachtete, konnte die winzige Schräglage und den Unterschied von zwei Millimeter (!) auf etwa 6 m Länge am Beckenrand feststellen. Statisch und optisch war dies ohne Bedeutung. Von Juli 2008 bis Juni 2009 wurde der Brunnen um mehr als eine Million Euro restauriert: Sprünge, Risse, Veralgungen, Versinterungen, falsche Plomben, korrodierende Eisenverklammerungen, falsche Fugenmassen und Verkittungen, Stellen mit falschen Steinen und andere Schäden wurden dabei beseitigt. Die unterste, später ergänzte achteckige Stufe wurde entfernt, ebenso die mit einer Kette verbundenen Poller, die Schäden durch Fahrzeuge verhindern sollte aber gleichzeitig einen Zugang offen ließ. Marmorne Poller waren bereits im späten [[19. Jahrhundert]] am Brunnen aufgestellt, wie aus einer Zeichnung von [[1889]] hervorgeht. |
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| − | Deshalb wurde von Juli 2008 bis Juni 2009 der Brunnen um mehr als eine Million Euro restauriert: Sprünge, Risse, Veralgungen, Versinterungen, falsche Plomben, korrodierende Eisenverklammerungen, falsche Fugenmassen und Verkittungen, Stellen mit falschen Steinen und andere Schäden wurfde dabei beseitigt. Die unterste, später ergänzte achteckige Stufe wurde entfernt, ebenso die mit einer Kette verbundenen Poller, die Schäden von Fahrzeugen verhindern sollte und gleichzeitig einen Zugang offen ließ. Poller waren bereits im [[19. Jahrhundert]] am Brunnen aufgestellt, wie aus einer Zeichnung von [[1889]] hervorgeht.
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