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Erzherzog '''Ferdinand''' von Österreich, (* [[6. Mai]] [[1769]] in Florenz, Großherzogtum Toskana, seit 1737 österreichisch; † [[16. Juni]] [[1824]] ebenda) aus dem Haus [[Habsburg-Lothringen]] war den Großteil seines Lebens '''Großherzog von Toskana''' – als solcher Ferdinand III. –, jedoch von [[1803]] bis [[1805]] '''Kurfürst von Salzburg'''.
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[[File:F X Hornöck Portrait Kurfürst Ferdinand von Salzburg 1804 crop.jpg|thumb|Portrait des Kurfürsten Ferdinand von Salzburg 1804 von Franz Xaver Hornöck (1752–1822)]]Erzherzog '''Ferdinand''' von Österreich, (* [[6. Mai]] [[1769]] in Florenz, Großherzogtum Toskana, seit 1737 österreichisch; † [[16. Juni]] [[1824]] ebenda) aus dem Haus [[Habsburg-Lothringen]] war den Großteil seines Lebens '''Großherzog von Toskana''' – als solcher Ferdinand III. –, jedoch von [[1803]] bis [[1805]] '''Kurfürst von Salzburg'''.
    
==Leben==
 
==Leben==
Ferdinand wurde als Sohn des damaligen Großherzogs Leopold (* [[5. Mai]] [[1747]] - † [[1. März]] [[1792]])<ref name="kg">http://www.kaisergruft.at/</ref>des späteren Kaisers Leopold II. und dessen Gattin Maria Ludovika (* [[24. November]] [[1745]] - †[[15. Mai]] [[1792]]) <ref name="kg"></ref> in Florenz, damals Großherzogtum Toscana (habsburgische Sekundogenitur bis 1860), geboren. Er war ein Bruder von Kaiser [[Franz II./I.]], Enkel von Königin [[Maria Theresia]] und Neffe des römisch-deutschen Kaisers [[Joseph II.]] und wuchs in Florenz im Palazzo Pitti auf. Seine Brüder Franz und Karl wie auch er, als er fünf Jahre alt war, wurden von [[Marchese Federigo Manfredini]] als Lehrer und Erzieher betreut; Manfredini wurde später sein Obersthofmeister und übte auch ''de facto'' die Regierung für Ferdinand aus.  
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Ferdinand wurde als Sohn des damaligen Großherzogs Leopold (* [[5. Mai]] [[1747]]; † [[1. März]] [[1792]])<ref name="kg">[http://www.kaisergruft.at www.kaisergruft.at]</ref> des späteren Kaisers Leopold II. und dessen Gattin Maria Ludovika (* [[24. November]] [[1745]]; †[[15. Mai]] [[1792]])<ref name="kg"></ref> in Florenz, damals Großherzogtum Toscana (habsburgische Sekundogenitur bis 1860), geboren. Er war ein Bruder von Kaiser [[Franz II./I.]], Enkel von Königin [[Maria Theresia]] und Neffe des römisch-deutschen Kaisers [[Joseph II.]] und wuchs in Florenz im Palazzo Pitti auf. Seine Brüder Franz und Karl, wie auch er, als er fünf Jahre alt war, wurden von [[Marchese Federigo Manfredini]] als Lehrer und Erzieher betreut; Manfredini wurde später sein Obersthofmeister und übte auch ''de facto'' die Regierung für Ferdinand aus.  
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Ferdinand sollte der Nachfolger seines Vaters Leopold in der Toskana werden. Doch der frühe Tod Kaiser Josephs&nbsp;II. brachte seinen Vater Leopold auf den Kaiserthron nach [[Wien]], und Ferdinand wurde [[1791]] regierender Großherzog der Toskana. 1791 bis [[1799]] setzte Ferdinand die ererbte Neutralitätspolitik fort, konnte aber sein Land nicht vor dem Krieg bewahren: Im März 1799 marschierten die Truppen des [[Napoleon Bonaparte|revolutionären]] [[Frankreich]] in die Toskana ein, was Ferdinand zur Emigration nach Wien zwang. Er musste das Land verlassen, obwohl er bei den Toskanern sehr beliebt war – er hatte nämlich einige Reformen der Französischen Revolution vorweggenommen; dadurch waren die Toskaner nicht wirklich in Revolutionsstimmung.  
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Ferdinand sollte der Nachfolger seines Vaters Leopold in der Toskana werden. Doch der frühe Tod Kaiser Josephs&nbsp;II. brachte seinen Vater Leopold auf den Kaiserthron nach [[Wien]], und Ferdinand wurde [[1791]] regierender Großherzog der Toskana. 1791 bis [[1799]] setzte Ferdinand die ererbte Neutralitätspolitik fort, konnte aber sein Land nicht vor dem Krieg bewahren. Im März 1799 marschierten die Truppen des [[Napoleon Bonaparte|revolutionären]] [[Frankreich]] in die Toskana ein, was Ferdinand zur Emigration nach [[Wien]] zwang. Er musste das Land verlassen, obwohl er bei den Toskanern sehr beliebt war – er hatte nämlich einige Reformen der Französischen Revolution vorweggenommen; dadurch waren die Toskaner nicht wirklich in Revolutionsstimmung.  
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Von 1803 bis 1805 war Ferdinand [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] von [[Salzburg]], wo er im [[Schloss Mirabell]] wohnte.
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Von 1803 bis 1805 war Ferdinand [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] des heutigen [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] und wohnte im [[Schloss Mirabell]].
    
Am [[11. Februar]] 1803, an dem der in Wien residierende Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] seine Abdankungsurkunde unterzeichnete, unterfertigte Ferdinand III. die Besitznahmsurkunde für Salzburg, [[Passau]] und [[Berchtesgaden]] sowie die Instruktion für den Besitznahmskommissär [[Heinrich Freiherr von Crumpipen|Freiherrn von Crumpipen]]. Am [[29. April]] 1803 zog Ferdinand III. in Salzburg ein.  
 
Am [[11. Februar]] 1803, an dem der in Wien residierende Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] seine Abdankungsurkunde unterzeichnete, unterfertigte Ferdinand III. die Besitznahmsurkunde für Salzburg, [[Passau]] und [[Berchtesgaden]] sowie die Instruktion für den Besitznahmskommissär [[Heinrich Freiherr von Crumpipen|Freiherrn von Crumpipen]]. Am [[29. April]] 1803 zog Ferdinand III. in Salzburg ein.  
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Sein neues Herrschaftsgebiet umfasste vier bisher geistliche Territorien: des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]], der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]], einen Teil des Fürstbistums Passau (Grenzgebiet Mühlviertel zu [[Freistaat Bayern|Niederbayern]]) und jenes des [[Fürstbistum Eichstätt|Fürstbistums Eichstätt]] (heute zu [[Bayern]] gehörig).  
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Sein neues Herrschaftsgebiet umfasste vier bisher geistliche Territorien: das [[Fürsterzbistum Salzburg]], die[[Fürstpropstei Berchtesgaden]], einen Teil des [[Bistum Passau|Fürstbistums Passau]] (Grenzgebiet Mühlviertel zu [[Freistaat Bayern|Niederbayern]]) und das [[Bistum Eichstätt|Fürstbistum Eichstätt]] (heute zu [[Bayern]] gehörig).  
    
Durch einen Geheimvertrag band sich Ferdinand außenpolitisch und militärisch ganz an seinen kaiserlichen Bruder, der ihn im Jahr [[1804]] für sieben Tage in Salzburg besuchte.
 
Durch einen Geheimvertrag band sich Ferdinand außenpolitisch und militärisch ganz an seinen kaiserlichen Bruder, der ihn im Jahr [[1804]] für sieben Tage in Salzburg besuchte.
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Ferdinand III. wurde 1805 aus Salzburg von den einfallenden [[Salzburg unter Napoleon|Franzosen]] vertrieben. Er verließ Salzburg am [[18. Oktober]] 1805 und floh nach Wien an den Kaiserhof. Als Entschädigung erhielt er Würzburg als Großherzogtum, wo er ebenfalls nur kurz regierte ([[1806]] - [[1814]]). Durch den bayerisch-österreichischen Staatsvertrag vom [[3. Juni]] [[1814]] (Pariser Konvention) verlor er seine Besitzungen an Bayern. Jedoch erhielt er sein Großherzogtum Toskana zurück, das er sodann bis zu seinem Tode regierte.
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Ferdinand III. wurde 1805 aus Salzburg von den einfallenden [[Salzburg unter Napoleon|Franzosen]] vertrieben. Er verließ Salzburg am [[18. Oktober]] 1805 und floh nach Wien an den Kaiserhof. Im [[Friedensvertrag von Pressburg]] verlor er das Kurfürstentum Salzburg an Österreich und erhielt als Entschädigung Würzburg als Großherzogtum, wo er ebenfalls nur kurz regierte ([[1806]][[1814]]). Durch den bayerisch-österreichischen Staatsvertrag vom [[3. Juni]] [[1814]] (Pariser Konvention) verlor er seine Besitzungen an Bayern. Jedoch erhielt er sein Großherzogtum Toskana zurück, das er sodann bis zu seinem Tode regierte.
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Ferdinand war in erster Ehe mit seiner Cousine 1. Grades Marie Luise von Neapel-Sizilien (* [[27. Juli]] [[1772]]; † [[19. September]] [[1802]]) verheiratet, mit der er sechs Kinder hatte, darunter Großherzog Leopold II. Die zweite Ehe mit Maria Anna von Sachsen, einer Nichte 2. Grades [Tochter der Cousine 1. Grades Karoline, geborene Prinzessin von Parma, verheiratete Prinzessin von Sachsen (1770-1804)] (* [[27. Mai]] [[1795]]; † [[3. Jänner]] [[1865]]) blieb kinderlos.
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Ferdinand war in erster Ehe mit seiner Cousine 1. Grades Marie Luise von Neapel-Sizilien (* [[27. Juli]] [[1772]]; † [[19. September]] [[1802]]) verheiratet, mit der er sechs Kinder hatte, darunter Großherzog Leopold II. Die zweite Ehe mit Maria Anna von Sachsen (* [[27. Mai]] [[1795]]; † [[3. Jänner]] [[1865]]), einer Nichte 2. Grades [Tochter der Cousine 1. Grades Karoline, geborene Prinzessin von Parma, verheiratete Prinzessin von Sachsen (1770–1804)]  blieb kinderlos.
    
==Ferdinand persönlich==
 
==Ferdinand persönlich==
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== Kinder ==
 
== Kinder ==
 
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<tr bgcolor=cccccc><th>Name<th>Geburtsdatum<th>Geburtsort<th>Todesdatum<th>Sterbeort<th>
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<tr><td>Karoline Ferdinanda Theresia <td> [[2. August]] [[1793]] <td> Florenz <td> [[5. Jänner]] [[1802]]  <td> Wien
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| Karoline Ferdinanda Theresia|| [[2. August]] [[1793]]|| Florenz|| [[5. Jänner]] [[1802]]|| Wien
 
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<tr><td>Franz Leopold <td> [[15. Dezember]] [[1794]] <td> Florenz <td> [[18. Mai]] [[1800]] <td> Wien
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| Franz Leopold|| [[15. Dezember]] [[1794]] || Florenz || [[18. Mai]] [[1800]] || Wien
 
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<tr><td>Leopold Joseph Johann Franz Ferdinand Karl „Leopold&nbsp;II.“ <td> [[3. Oktober]] [[1797]]  <td> Florenz <td> [[29. Jänner]] [[1870]] <td> Rom
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| Leopold Joseph Johann Franz Ferdinand Karl „Leopold&nbsp;II.“|| [[3. Oktober]] [[1797]]|| Florenz || [[29. Jänner]] [[1870]]|| Rom
 
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<tr><td>Maria Luisa Josepha Christina Rosa <td>  [[30. August]] [[1799]] <td> Florenz <td> [[15. Juni]] [[1857]] <td> Florenz
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| Maria Luisa Josepha Christina Rosa|| [[30. August]] [[1799]]|| Florenz || [[15. Juni]] [[1857]] || Florenz
 
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<tr><td>Maria Theresia Franziska Josepha Johanna Benedikta <td>  [[21. März]] [[1801]] <td> Wien <td> [[12. Jänner]] [[1855]] <td> Turin
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| Maria Theresia Franziska Josepha Johanna Benedikta|| [[21. März]] [[1801]] || Wien || [[12. Jänner]] [[1855]]|| Turin
 
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<tr><td>Unbenannter Prinz <td>  [[19. September]] [[1802]] <td> Wien <td> [[19. September]] [[1802]] <td> Wien
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| Unbenannter Prinz || [[19. September]] [[1802]]|| Wien || 19. September 1802|| Wien  
 
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==Quellen==
 
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[[Kategorie:Geschichte (Person)]]
 
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[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 
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[[Kategorie:Staatsperson]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Kurfürstentum (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Kurfürstentum (Geschichte)]]

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