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| | [[Datei:Bildnis von Leonhard von Keutschach in der Burg Mauterndorf 02.jpg|thumb|Bildnis von Leonhard von Keutschach in der Burg Mauterndorf]] | | [[Datei:Bildnis von Leonhard von Keutschach in der Burg Mauterndorf 02.jpg|thumb|Bildnis von Leonhard von Keutschach in der Burg Mauterndorf]] |
| | [[Datei:Wappen von Leonhard von Keutschach in Nonnberggasse Haus Nr 18.jpg|thumb|Das [[Wappen]] von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach in der [[Nonnberggasse]], Haus 18 <br /> Symbole: Rübe (rechts) <br /> [[Salzburger Landeswappen]] (links)]] | | [[Datei:Wappen von Leonhard von Keutschach in Nonnberggasse Haus Nr 18.jpg|thumb|Das [[Wappen]] von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach in der [[Nonnberggasse]], Haus 18 <br /> Symbole: Rübe (rechts) <br /> [[Salzburger Landeswappen]] (links)]] |
| − | '''Leonhard von Keutschach''' (* um [[1442]] in Viktring, Gemeinde Klagenfurt, [[Kärnten]]; † [[8. Juni]] [[1519]] in [[Salzburg]]) war ein Salzburger [[Fürsterzbischof]]. Seine Leistungen begründeten die herausragende Stellung des Fürsterzbistum Salzburg im römisch-deutschen Reich für fast zwei Jahrhunderte. | + | '''Leonhard von Keutschach''' (* um [[1442]] in Viktring, Gemeinde Klagenfurt, [[Kärnten]]; † [[8. Juni]] [[1519]] in [[Salzburg]]) war ein Salzburger [[Fürsterzbischof]]. Seine Leistungen begründeten die herausragende Stellung des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]] im [[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|römisch-deutschen Reich]] für fast zwei Jahrhunderte. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Leonhard von Keutschach war zuerst Chorherr und Propst im Kloster Eberndorf im Jauntal und wurde am [[19. Oktober]] [[1490]] [[Dompropst]] und [[1495]] zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt. Er musste gegen seinen ausdrücklichen Willen das [[Domkapitel]] [[Säkularisation|säkularisieren]] und widmete sich der wirtschaftlichen Sanierung des wirtschaftlich zerrütteten [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums]]. Nach drei fragwürdigen Erzbischöfen und dem Tiefpunkt der Entwicklung in der Regentschaft Friedrich von Schaunburgs (und nach der achtmonatigen Regentschaft Sigmund von Helleneggs) nun wieder ein insgesamt glaubwürdiger Vertreter der Kirche gewählt. Unter seiner Regentschaft gedieh durch eine sorgfältige Verwaltung in der Folge der [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silbererzbergbau]] in [[Gasteinertal|Gastein]] und [[Rauris]], und [[Salzbergbau|Salz]] warfen großen Gewinn ab. Der allgemein zunehmende Wohlstand der Bevölkerung und die insgesamt friedliche Zeit führten zu einer Blüte von Kultur und Kunst. | + | Leonhard von Keutschach war zuerst Chorherr und Propst im Kloster Eberndorf im Jauntal, wurde am [[19. Oktober]] [[1490]] [[Dompropst]] in Salzburg und [[1495]] zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt. Er musste gegen seinen ausdrücklichen Willen das [[Domkapitel]] [[Säkularisation|säkularisieren]] und widmete sich der wirtschaftlichen Sanierung des wirtschaftlich zerrütteten [[Erzbistum]]s. Nach drei fragwürdigen Erzbischöfen und dem Tiefpunkt der Entwicklung in der Regentschaft [[Friedrich V. von Schaunberg]] (und nach der achtmonatigen Regentschaft [[Sigmund II. von Hollenegg]]) nun wieder ein insgesamt glaubwürdiger Vertreter der Kirche gewählt. Unter seiner Regentschaft gedieh durch eine sorgfältige Verwaltung in der Folge der [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silbererzbergbau]] im [[Gasteinertal|Gasteiner- und [[Raurisertal]], und die [[Salzgewinnung]] warf großen Gewinn ab. Der allgemein zunehmende Wohlstand der Bevölkerung und die insgesamt friedliche Zeit führten zu einer Blüte von Kultur und Kunst. |
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| − | Insgesamt blieb Leonhard von Keutschach nicht nur innenpolitisch und als glaubwürdiger Kirchenmann, sondern auch außenpolitisch recht erfolgreich. Er konnte Kriegshandlungen und die Teilnahme am ''Landshuter Erbfolgekrieg'' durch Zahlung von 15.000 [[Gulden]] vom Salzburger Gebiet abwenden. Diese Zahlung, die er an [[Maximilian I.]] leistete, sicherte ihm dessen Wohlwollen für den Kauf des [[Mondseeland]]es am [[25. Mai]] [[1506]] um 12.000 Gulden, das so für knapp 60 Jahre Salzburg gehörte. In seinen letzten Jahren hielt sich Keutschach vor allem auf der Festung Hohensalzburg auf. Die von ihm in Auftrag gegebenen Architektur der Prunksäle der Festung sind profane Meisterwerke spätgotischer Kunst, die weitum ihresgleichen suchen. Leonhard von Keutschach ließ auch die Verteidigungsanlagen der [[Festung Hohensalzburg|Burg Hohensalzburg]] ausbauen (Bau der Ringmauer, der [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]] und der [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Festungszisterne]]) sowie eine Orgel ([[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]]) erbauen und erneuerte die alte Römerstraße über den [[Radstädter Tauern]]. Keutschach hat Salzburg mit viel Geschick zu einem der reichsten Fürstentümer des römisch-deutschen Reiches gemacht. | + | Insgesamt blieb Leonhard von Keutschach nicht nur innenpolitisch und als glaubwürdiger Kirchenmann, sondern auch außenpolitisch recht erfolgreich. Er konnte Kriegshandlungen und die Teilnahme am ''Landshuter Erbfolgekrieg'' durch Zahlung von 15.000 [[Gulden]] vom Salzburger Gebiet abwenden. Diese Zahlung, die er an [[Maximilian I.]] leistete, sicherte ihm dessen Wohlwollen für den Kauf des [[Mondseeland]]es am [[25. Mai]] [[1506]] um 12.000 Gulden, das so für knapp 60 Jahre Salzburg gehörte. In seinen letzten Jahren hielt sich Keutschach vor allem auf der [[Festung Hohensalzburg]] auf. Die von ihm in Auftrag gegebenen Architektur der Prunksäle der Festung sind profane Meisterwerke spätgotischer Kunst, die weitum ihresgleichen suchen. Leonhard von Keutschach ließ auch die Verteidigungsanlagen der Burg Hohensalzburg ausbauen (Bau der Ringmauer, der [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]] und der [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Festungszisterne]]) sowie eine Orgel ([[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]]) und erneuerte die alte [[Römerstraße]] über den [[Radstädter Tauern]]. Keutschach hatte Salzburg mit viel Geschick zu einem der reichsten Fürstentümer des römisch-deutschen Reiches gemacht. |
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| − | Der Erzbischof war aber auch nicht frei von Nepotismus. Er vertrieb [[1498]] die letzten in Salzburg ansässigen [[Judentum|Juden]] und ließ die die [[Salzburger Synagoge|Salzburger]] und [[Halleiner Synagoge]] zerstören. Energisch und unerbittlich beharrte Leonhard auf den ihm zustehenden Rechten. [[1511]] brach er den Widerstand der Salzburger [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürger]]. Beim [[Gastmahl auf der Festung Hohensalzburg]] am [[23. Jänner]] [[1511]] ließ Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach den Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Hans Matsperger]] und seine Ratsherren festnehmen. | + | Der Fürsterzbischof war aber auch nicht frei von [[Nepotismus im Fürsterzbistum Salzburg|Nepotismus]]. Er vertrieb [[1498]] die letzten in Salzburg ansässigen [[Judentum|Juden]] und ließ die die [[Salzburger Synagoge|Salzburger]] und [[Halleiner Synagoge]] zerstören. Energisch und unerbittlich beharrte Leonhard auf den ihm zustehenden Rechten. [[1511]] brach er den Widerstand der Salzburger [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürger]]. Beim [[Gastmahl auf der Festung Hohensalzburg]] am [[23. Jänner]] [[1511]] ließ Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach den Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Hans Matsperger]] und seine Ratsherren festnehmen. |
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| − | Leonhards biedere Art stieß bei Salzburger Bürgern, die durch den [[Venedigerwaren|Venedighandel]] und Priviligierung durch Friedrich III. sehr selbstbewusst geworden waren, vielfach auf Kritik. So nannten sie ihn manchmal auch "Leonhard den Windischen" wegen seiner Kärntner Abstammung oder "Liendl Wirth" oder "Liendl Pierschenk" wegen seines fehlgeschlagenen Versuches den privaten Brauereien die Herstellung hochwertigen Bieres zu untersagen und so den Absatz des hochfürstlich gebrauten Bieres zu fördern. | + | Leonhards biedere Art stieß bei Salzburger Bürgern, die durch den [[Venedigerwaren|Venedighandel]] und [[Ratsbrief|Priviligierung]] durch [[Friedrich III.]] sehr selbstbewusst geworden waren, vielfach auf Kritik. So nannten sie ihn manchmal auch "Leonhard den Windischen" wegen seiner Kärntner Abstammung oder "Liendl Wirth" oder "Liendl Pierschenk" wegen seines fehlgeschlagenen Versuches den privaten Brauereien die Herstellung hochwertigen Bieres zu untersagen und so den Absatz des hochfürstlich gebrauten Bieres zu fördern. |
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| | ==Nachruhm== | | ==Nachruhm== |
| − | Leonhard von Keutschach blieb als Fürsterzbischof, der lebenslang nach der Regel der Augustiner Chorherren lebte auch durch die Erweiterung und den Neubau Burgen und Schlössern gegenwärtig: | + | Leonhard von Keutschach blieb als Fürsterzbischof, der lebenslang nach der Regel der [[Augustiner-Chorherren]] lebte auch durch die Erweiterung und den Neubau Burgen und Schlössern gegenwärtig: |
| | * heutiges Kärnten: [[Gmünd]], [[Friesach]], [[Althofen]], Tanzenberg, Taggenbrunn, Stein, [[St. Andrä im Lavanttal]] | | * heutiges Kärnten: [[Gmünd]], [[Friesach]], [[Althofen]], Tanzenberg, Taggenbrunn, Stein, [[St. Andrä im Lavanttal]] |
| | * heutige Steiermark: [[Deutschlandsberg]], Leibnitz | | * heutige Steiermark: [[Deutschlandsberg]], Leibnitz |
| | * heutiges Niederösterreich: Traismauer | | * heutiges Niederösterreich: Traismauer |
| − | * heutiger [[Rupertiwinkel]]: [[Schloss Staufeneck|Staufenegg]], Lebenau, | + | * heutiger [[Rupertiwinkel]]: [[Schloss Staufeneck|Staufeneck]], [[Burg Lebenau (Laufen)|Lebenau]], |
| − | * heutiges [[Tirol]]: [[Itter]], [[Windisch-Matrei|Windischmatrei]], [[Lengberg]], | + | * heutiges [[Tirol]]: [[Itter]], [[Windisch-Matrei]], [[Schloss Lengberg]], |
| − | * heutiges Salzburg: [[Mauterndorf]], [[Glanegg]]; in [[Salzburg]] und [[Radstadt]]. | + | * heutiges Salzburg: [[Mauterndorf]], [[Schloss Glanegg]], in der Stadt Salzburg und [[Radstadt]]. |
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| | Leonhard von Keutschach baute auch die Festung Hohensalzburg aus, wobei er diese nicht nur eine zeitgemäße Verteidigungsanlage ausbauen ließ, sondern den Hohen Stock der Festung auch als prunkvolle Residenz ausgestaltete ([[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Goldene Stuben]]). | | Leonhard von Keutschach baute auch die Festung Hohensalzburg aus, wobei er diese nicht nur eine zeitgemäße Verteidigungsanlage ausbauen ließ, sondern den Hohen Stock der Festung auch als prunkvolle Residenz ausgestaltete ([[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Goldene Stuben]]). |
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| − | Bekannt bleibt auch das hohe Vertrauen, das Martin Luther zu diesen Kirchenmann hatte. Nach seinem Tod hinterließ er Salzburg als eines der reichsten deutschen Fürstentümer. Nach den Schätzungen des venezianischen Gesandten nahm Salzburg 1507 mit 90 000 Gulden Jahreseinnahmen den vierten Platz hinter den österreichischen Erblanden, Bayern und Köln ein. | + | Bekannt bleibt auch das hohe Vertrauen, das Martin Luther zu diesen Kirchenmann hatte. Nach seinem Tod hinterließ er Salzburg als eines der reichsten deutschen Fürstentümer. Nach den Schätzungen des venezianischen Gesandten nahm Salzburg 1507 mit 90.000 Gulden Jahreseinnahmen den vierten Platz hinter den österreichischen Erblanden, Bayern und Köln ein. |
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| | == Leonhard von Keutschachs Wappen - eine frei erfundene Legende des 19. Jahrhunderts == | | == Leonhard von Keutschachs Wappen - eine frei erfundene Legende des 19. Jahrhunderts == |
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| − | ''Als er einmal seinen Onkel Wolf zu [[Maria Alm am Steinernen Meer|Alm im Pinzgau]] besuchte, machte dieser auf dem Rübenfelde, wo sie gerade weilten, heftige Vorwürfe über die schlechte Verwendung seines letzten Schuljahres. Aber Leonhard machte sich aus dem Verweis seines Onkels nicht viel, lachte darüber und gab kecke Antworten.'' | + | ''Als er einmal seinen Onkel Wolf zu [[Maria Alm am Steinernen Meer|Alm]] im [[Pinzgau]] besuchte, machte dieser auf dem Rübenfelde, wo sie gerade weilten, heftige Vorwürfe über die schlechte Verwendung seines letzten Schuljahres. Aber Leonhard machte sich aus dem Verweis seines Onkels nicht viel, lachte darüber und gab kecke Antworten.'' |
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| | ''Da ward sein Onkel zornig, nahm eine Rübe und warf sie dem flüchtenden Studenten nach mit den Worten: "Wenn Du Dich nicht besserst, darfst Du mir nicht mehr unter die Augen kommen." Leonhard nahm diese Rüge lebhaft zu Herzen, er lernte von nun ab fleißig, ward ein tüchtiger und strebsamer Mann und später Erzbischof und Landesfürst von Salzburg. Als solcher nahm er aus Dankbarkeit die Rübe in sein Wappen auf.'' | | ''Da ward sein Onkel zornig, nahm eine Rübe und warf sie dem flüchtenden Studenten nach mit den Worten: "Wenn Du Dich nicht besserst, darfst Du mir nicht mehr unter die Augen kommen." Leonhard nahm diese Rüge lebhaft zu Herzen, er lernte von nun ab fleißig, ward ein tüchtiger und strebsamer Mann und später Erzbischof und Landesfürst von Salzburg. Als solcher nahm er aus Dankbarkeit die Rübe in sein Wappen auf.'' |
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| − | Tatsächlich stand die Rübe in seinem Wappen als damals vertrautes Zeichen für Reichtum und Wohlstand. Das Wappen war auch schon lange vor der Geburt des Erzbischofs das Wapppenzeichen der Herren von Keutschach. Die (Runkel-)Rübe als Stammwappen der Keutschacher wird urkundlich schon bei Peter de Chewschach im Jahr 1344 erwähnt. | + | Tatsächlich stand die Rübe in seinem Wappen als damals vertrautes Zeichen für Reichtum und Wohlstand. Das Wappen war auch schon lange vor der Geburt des Fürstrzbischofs das Wappenzeichen der Herren von Keutschach. Die (Runkel-)Rübe als Stammwappen der Keutschacher wird urkundlich schon bei Peter de Chewschach im Jahr [[1344]] erwähnt. |
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| − | Ähnliche Sagen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind in Mitteleuropa nicht wenige bekannt. Auch Adalbert von Chamisso bearbeitet in seinem Gedicht "Das Riesenspielzeug" dieses Thema, das hier einer elsässischen Sage entnommen wurde, welche in sehr ähnlicher Form auch von Ludwig Bechstein und den Gebrüdern Grimm aufgezeichnet wurde. Die Ungerechtigkeiten und Spannungen zwischen den adeligen und den kirchlichen Gutsherren und den Bewirtschaften führten nach 1848 zu einer allgemeinem Übernahme der adeligen und kirchlichen Großgrundbesitzungen durch die Bauern. | + | Ähnliche Sagen in der ersten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s sind in Mitteleuropa nicht wenige bekannt. Auch Adalbert von Chamisso bearbeitet in seinem Gedicht "''Das Riesenspielzeug''" dieses Thema, das hier einer elsässischen Sage entnommen wurde, welche in sehr ähnlicher Form auch von Ludwig Bechstein und den Gebrüdern Grimm aufgezeichnet wurde. Die Ungerechtigkeiten und Spannungen zwischen den adeligen und den kirchlichen Gutsherren und den Bewirtschaften führten nach 1848 zu einer allgemeinem Übernahme der adeligen und kirchlichen Großgrundbesitzungen durch die Bauern. |
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